Naturals oder Steroidkonsumenten – Wer braucht mehr Protein?


Die tägliche Proteinaufnahme ist ein im Bodybuilding frequentiert diskutiertes Thema. Genauso unterschiedlich sind die Meinungen der einzelnen Parteien. Während die einen der Ansicht sind, man könne überhaupt nicht genug Eiweiß zu sich nehmen, sehen es andere komplett gegensätzlich und finden, bereits geringe Mengen dieses Makronährstoffs würden ausreichen – auch wenn der Muskelaufbau das Ziel ist. Dass es dabei aber ebenfalls darauf ankommt, ob man natural ist oder nicht, wird in den jeweiligen Diskussionen gerne missachtet!

Verallgemeinert gesagt ist es nämlich so, dass Steroidkonsumenten tatsächlich mehr Eiweiß benötigen als Natural Athleten. Hilft man chemisch nach, ist die Proteinsynthese rund um die Uhr aktiv. Steroide können in diesem Zusammenhang nicht nur den Effekt von Cortisol abschwächen, sondern zudem auch die Eiweißmenge erhöhen, die zur Bildung von Muskulatur herangezogen wird.

Ein gedopter Körper ist in Bezug auf den Aufbau von neuem Muskelgewebe effizienter in der Verwendung von Aminosäuren. Da die Proteinsynthese 24 Stunden pro Tag erhöht ist, profitiert ein unterstützter Athlet grundsätzlich sowohl von einer höheren Eiweißzufuhr als auch von häufigeren Mahlzeiten. Die Vorteile einer konstanten Zufuhr von Protein in den Blutstrom sind demnach gegeben.

Als naturaler Athlet ist es empfehlenswert, eine gewisse Proteinmenge pro Tag nicht zu überschreiten.

Bei einem Natural Athleten sieht es hingegen etwas anders aus. Während es unumstritten ist, dass die Erhöhung der Proteinaufnahme bis zu einem bestimmten Punkt dem Muskelaufbau zugute kommt, weist der Körper eines nicht chemisch nachhelfenden Sportlers aber eine limitierte Kapazität auf, Aminosäuren in neues Gewebe umzuwandeln. Studien haben gezeigt, dass es vorteilhaft ist, die tägliche Eiweißzufuhr im Aufbau auf zwei Gramm pro Kilo Körpergewicht zu erhöhen. In einer Diät kann die Zahl sogar noch ein wenig weiter auf nahezu bis zu drei Gramm pro Kilo Körpergewicht gesteigert werden. Alles darüber liefert jedoch keinen zusätzlichen Benefit.

Dazu kommt, dass naturale Athleten wohl eher etwas von einem Ansatz nach dem Prinzip der “Protein Impulse” haben, anstatt eine konstantere Eiweißzufuhr zu gewährleisten. Ein plötzlicher Anstieg der Aminosäuren im Blut (insbesondere Leucin, Glycin, Isoleucin und Valin sind hier interessant) kann demzufolge selbst als anaboler Steuerimpuls funktionieren.

Die Betonung liegt dabei auf plötzlich. Man möchte sozusagen einen Peak erzeugen, was allerdings nicht möglich ist, wenn man die Proteinaufnahme über den Tag konstant hält. Man benötigt täglich also entweder Zeiten mit höherem Eiweißkonsum, auf die Phasen mit niedrigerem Eiweißkonsum folgen, oder man nimmt ein schnell absorbierbares Proteinpulver zu Hilfe, um diesen schnellen und hohen Anstieg zu provozieren. Je schneller ein Protein resorbiert wird, desto größter der Peak Effekt.

Eine übermäßige Proteinzufuhr bei Natural Athleten könnte eventuell darin resultieren, dass der Körper das Eiweiß über Gluconeogenese zu Energie statt in Muskelgewebe umwandelt. Je effizienter der Körper bei diesem Prozess wird, desto schwieriger wird es unter dem Strich, Muskeln auf- und Fett abzubauen. Ein relativ definierter Kraftsportler, der in der Aufbauphase mehr als zwei und in der Diät deutlich mehr als 2,5 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht konsumiert, tut sich keinen wirklichen Gefallen.

Unterstützte Athleten auf der anderen Seite können und sollten auch mehr Protein aufnehmen, um die Auswirkungen der leistungssteigernden Substanzen zu maximieren. Je nach Steroid sind drei Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht angemessen.

Trenbolon beispielsweise erhöht die Proteinsynthese nicht so stark, reduziert aber wiederum die Proteolyse (Proteinabbau) drastisch, weshalb Muskelwachstum die Konsequenz ist. Verwendet man dieses oder ein ähnliches Steroid, muss man dementsprechend nicht zwangsläufig die Eiweißzufuhr steigern!


Quelle: t-nation.com/supplements/tip-protein-intake-for-natural-and-not-so-natural-lifters

http://www.gannikus.com/qri5

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