Michaela Julia Kaiser im Interview


michaela-julia-kaiser-im-interview8 Name: Michaela Julia Kaiser 

Wohnort: Hofheim, Deutschland

Alter: 31 Jahre

Gewicht (Off Season/Diät): 55 kg / 49 kg

Größe: 1,59 m

Erfolge:

Meine bisherigen Erfolge beim DBFV (… to be continued)

2015: 2. Platz int. dt. Newcomermeisterschaft,

2. Platz Hessenmeisterschaft,

4. Platz Regiane da Silva Bikini-Cup,

6. Patz int. dt. Meisterschaft

2016: 1. Platz + Gesamtsiegerin Hessenmeisterschaft,

2. Platz int. dt. Meisterschaft

Instagram: micha.ela_kaiserinterview-trenner

In welchem Studio trainierst du?

Michaela: Wie heißt es so schön „doppelt“ hält besser, daher habe ich derzeit zwei Studios in denen ich mich austoben kann. Zum einem ein Gym direkt bei mir um die Ecke und somit immer schnell erreichbar, das „Multi Sports Rhein-Main“. Zum Anderen bin ich Mitglied bei der Kette „Fit/One“. Das hat den Vorteil, dass mir einfach mehrere unterschiedliche Übungsvarianten zur Verfügung stehen und ich auch in anderen Städten nicht aufs Gym verzichten muss.michaela-julia-kaiser-im-interview10interview-trenner

In welchem Alter hast du mit dem Bodybuilding angefangen und was war deine Motivation damals?

Michaela: Ich habe sehr spät, mit 24 Jahren das erste mal einen Fuß in ein Fitnessstudio gesetzt. Der Grund war mein Freund, der damals schon sehr ambitioniert trainiert hat.

„Motivation“ ?! ..war am Anfang definitiv nicht der richtige Ausdruck. Ich wollte einfach wie jede andere Frau „etwas“ abnehmen und eine sportliche Figur haben. Ich habe aber schnell gemerkt das Fitness äußerst zeitintensiv und vor allem anstrengend ist. Aber ich bin am Ball geblieben und habe dann sehr schnell Gefallen an dem Sport und der Ernährung gefunden, insbesondere als ich die ersten Erfolge im Spiegel sehen konnte.michaela-julia-kaiser-im-interview9interview-trenner

Welche Fehler hast du als Anfänger gemacht?

Michaela: Ich denke, ich habe auch alle typischen Anfängerfehler selbst gemacht. Das konnte auch mein Freund, der mir ständig auf die Finger geklopft hat, nicht verhindern. Von unnötigen Trainingspausen, über bewusstes auslassen von Oberkörperübungen – weil der Bizeps ja sonst groteske Ausmaße annimmt – bis zu radikalen Diäten mit Fressanfällen war so ziemlich alles dabei. Heute lache ich darüber, aber das gehört zum Entwicklungsprozess und letztendlich zum Erfolg auch einfach mit dazu. Nur aus Fehlern lernt man, daher bin ich der Meinung das man Fehler machen darf um deren Auswirkungen dann selbst spüren zu können.michaela-julia-kaiser-im-interview5interview-trenner

Woran denkst du während des Trainings?

Michaela: Na an was wohl- ans Training natürlich!? Aber so blöd ist die Frage gar nicht. Klar nimmt man auch mal Sorgen, Ängste und Frust mit ins Training. Das lässt sich einfach nicht verhindern. Was mir aber aufgefallen ist, dass all diese Gedanken und Gefühle nach den ersten Sätzen einfach verschwinden. Ich würde sogar behaupten, dass man diese negativen Gefühle in zusätzliche Motivation und positive Energie umwandeln kann. Das beste Beintraining hatte ich immer wenn ich vorher so richtig „abgef*ckt“ war. Fakt ist, nach dem Training fühle ich mich auf jeden fall immer besser!interview-trenner

Welche Musik hörst du beim Training?

Michaela: Das ist äußerst unterschiedlich. Ich persönlich höre so ziemlich alles – daher ist mein MP3 Player auch mit allem was die Musikwelt hergibt vollgepackt. Nur ein bisschen „pepp“ sollte der Beat schon haben 😉

Hin und wieder muss ich aber auch die Musik hören, die im Studio eben so vor sich hin „duddelt“. Da sind auch schon mal von Mariah Carry „Schnulzen“ über Boy Group Pop alles dabei.michaela-julia-kaiser-im-interview12interview-trenner

Wie planst du Training und Ernährung im Alltag?

