Warum man vor dem Steroidkonsum einige Jahre natural trainiert haben sollte


Von Zeit zu Zeit wird jeder ambitionierte Trainierende schon einmal im Fitness Studio die Frage gestellt bekommen haben, was man denn vom Vorhaben des Gegenübers halte, eine oder maximal zwei Steroidkuren zu starten. Danach sei natürlich Schluss mit den illegalen Substanzen, man wolle schließlich nur testen, wie effektiv sie denn sind. Grundsätzlich sollte man darauf eigentlich immer antworten, dass Medikamente niemals eine gute Idee sind, vor allem nicht im Bereich des Hobbysports. Maximal denkbar wäre eine Testosteronersatztherapie, falls tatsächlich etwas mit dem Hormonhaushalt nicht stimmt und man die Werte nur in den vorgesehenen Referenzbereich drücken möchte!

Beim regelmäßigen Steroidkonsumenten lassen sich sicherlich sehr viele Dinge beobachten, interessant und besonders häufig sind allerdings zwei Punkte. Nur zum Verständnis: Wir sprechen hier nicht von Bodybuildern oder anderen Kraftsportlern, die den Sport auf Wettkampfebene betreiben, sondern vom Otto Normal Studiogänger, der einfach ein wenig massiver aussehen möchte als zuvor!

Kommen wir nun zu den zwei angesprochenen Beobachtungen, die man logischerweise nicht pauschalisieren sollte!

1 – Steroide fördern und belohnen Unwissen, insbesondere bei jungen Menschen

In anderen Worten gesagt: Alles geht um einiges leichter. Sowohl Training als auch Ernährung bedarf keiner haargenauen Planung, denn irgendwie funktioniert es schon. Die Zuwächse kommen so schnell und einfach, dass der junge Steroidkonsument sich kein Wissen mehr aneignen muss. Solange man die leistungssteigernden Mittel einnimmt, läuft alles rund, was zu einer gewissen „Verblödung“ führt. Natürlich gibt es wie immer Ausnahmen, doch leider nicht allzu viele.

Viele werden anmerken, dass auch ein „Stoffer“ hart arbeiten muss, aber machen wir uns nichts vor, jeder muss doch für seine Erfolge mehr oder weniger hart arbeiten. Steroide und ähnliche Medikamente beschleunigen den Fortschritt jedoch maßgeblich, machen die Motivation quasi als Nebenwirkung leicht und bringen den Konsumenten auf ein Niveau, das ohne sie niemals möglich gewesen wäre. Wenn leistungssteigernde Substanzen „nur zehn Prozent“ ausmachen würden, wie man es oft hört, dann würde nahezu niemand deren Verwendung in Erwägung ziehen.

2 – Wer früh mit Steroiden anfängt, wird in den meisten Fällen nicht sehr lange trainieren

Steroide führen oftmals dazu, dass die Konsumenten nicht mehr wissen, wie sie ohne chemische Hilfe regelmäßige Fortschritte erzielen können.

Nein, es geht nicht um Verletzungen oder gar den Tod, eher um das Aufgeben, woraufhin zahlreiche Personen plötzlich nie mehr im Gym zu sehen sind. Die Gründe können unterschiedlich und zum Beispiel rechtlicher, finanzieller, beruflicher, gesundheitlicher oder beziehungsbezogener Art sein. Fakt ist aber, Steroide werden in diesem Fall nicht dauerhaft konsumiert. Dadurch verflüchtigen sich die Zuwächse zunehmend und „Training funktioniert nicht mehr“ oder zumindest hat es für jene Menschen im direkten Vergleich zur Zeit mit diversen Hilfsmitteln den Anschein.

Man sollte darüber definitiv nachdenken, denn von der aufgebauten Muskulatur, die durch den Steroidkonsum hinzukam, kann man auf lange Sicht nichts halten. Nicht umsonst spricht man oftmals von einem lediglich „geliehenen Körper“. Nach der Kur trainiert man sich also fast schon kaputt und verliert trotzdem alle Zuwächse. Das ist psychologisch gesehen nicht gerade toll. Wieso macht man das Ganze überhaupt, fragen sich daraufhin viele. Das Aufgeben ist quasi vorprogrammiert.

Das Muster sieht ungefähr wie folgt aus:

  1. Typ X liebt es zu trainieren.
  2. Typ X nimmt Steroide.
  3. Typ X liebt es nur noch mit Steroiden zu trainieren.
  4. Steroide dauerhaft zu verwenden ist für Typ X aus diversen Gründen keine Option, weshalb er ohne sie nicht mehr trainiert.
  5. Die Frage nach dem Sinn dahinter kommt auf.
  6. Typ X wird in den meisten Fällen nicht mehr im Gym gesehen.

Solche Personen könnten selbstverständlich weiterhin einen guten Körper haben und jegliche Vorteile des Eisensports genießen, aber man muss sich vor Augen führen, dass sie nun durch die Steroide „verdummt“ sind. Sie haben nie wirklich gelernt, wie man als naturaler Athlet stetig Fortschritte machen kann. Ihr Arsenal an Methoden ist sehr beschränkt und konzentriert sich auf Vorgehensweisen, die nur mit Steroiden umsetzbar sind.


Wer bist du?

Der typische, ehemalige Steroidkonsument kommt nie mehr dorthin, wo er mit chemischer Hilfe einmal war, auch wenn er viel zu früh angefangen hat und noch einiges an Potenzial hätte. Damit muss man klar kommen und sobald man für viele „der breite Typ im Gym“ war, kann man sich mit einem durchschnittlichen Körper nur schwer anfreunden. Dies sind die psychologischen Probleme, über die nur selten gesprochen wird.

Mit Steroiden erfolgreich sind zumeist ältere und intelligentere Menschen mit Familie, guten Jobs, richtiger Verantwortung und langjähriger Trainingserfahrung auf naturaler Ebene. Sie haben gelernt, wie man Training und Ernährung auch ohne nachzuhelfen ausrichtet, um stetig Erfolge zu verzeichnen. Sie werden mit Steroiden nicht überheblich und ohne auch nicht verrückt, denn sie haben oftmals wichtigere Dinge im Leben.

Wir möchten mit diesem Beitrag keinesfalls zum Konsum von Steroiden aufrufen, denn vor allem im Bereich des Hobbysports ist es sicherlich aus gesundheitlicher Sicht die beste Alternative, auf leistungssteigernde Mittel zu verzichten. Wer jedoch wie viele mit dem Gedanken spielt, irgendwann einmal Steroide zu konsumieren, der sollte definitiv einige Jahre natural trainiert haben, um überhaupt einschätzen zu können, welche großen Erfolge man auch ohne chemische Hilfe erreichen kann und speziell wie man dabei vorgeht!

Anabole Steroide, Wachstumshormone und ähnliche Stoffe sind entweder verschreibungspflichtig oder überhaupt nicht mehr aus einer Apotheke zu beziehen. Derartige Substanzen ohne Rezept zu erwerben oder zu besitzen ist strafbar. Zudem kann die Verwendung sowohl kurzfristige als auch dauerhafte körperliche Schäden mit sich bringen!


Quelle: t-nation.com/pharma/tip-do-steroids-make-you-ignorant

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