Der gesundheitliche Effekt einer glutenfreien Ernährung


Sportler, die in der Hoffnung einer Leisstungssteigerung auf eine glutenfreie Ernährung setzen, könnten damit eventuell nur ihre Zeit verschwenden. Zumindest australische Sportwissenschaftler der University of Tasmania sind dieser Ansicht, was sie mit einem Artikel in Fachzeitschrift Medicine and Science in Sports and Exercise untermauern!

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Zöliakie

Aktuelle Zahlen zeigen, dass ungefähr ein Prozent der europäischen und amerikanischen Bevölkerunng an Zöliakie leidet. Ihr Dünndarm ist also nicht in der Lage, die Proteine in Getreidearten wie beispielsweise Weizen, Roggen und Gerste zu verdauen. Die entzündliche Reaktion auf das Gluten ist so enorm, dass Zöliakie Patienten eine glutenfreie Ernährung verfolgen müssen.

Einige Gurus im Bereich Ernährung sind der Meinung, dass Gluten auch für Menschen gefährlich sein kann, die keine Zöliakie haben und sprechen sich deshalb für Konzepte aus, bei denen nur wenig oder kein Gluten konsumiert wird. Vor allem für Sportler wird ein solches Diätprotokoll gerne empfohlen und immer mehr Personen scheinen auf den Zug aufzuspringen. Wie eine Studie mit 910 Athleten aus dem Jahr 2015 zeigte, ernähren sich 41 Prozent der beteiligten Probanden entweder regelmäßig oder dauerhaft glutenfrei.

Kann die Mengen an Gluten in einer Diät jedoch tatsächlich negative Auswirkungen auf die Leistung haben, wenn man nicht an einer Glutenintoleranz leidet? Diese Frage wollten die australischen Forscher beantworten und sie fanden eine Antwort!
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Studie

Die Wissenschaftler setzten 13 trainierte Radfahrer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren für eine Woche auf eine glutenfreie Diät. Am Ende der sieben Tage sollten die Teilnehmer auf einem Ergometer 15 Minuten lang so schnell wie möglich radeln.

Zu einer anderen Gelegenheit vefolgten die Probanden über die gleiche Zeitspanne eine „normale“ Ernährung, in der sie unter anderem 16g Gluten in Form von Riegeln zu sich nahmen. Auch nach dieser Woche sollten die Teilnehmer 15 Minuten bei maximaler Geschwindigkeit Fahradfahren.

Die Sportler selbst wussten nicht, ob sie gerade eine glutenhaltige oder glutenfreie Ernährungsweise praktizierten.

Ergebnisse

Die nachfolgende Grafik spricht für sich.

In Bezug auf die Leistung machte es keinen Hauch von Unterschied, ob die Radfahrer Gluten konsumierten oder darauf verzichteten.

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Die Forscher fragten ihre Probanden außerdem, wie sie sich fühlten, doch konnten keine Auswirkungen auf die Stimmungslage feststellen.

Auch die Konzentrationen von zöliakiebezogenen und entzündlichen Faktoren wie beispielsweise FABP2, Interleukin-6, Interleukin-8, Interleukin-10, Interleukin-15 und TNF-alpha im Blut der Männer wurden ermittelt, doch keiner davon reagierte auf die Anwesenheit von Gluten in der Ernährung.

Schlussfolgerung

Basierend auf den Ergebnissen ihrer Studie empfehlen die Australier, dass Sportler evidenzbasierten Rat einholen sollte, bevor sie aus nichtklinischen Gründen eine glutenfreie Diät in Betracht ziehen. Es müsse sichergestellt werden, dass die Nahrungsaufnahme individuell angepasst wird, um dadurch die sportliche Leistung optimal zu beeinflussen!

Es muss zum Ende hin erneut und deutlich angemerkt werden, dass hier Personen untersucht wurden, die nicht von einer Glutenintoleranz betroffen sind. Selbstverständlich kann Gluten bei einer Zöliakie Probleme verursachen und sich je nach Schweregrad auch auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirken!


Quelle: ergo-log.com/gluten-free-performance.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25970665

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