Michaela:  Ich würde soweit gehen zu sagen, Ernährung ist Alltag. Das vorkochen und abpacken von Mahlzeiten ist ein fester Bestandteil des Tagesablaufs. Ohne Tupperschüssel und Kühltasche bin ich nicht mobil und schon gar nicht überlebensfähig.

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Wie sieht dein Trainingsplan aus?

Michaela: Ja ich habe einen festen Trainingsplan. Für mich ist das wichtig für die Organisation und Integration der Trainingseinheiten in den Alltag. Allerdings sind bei mir nur die zu trainierenden Muskelgruppen festgelegt. Von festen Trainingstagen und strikt vorgegebenen Übungen halte ich grundsätzlich gar nichts. Abwechslung und Variation der Übungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Mein Trainingsplan sieht folgendermaßen aus:

Tag 1: Brust/Arme

Tag 2: Beintraining 1 (schwer)

Tag 3: Pause

Tag 4: Rücken/Schultern

Tag 5: Beintraining 2 (Isolation)

Tag 6: Pause

Tag 7: Wiederholung Tag 1…michaela-julia-kaiser-im-interview7interview-trenner

Wie sieht deine tägliche Ernährung aus?

Michaela: Einen festen Ernährungsplan habe ich in der Offseason gar nicht. Ich versuche über den Tag verteilt regelmäßig hochwertige Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Wobei in der Offseason nicht streng nach der Uhr und der Waage gegessen wird. Mit der Zeit entwickelt man einfach ein Gefühl dafür was, wann und wieviel man Essen kann. Und sind wir mal ehrlich, Geschmack und Flexibilität sind doch auch wichtig! In der Wettkampfvorbereitung habe ich einen strengen und vor allem streng geheimen individuellen Ernährungsplan. Aber, etwas kann ich euch verraten, Hänchenbrust, Reis und Kaisergemüse spielen eine nicht unwesentliche Rolle in der Zeit 😉michaela-julia-kaiser-im-interview4interview-trenner

Worauf bist du am meisten stolz?

Michaela: Stolz bin ich am meisten darauf, dass ich den Sport so durchgezogen habe und meinen Körper so aus eigener Kraft verändern konnte. Man selbst nimmt die Entwicklung gar nicht so wahr, aber wenn man sich die Bilder von heute und damals so anschaut, ist das schon Wahnsinn.michaela-julia-kaiser-im-interview1interview-trenner

Machst du regelmäßig Cardio? Wenn ja, welche Übungen empfiehlst du?

Michaela: Ich habe eine ausgeprägte „Cardio-Allergie“ und ganz im ernst, ich finde Cardio äußerst anstrengend und vor allem total langweilig. Daher meide ich das Thema auch bestmöglich. Bei meinem ersten Wettkampf habe ich mich allerdings, aus Angst nicht schnell genug abzunehmen, viel zu oft auf dem Crosstrainer gequält. Gemäß dem Motto: nach „hart“ kommt „dünn“, habe ich so aber einfach viel zu viel Substanz verloren. Diesen Fehler habe ich in dieser Saison nicht gemacht und stattdessen meine Trainingseinheiten pro Woche erhöht. Das hat gut geklappt und ist mir auch für die Zukunft auch mehr als Recht.interview-trenner

Bist du das ganze Jahr über in guter Form oder machst du auch mal eine Massephase?

Michaela: Gute Frage, schauen wir mal- Ich esse in der „Offseason“ in der Regel schon relativ sauber. Wobei ich einfach viel zu gerne „Esse“. Ohne Wettkampftermin vor den Augen fällt es mir daher schon schwer auf meine „Leidenschaft“ und zugleich größten „Laster“ zu verzichten. Was ich damit sagen will, je nach dem wann der nächste Wettkampf ansteht, wird meine Form auch in der Übergangszeit aussehen.michaela-julia-kaiser-im-interview2interview-trenner

Welche Supplemente verwendest du?

