Svenja Gehrke im Interview


svenja-gehrke-im-interview2 Name: Svenja Gehrke

Wohnort: Hagen, Deutschland

Alter: 23

Gewicht (Off Season/Diät): 60kg

Erfolge:

2013 Int. NRW Meisterschaft Bikiniklasse 4. Platz

2014 Int. NRW Meisterschaft Figurklasse 2. Platz

2014 int. deutsche Meisterschaft Figurklasse 4. Platz

Instagram: svenja.gehrke

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In welchem Studio trainierst du?

Svenja: Ich bin im Fitx angemeldet und trainiere meistens in Hagen, ab und zu auch mal in Iserlohn oder Dortmund.svenja-gehrke-im-interview9interview-trenner

In welchem Alter hast du mit dem Bodybuilding angefangen und was war deine Motivation damals?

Svenja: Mit 18 Jahren habe ich mich an’s Eisen gewagt. Davor habe ich jahrelang Kampfsport     (Taekwondo und Kickboxen) gemacht und bin viel laufen gegangen. Zu Beginn hatte ich so gut wie gar keine Ahnung. Ein paar Basics waren mir zwar bekannt, aber Erfahrungen und angereichertes Wissen waren noch so gut wie gar nicht vorhanden. Ich habe einfach mal gemacht, wie man so schön sagt. Von Wettkämpfen war zu der Zeit noch lange nicht die Rede. Ich habe also vieles an Trainingsmethoden ausprobiert, mit der Ernährung viel experimentiert und klitze kleine Erfolge verbuchen können. Meine Motivation waren diverse Athletinnen, die ich in Zeitschriften wie zb. die Flex, um ihre straffen und trainierten Körper bewundert habe. Eine davon hieß Jamie Eason. Im Herbst 2013 bin ich über Kontakte an meinen ersten Vorbereiter gestoßen, der mich damals auf meinen ersten Wettkampf in der Bikiniklasse vorbereitet hat. Von da an hatte ich Blut gedeckt und das Krafttraining bzw. das Bodybuilding für mich entdeckt!svenja-gehrke-im-interview13interview-trenner

Welche Fehler hast du als Anfänger gemacht?

Svenja: Ich habe so einige Fehler gemacht, um diese in einem Satz zusammen zu fassen: Ich wollte zu viel in zu kurzer Zeit. Ich rede sehr offen über das, was passiert ist. Ich habe mir nicht das beste Umfeld zu dieser Zeit ausgesucht und bin an Leute geraten, die meiner sportlichen Entwicklung nicht gut taten. Jedoch möchte ich die Schuld damit nicht auf die anderen schieben, denn es lag auch in meiner Hand. Im Frühjahr 2016 war ich in Vorbereitung auf die int. NRW Meisterschaft. Ich wäre in der Women’s Physique Klasse gestartet. Allerdings bin ich ca. 2 Wochen vorher mit einer Rhabdomyolyse ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mein Körper war am Ende und ich lag für 10 Tage im Krankenhaus. Ich konnte nicht laufen, weil ich furchtbare Krämpfe in den Beinen hatte und wollte auch nicht nur einen positiven Gedanken fassen.Alles war dahin… aber vor allem eines: meine Gesundheit, die Lage war Ernst.

Ich habe mich schließlich hingesetzt und überlegt, wie es weitergehen soll. Was mich überhaupt die letzten Monate und Jahre geritten hat, so etwas mit mir selber zu tun. Dass es so kam, wie es dieses Frühjahr gekommen ist, ist der Grund dafür, warum es mir jetzt so verdammt gut geht und ich mit mir als Mensch viel mehr im Reinen bin. Genauso freue ich mich natürlich auch über das Ergebnis meiner Diät, die ich seit dem Krankenhausaufenthalt durchgezogen habe. Ich kann vom Glück reden, dass mein Körper wieder so gut funktioniert, doch ich habe mir auch sehr viel Zeit gegeben.

Zeit, die mein Körper brauchte um wieder funktionstüchtig zu sein und Zeit, die mein Kopf gebraucht hat um wieder neuen Lebensmut, nach diesem Tiefschlag, zu fassen. Erst als die Psyche und der Körper wieder im Einklang miteinander waren, haben mein Körper bzw. mein Stoffwechsel wieder richtig funktioniert.svenja-gehrke-im-interview6interview-trenner

Woran denkst du während des Trainings?

Svenja: Während des Trainings denke ich über nichts konkretes nach und konzentriere mich sehr intensiv auf das Gefühl im Muskel. Oder wie man so schön sagt die „Musle-Mind-Connection“.

Ich trainiere inzwischen nicht mehr besonders schwer, viel mehr achte ich jetzt auf eine saubere Technik und versuche ganz bewusst das Gefühl bzw. den Schmerz zu fühlen und auch zu genießen. Das gibt mir quasi den absoluten Kick. Beim Training bin ich verbissen und vertieft und voll bei der Sache und lasse mich nur sehr ungern ansprechen, um ehrlich zu sein.svenja-gehrke-im-interview14interview-trenner

Welche Musik hörst du beim Training?

