Steroide sind laut Mike Pulcinella kein Betrug


Dass anabole Steroide im Kraftsport eine große Rolle spielen, ist allein durch das Betrachten der imposanten Erscheinung eines typischen IFBB Pros nicht von der Hand zu weisen und deshalb für den ambitionierten Trainierenden auch keine wirkliche Neuigkeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten wird der Konsum leistungssteigernder Substanzen hier jedoch zu weiten Teilen nicht kontrolliert und geahndet, was unter anderem die Frage aufwirft, warum man Steroide im Bodybuilding nicht als Betrug wertet beziehungsweise werten sollte?!

Genau dieser Frage geht Mike Pulcinella in einem seiner YouTube Videos auf den Grund. Der Amerikaner könnte dem einen oder anderen Hardcore Bodybuilding Fan bekannt sein, denn er ist der Produzent der beiden Dokumentationen „Overkill“ und „Redemption“, die keinen Geringeren als Kai Greene thematisieren. In einem Clip aus dem vergangenen November liefert der Filmemacher Gründe dafür, weshalb Steroide im Bodybuilding Sport keinen Betrug darstellen.

Zunächst stellt Mike Pulcinella fest, dass alle Top Bodybuilder Steroide benutzen würden und die Verwendung ein offenes Geheimnis sei. Viele Personen würden darüber sprechen, Erfahrungen teilen und Informationen preisgeben, weshalb unter dem Strich gleiche Voraussetzungen herrschen würden.

Außerdem seien leistungssteigernde Substanzen nach Meinung des Amerikaners für das Bodybuilding notwendig, da es den Sport auf dem heutzutage hohen Niveau sonst überhaupt gar nicht gebe. Bodybuilding stelle, wie beispielsweise Formel 1, einen Extremsport dar, für den Steroide in diesem Fall im übetragenen Sinne das Auto sind, um Grenzen auszutesten und sie zu überschreiten.


Mikes Pulcinellas Bruder Dave ist Bodybuilder. Er ist Teil der Dokumentation "Raising the Bar".

Dave Pulcinella, Mikes Bruder, ist Bodybuilder und mitunter Teil der Dokumentation „Raising the Bar“.


Wie Mike Pulcinella darüber hinaus erläutert, handele es sich bei Steroiden nicht um Wundermittel. Sie würden einem zwar dabei helfen, das naturale Limit zu überschreiten, könnten allerdings alleine keinen fertigen Bodybuilder machen. Auch Training, Ernährung und Regeneration müssen laut Aussage des Filmemachers im Einklang stehen. Zudem benötige man ausgeprägtes Wissen in den Bereichen Physiologie, Pharmakologie und Supplemenation, denn ohne die anderen Dinge würden auch Medikamente nicht ihre volle Wirkung entfalten.

Dem US-Amerikaner zufolge seien die Risiken der Verwendung von leistungssteigernden Substanzen unter den Athleten bekannt und letztlich gebe es auch in vielen anderen Sportarten diverse, teils lebensbedrohliche Gefahren. Bodybuilder würden demnach die Beeinträchtigungen von Bändern, Sehnen und inneren Organen ausbalancieren, um als Ergebnis einen Körper über dem naturalen Limit zu erreichen. Viele würden sich sogar eine Auszeit von den Steroiden nehmen und zusätzlich dazu einen Arzt konsultieren, um die eigenen Blutwerte überwachen zu lassen.

Mike Pulcinella geht außerdem auf die Legalität von Steroiden ein, denn die anabolen Substanzen sind in den USA, sowie auch in Deutschland verboten. Er selbst stellt sich allerdings die Frage, wieso dies der Fall ist und argumentiert unter anderem mit dem rechtlich zulässigen Konsum von Zigaretten und Alkohol, der zwar in der Gesellschaft akzeptiert, aber gesundheitlich genauso oder vergleichbar gefährdend sei. Seiner Meinung solle man selbst entscheiden dürfen, ob man leistungssteigernde Medikamente konsumieren möchte oder nicht. Sofern man sich dagegen entscheidet, müsse man derartige Stoffe ja nicht konsumieren und könne sich als Bodybuilder auch einem Natural Verband anschließen!

Dieser Beitrag spiegelt die Meinung von Mike Pulcinella wider und steht in keinem Zusammenhang mit den Ansichten von Gannikus.com!

Anabole Steroide sind entweder verschreibungspflichtig oder überhaupt nicht mehr aus einer Apotheke zu beziehen. Derartige Substanzen ohne Rezept zu erwerben oder zu besitzen ist strafbar. Zudem kann die Verwendung sowohl kurzfristige als auch dauerhafte körperliche Schäden mit sich bringen!

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