Michaela: In der „Offsason“ reicht mir in der Regel ein gutes Mehrkomponenten Protein und BCAA´s um das Training herum völlig aus. In der Zeit vor dem Wettkampf kommen dann weitere Supps dazu. Hier nutze ich dann unter anderem Glutamin zur Regeneration, zusätzlich Whey und Casein Protein und diverse Vitamine und Mineralstoffe (Zink, Lachsöl, Vitamin C, etc.).


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Hast du einen Lieblingsbooster? Wenn ja, welcher ist es?

Michaela: Ehrlich? Ganz einfach Kaffee! Ich persönlich nutze aktuell sonst keine zusätzlichen „Booster“ mehr. Klar habe ich auch schon diverse „Booster“ ausprobiert und auch zumindest anfänglich gute Ergebnisse feststellen können. Allerdings versuche ich meinen Körper und insbesondere meinen empfindlichen Magen nicht mit zu vielen Supps zu stressen. Daher habe ich hier eingespart.michaela-julia-kaiser-im-interview6interview-trenner

Welchen Teil deines Körpers magst du am liebsten?

Michaela: Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, da muss ich kurz überlegen. In der Regel beschäftige ich mich nämlich nur mit den Zonen die mir nicht so gut gefallen. Ich glaube aber, dass ich grundsätzlich ein sehr gutes Gesamtpaket mitbringe und eine schöne ausgewogene Linie vorweisen kann. Meine Stärken sehe ich hier insbesondere bei meinen Beinen, Bauch (nur in der Wettkampfzeit *zwinker*) und meinen Schultern.michaela-julia-kaiser-im-interview3interview-trenner

Was ist deine Lieblingsübung?

Michaela: Ich mag besonders Bizepscurls mit Kurzhanteln. Bei keiner anderen Übung sieht und fühlt man den „Pump“ so intensiv wie hier. Und klar- im Spiegel schaut man bei der Übung auch immer gut aus.interview-trenner

Hast du Vorbilder? Wenn ja, wen?

Michaela: Da ich durch meinen Freund zu dem Sport gekommen bin, habe ich mich erst relativ spät mit den „Größen der Szene“ beschäftigt. Meine Motivation Wettkämpfe zu bestreiten, kam als ich das erste mal mit meinem Freund auf der FIBO war und die vielen durchtrainierten Mädels (auf der Bühne) gesehen habe. Ab dem Zeitpunkt war ich so begeistert, dass ich mir sagte: So willst du auch aussehen, das schafft du auch! Ich setzte mir das Ziel auf die Bühne zu gehen und arbeitete seit dem Zeitpunkt sehr diszipliniert und ehrgeizig an mir. Als es dann soweit war und die Wettkampfvorbereitungszeit das erste mal im Januar 2015 anfing, lernte ich meine beiden Betreuer Regiane und Matthias Botthof kennen. Ab diesem Punkt danke ich ganz besonders diesen beiden wunderbaren und inspirierenden Menschen für Ihre Unterstützung. Regiane hat so eine unglaubliche Power und Ausstrahlung auf der Bühne, da habe ich mir natürlich einiges abgeschaut.michaela-julia-kaiser-im-interview11interview-trenner

Was würdest du deinem damaligen Ich, als es gerade mit dem Training angefangen hat, heute mit auf den Weg geben?

Michaela: Für mich ist das einfach: Höre einfach mal auf deinen Freund! 😉
Ich denke, wenn ich nicht immer so ein Dickkopf gewesen wäre, dann hätte ich den ein oder anderen Fehler nicht machen müssen. Besonders die bei Frauen verbreiteten unnötigen Radikaldiäten mit anschließenden Fressattacken verhindern jeden Trainingserfolg. Wie heißt es so schön du „bist“ was du „isst“ und gerade das wichtige Thema Ernährung wird zu Anfang oft viel zu sehr vernachlässigt. Hier kann ich jedem Anfänger nur wärmstens empfehlen sich frühzeitig mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen. Und für alle Frauen die das lesen ganz wichtig: Viel Essen, heißt nicht automatisch Fett werden! Ganz im Gegenteil … die regelmäßige Aufnahme von wichtigen Nährstoffen sind der Schlüssel zum Erfolg.

 

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