Wie Alkohol sich auf unsere sportlichen Erfolge auswirken kann


Alkohol und sportliche Leistungsfähigkeit sind zwei Worte, die relativ selten in einem positiven Kontext gemeinsam auftauchen. Für die meisten Menschen im erwachsenen Alter ist der moderate Konsum sicherlich in Ordnung und fit sein bedeutet nicht, dass man nicht auch einmal sein Leben genießen kann, ohne dabei direkt den ganzen Fortschritt zunichte zu machen. Wenn man aber Kraft und Ausdauer aufrechterhalten möchte, dann sollte man das Trinken von Alkohol definitiv einschränken, denn die exzessive Zufuhr kann einen ernsthaft negativen Einfluss auf die Fitness haben!

Gewichtszunahme

Alle Arten von Lebensmittel können üblicherweise in die drei hauptsächlichen Makronährstoffe Protein, Kohlenhydrate und Fett herunter gebrochen werden. Ein Gramm Protein oder Kohlenhydrate liefert vier Kalorien, während ein Gramm Fett ungefähr neun Kalorien zur Verfügung stellt. Alkohol ist diesbezüglich eine eigene Substanz und hat schätzungsweise sieben Kalorien pro Gramm. Das bedeutet, dass 2cl beziehungsweise ein Schnapsglas Wodka (38 %) circa 43 Kalorien enthält, Mischgetränke mit Zucker einmal außen vor gelassen. Kurz gesagt: Alkohol ist ziemlich schwerwiegend, was die Energiebilanz angeht.

Wenn du in einer Nacht drei oder vier Bier trinkst, kannst du damit je nach Größe des Getränks also schon 450 bis 1000 Kalorien zusätzlich zu dir nehmen. Auf den Kontrollverlust, in dessen Folge man sich gerne auch den einen oder anderen ungesunden Snack genehmigt, wollen wir gar nicht erst eingehen.

Ein Gramm Alkohol liefert sieben Kalorien.

Es sind aber nicht nur die Kalorien im Alkohol, die eine Gewichtszunahme begünstigen können. Alkohol kann, anders als die anderen Makronährstoffe, nicht als Körperfett eingelagert werden. Er muss direkt verwendet werden, was dazu führt, dass der Körper alle anderen Kalorien im System, egal ob davor oder danach zugeführt, priorisiert als Fett speichert, während er die Kalorien aus dem Alkohol verbrennt und aus dem Organismus schafft.

Alkohol hat zudem die blöde Angewohnheit, den Körper mehr Insulin produzieren zu lassen, was sowohl die Fettspeicherung begünstigt als auch den Hunger steigert. Dein Körper speichert also nicht nur bereitwilliger Fett, auch das Verlangen nach Pizza, Chips und Schokolade wird größer!

Physiologische Effekte

Da dein Körper bevorzugt Alkohol statt anderen Zuckern verbrennt, ist er nicht in der Lage, andere Nährstoffe ordnungsgemäß zu absorbieren. Protein beispielsweise wird nicht in gewohntem Ausmaß zum Muskelaufbau und zur Muskelreparatur herangezogen. Die ganze Arbeit im Gym ist also mehr oder weniger nichts wert, wenn der Körper die Schäden in der Muskulatur nicht reparieren und kein neues Muskelgewebe aufbauen kann. Man spürt die Effekte nicht nur durch weniger Kraft im Training, sondern auch in Form der eingeschränkten Regenerationsfähigkeit.

Außerdem wirkt Alkohol diuretisch, sprich entwässernd. Dehydratation verringert die Fähigkeit des Körpers, sich anderen wichtigen Aktivitäten zu widmen, wozu mitunter die Muskelreparatur und das Wiederauffüllen der Glykogenspeicher zählen. Ein entwässerter Zustand ist nebenbei bemerkt der hauptsächliche Grund für die sogenannten „Hangover“. Nach einer durchzechten Nacht ist es deshalb nur selten möglich ins Gym zu gehen, was den ganzen Trainingsplan durcheinander wirft. Durch Dehydratation entstehen zum Beispiel Krämpfe, durch die Verletzungen wahrscheinlicher werden und das Training im Allgemeinen beeinträchtigt wird.

Auch Testosteron, das für den Muskel- und Kraftaufbau essentielle Hormon, sinkt nach exzessivem Alkoholkonsum ab. Während die Leber den Alkohol verarbeitet, schüttet sie ein Toxin aus, dass Testosteron zerstören kann, was den Muskelaufbau negativ beeinflusst. Von den anderen Negativeffekten wie Depressionen, verringerter Libido und Energiemangel, die mit niedrigen Testosteronwerten einhergehen, ganz zu schweigen. Gleichzeitig erhöht Alkohol die Produktion von Cortisol. Die oftmals als Stresshormon bezeichnete Substanz kann die Spiegel des natürlich im Körper auftretenden Wachstumshormons signifikant reduzieren und sowohl die Fettspeicherung als auch den Muskelverlust fördern.

Um körperlich fit zu sein, muss man den Alkoholkonsum natürlich nicht komplett aufgeben. Ab und an mit seinen Freunden gemeinsam ein Bier trinken zu gehen ist völlig normal und gehört für viele zum Luxus des Lebens dazu. Bevor man sich allerdings regelmäßig komplett ins Aus schießt, sollte man die schädigenden Effekte von exzessiver Alkoholzufuhr im Hinterkopf behalten, denn der Fortschritt lässt sich damit wesentlich negativ beeinflussen. Frage dich also selbst, ob es dir das wert ist, all die harte Arbeit für einen verrückten Abend, nach dem es dir oftmals nicht einmal gut geht, zunichte zu machen!


Quelle: stack.com/a/how-alcohol-affects-athletic-performance

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Kommentare

Kommentare

1 comment

  1. Flo

    Eigentlich alles selbstverständlich.

    Wer nur hin und wieder (Feier) mal über die Stränge schlägt, kann tatsächlich den Kater einschränken durch viel Wasser zu/zwischen den Saufgängen.
    Die entwässernde Wirkung ist übrigens auch ganz schön gefährlich, dass Risiko für Hirnschäden durch verstopfte Adern steigt. Das kommt zu dem Gift Alkohol noch dazu. Also immer ausgleichen.

    Ansonsten gilt es, gerade wenn man auch noch erbrechen musste, die Nährwerte/Mineralien/etc. wieder aufzufüllen. Deftiges Frühstück ist da wohl der bekannteste Helfer.

    Gesendet am 23. Juli 2017

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