Die Anti-Vegan-Diät – Nur von Fleisch ernähren?


Vegane Ernährung liegt im Trend und das mittlerweile nicht erst seit gestern. Im Fitness Bereich ist es einigen bekannten YouTubern zu verdanken, dass diese Ernährungsform sich in der Branche etabliert hat, trotz so einiger Vorurteile, denn gerade im Bodybuilding herrschte eigentlich immer eine „Ohne Fleisch geht gar nichts“-Einstellung. Jeder Veganer muss auch zugeben, dass es bei einer rein pflanzlichen Ernährung zunächst einmal etwas komplizierter, ist auf alle Mikronährstoffe in ausreichender Menge zu kommen und vor allem ausreichend Protein zuzuführen. Der Proteinbedarf eines Bodybuilders ist selbstverständlich höher als der einer typischen Couch Potatoe, doch mittlerweile werden immer mehr Stimmen laut, die eine genau gegensätzliche Haltung zu diesem Thema haben. In diesem Beitrag soll es um die Zero Carb Diätgehen!

Die absolut “anti-veganste” Diät überhaupt

Die Reinform der Zero Carb Diät liegt darin, nur Fleisch zu essen und stilles Wasser zu trinken. Nichts anderes ist vorgesehen. Wir reden also nicht von einer ohnehin schon durch tierische Produkte dominierte ketogene Ernährungsform, sondern von einer reinen Fleisch Diät. Auch hier dürfen und sollen fettige Stücke verwendet werden, denn ähnlich wie bei der ketogenen Ernährungsform besteht das Ziel darin, den Körper an die Fettverbrennung zu adaptieren. Nur ist die Ketose nicht das ausgesprochene Ziel, sondern ein mögliches Beiwerk.

Auf den ersten Blick scheint diese Ernährungsform extrem unausgewogen zu sein und wir möchten sie auch nicht empfehlen. Dennoch muss man ihr ein wenig Aufmerksamkeit schenken, denn im Internet gibt es einige einige interessante Resultate. Dabei geht es nicht einfach nur um den Fettabbau, sondern tatsächlich auch um positive Veränderungen von Blutmarkern und Gesundheitsparametern im Allgemeinen. Oftmals wird sogar davon berichtet, dass Allergien in ihrer Intensität deutlich abgenommen hätten und insbesondere die vorteilhafte Verdauung wird häufig hervorgehoben. Anfänglich wird vermehrt von Verstopfungen berichtet, später jedoch von einer deutlich verbesserten Verdauung. Verdauungsbeschwerden wiederum hört man nicht selten bei Veganern. Zumindest, wenn man den emotionalen Hype rund um Modeveganer einmal beiseite lässt.

Also doch keine Pflanzen?

Weder vegan noch mit einer reinen Fleischernährung ist es ohne Supplements möglich, auf lange Sicht alle Mikronährstoffe abzudecken.

Macht es vielleicht doch Sinn, sich so zu ernähren? Sind wir eventuell keine Pflanzen-, sondern eigentlich Fleischfresser – und das in Reinform? Eher nicht, aber Argumente für und gegen vegane Ernährung können natürlich auch hier eins zu eins angebracht werden, denn durch eine reine Fleischernährung ist es kaum möglich, langfristig alle Mikronährstoffe zu erhalten. Nehmen wir nur einmal Vitamin C. Skorbut beispielsweise ist eine typische Mangelerscheinung von Vitamin C, die bei Seefahrern früher häufig ein Problem war, wenn diese sich auf ihren Fahrten nur von Fleisch und Fisch ernährt haben. Nur eines von vielen Beispielen. Komplett auf Gemüse und pflanzliche Nahrung zu verzichten, was bei der Zero Carb Diät der Fall ist, ist demnach mit Sicherheit nicht ideal.

Omnivor statt carnivor oder vegan!

Egal wie man es dreht oder wendet, der Mensch ist ein Allesfresser, sprich wir sind omnivor veranlagt. Unser Körper ist nicht darauf ausgelegt, nur Fleisch oder nur Pflanzen zu essen. In seiner vollkommenen Natürlichkeit sind wir auf alles angewiesen. Unser Gebiss weist Spuren eines Fleischfressers, aber auch eines Pflanzenfressers auf. Nichts von beiden in Vollendung. Unser Darm ist für einen Fleischfresser zu lang, für einen reinen Pflanzenfresser zu kurz. Das spricht ebenfalls für eine Mischkostversorgung. Hinzu kommen unser Enzymsatz und die Art der Verdauung. Sie sprechen eindeutig für einen Omnivor. Durch unsere heutige Entwicklung ist es jedoch kein Problem mehr, das Eine oder das Andere ohne Nährstoffprobleme gesund durchzuziehen, denn wir haben heute die Möglichkeit einkaufen zu gehen und Supplements zu nehmen. Defizite können also in beide Richtungen ausgeglichen werden.

Sind wir gar nicht so gleich wie wir denken?

Es macht schlichtweg keinen Sinn, darüber zu philosophieren, ob pflanzliche Nahrung nun besser ist als tierische oder andersherum. Woher man stammt und welche Vorfahren man hat spielt eine tragende Rolle. Asiaten haben beispielsweise eine stark ausgeprägte Laktoseintoleranz. An Skandinaviern konnte man hingegen sehen, dass Milchprodukte der Gesundheit sogar förderlich sind. Naturvölker in den Anden ernähren sich zu über 80 Prozent von Knollen und pflanzlicher Nahrung, wohingegen die Inuit spätestens im Winter gar keine Möglichkeit mehr haben, pflanzliche Nahrung zu konsumieren und auf tierische Nahrung angewiesen sind. Das Fazit lautet also einmal mehr, nicht nur in schwarz oder weiß zu denken.

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