Svenja: Grundsätzlich höre ich alles, was mir gefällt und mich motiviert. Vorzugsweise höre ich gerne Trap, Techno und HipHop.svenja-gehrke-im-interview8interview-trenner

Wie planst du Training und Ernährung im Alltag?

Svenja: Vorab muss ich sagen, dass ich ein sehr organisierter und strukturierter Mensch bin.Ich koche jeden Tag vor, sodass ich am nächsten Morgen so entspannt wie möglich zur Schule fahren kann und nicht Sorge haben muss zu verhungern.svenja-gehrke-im-interview7interview-trenner

Wie sieht dein Trainingsplan aus?

Svenja: Um ehrlich zu sein, trainiere ich inzwischen überwiegend stark nach Gefühl. Trotzdem besteht mein Training aus einem 5er Split.

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Wie sieht deine tägliche Ernährung aus?

Svenja: Derzeit mache ich eine „Reverse Diet“. Ich habe nun 17kg abgenommen, bin mit meiner jetzigen Form recht zufrieden und möchte diese ganz gerne auch so halten. Da meine Kalorien derzeit noch ziemlich niedrig sind, habe ich professionelle Hilfe zum „Ausdiäten“ hinzugezogen, um meine Kalorien ganz individuell, auf mich abgestimmt Schritt für Schritt zu erhöhen. Diese Reverse Diet werde ich 6 Wochen lang machen, und am Ende bei ca. 3000kcal landen um mein Gewicht zu halten.svenja-gehrke-im-interview1interview-trenner

Worauf bist du am meisten stolz?

Svenja: Am meisten bin ich darauf stolz, dass ich nach dem Tiefschlag im Frühjahr nicht aufgegeben habe. Ich wusste es wird ein langer Weg vor mir liegen, bis ich wieder mit mir im reinen bin und auch wieder gern in den Spiegel schauen kann. Aber der Wille war und ist sehr stark. Mir persönlich tat es sehr gut auch mal auf mich allein gestellt zu sein. Auf meine jetzige Form bin ich natürlich auch ein klein wenig stolz, darauf wieder vollständig gesund zu sein und frei von irgendwelchen Substanzen.svenja-gehrke-im-interview5interview-trenner

Machst du regelmäßig Cardio? Wenn ja, welche Übungen empfiehlst du?

Svenja: Zuhause mache ich 6 mal die Woche Cardio auf meinem Crosstrainer, für 30 Minuten. Nach dem Krafttraining mache ich derzeit 4 mal die Woche für 15 Minuten im Fitnessstudio Cardio, auch auf dem Crosstrainer.svenja-gehrke-im-interview3interview-trenner

Bist du das ganze Jahr über in guter Form oder machst du auch mal eine Massephase?

Svenja: Da ich erst einmal keine Wettkämpfe geplant habe, gibt es für mich keine Massephasen mehr. Den Begriff habe ich zu meinen Wettkampfzeiten äußerst ernst genommen und so waren auch schon Schwankungen von + / – 20kg dabei, was auch nicht wirklich gesund ist.svenja-gehrke-im-interview10interview-trenner

Welche Supplemente verwendest du?

Svenja: Ich baue lediglich Whey Isolat in meinen Ernährungsplan mit ein.

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Was ist dein Lieblingsbooster?

Svenja: Welcher mir wirklich gut gefällt ist der Napalm.svenja-gehrke-im-interview4interview-trenner

Hast du Vorbilder? Wenn ja, wen?

Svenja: Um ehrlich zu sein hatte ich noch nie ein konkretes Vorbild. Ich bin ein Fan davon, sich  das zu holen, was man will/ sich in den Kopf gesetzt hat. Ich lasse mich jedoch sehr gerne von vielen Leuten inspirieren und schaue dann, was ich persönlich davon für mich abgewinnen kann. Ich bin ein Freigeist und versuche soweit es geht immer mein eigenes Ding zu machen / kreieren.svenja-gehrke-im-interview12interview-trenner

Was ist deine Lieblingsübung?

Svenja: Eine meiner Lieblingsübungen ist definitiv Schulterdrücken und Frontheben.svenja-gehrke-im-interview11interview-trenner

Was würdest du deinem damaligen Ich, als es gerade mit dem Training angefangen hat, heute mit auf den Weg geben?

Svenja: So einiges:

→ lasse dir Zeit für deine Ziele

→ arbeite so lange an deinem Ziel, bis du es erreicht hast

→ setze dir realistische Ziele

→ vergleiche dich nicht mit anderen

→ belohne dich

→ setze deine Prioritäten entsprechend deinen Lebensumständen

Und am wichtigsten: lasse dir niemals von jemandem sagen, dass du etwas nicht kannst!

#livingthemoment #positivevibes #positivemind #goodnight🌙

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