Lykon myFitness im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland Deutschland
Durchschnittspreis 199 €

Erfahrungsbericht zum Bluttest myFitness von Lykon

You can only manage what you measure – Du kannst nur das managen was du messen kannst. Dieses Zitat stammt aus der Feder von Peter Drucker, einem US-amerikanischer Ökonom österreichischer Herkunft. Lässt man sich diesen Spruch mal auf der Zunge zergehen fällt auf, dass er sich in vielen Bereichen des Lebens bewahrheitet. Die Meisten von uns zählen Kalorien und tracken ihre Trainingsleistung um entsprechend den eigenen Zielen Anpassungen vorzunehmen. Und die meisten von uns nehmen auch täglich eine ganze Reihe von Nahrungsergänzungen zu sich, viele davon ohne zu wissen ob sie wirklich einen Unterschied machen weil es schlichtweg für den Einzelnen kaum messbar ist. Hände hoch, wer nimmt alles ein Multivitamin-Präparat oder Fischöl, ohne aber zu wissen, wo er bereits gut versorgt ist und wo ein Supplement sinnvoll sein kann? Nun, um ein wenig mehr Lichts ins dukle zu bringen bieten einige Unternehmen Blutanalysen an, die den Gang zum Allgemeinmediziner ersparen sollen. Eine davon ist Lykon, vormals bekannt unter dem Namen Vimeda. Wie der Test des Berliner Unternehmens funktioniert und was man davon erwarten kann, erfahrt ihr wie immer bei uns im Test.


Verpackung

Der myFitness Bluttest von Lykon kommt in einer grauen Verpackung, ca. so groß wie ein dickes Buch. Das Design an sich wirkt stilvoll und schlicht, die Blume auf Vorderseite (falls es eine Blume darstellen soll) ist jedoch Geschmacksache. Im Prinzip ist das grundsätzliche Design hier aber weniger wichtig, da man das Produkt ohnehin nur einmal verwendet und die Verpackung danach entsorgen kann.

Auf der Rückseite des Test-Kits lesen wir den Satz:

“Um das Beste aus dir rauszuholen, musst du erstmal wissen was drin ist”

Dieser Satz erinnert an das Zitat von Peter Drucker aus der Einleitung und scheint das Motto der berliner Firma zu sein. Weiterhin finden wir dort die Anschrift des Unternehmens, sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum des Tests.

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Entfernt man die graue Hülle aus Karton, kann man die beiden Hälften der Verpackung wie ein Buch aufklappen. Dort findet man dann auch gleich mehrfach genaue Schritt-für-Schritt Hinweise, was nun zu tun ist und wie man sich auf der Homepage von Lykon anmeldet. Schließlich muss auch sichergestellt werden, dass man auf eine sichere und anonyme Art und Weise seine Ergebnisse einsehen und auswerten kann.

Des Weiteren enthält die Schachtel dann auch alle weiteren Materialien, die man für die Blutabnahme und den Versand benötigt.

Insgesamt wirkt die Verpackung sehr schlicht und elegant, bietet dabei aber sehr gut und verständlich erklärte, sowie bildlich illustrierte Anwendungshinweise und enthält alles was man für die Blutabnahme braucht.

Lykon myFitness Test

myFitness von Lykon ist ein Bluttest mit eigenständiger Probennahme zu Hause.

Lykon Bluttests sind in verschiedenen Varianten erhältlich. Darunter ein Komplettpaket, myFitness, myOmegas, myNutrition 100 (Lebensmittelunverträglichkeiten), sowie myStarter (Basispaket).


Das Prinzip

Die Idee hinter Bluttests wie myFitness von Lykon ist, dass man für eine Analyse verschiedener Nährstoffe nicht mehr den nervigen Weg zum Arzt gehen muss, sondern sich selbst zu Hause relativ einfach sein Blut abnehmen kann und es per Post einsendet. Dabei ist keine Punktion der Vene nötig, man muss sich also nicht selbst mit einer langen Nadel in die Adern stechen. Die Ergebnisse bekommt man nach der Analyse dann in seinem Kundenkonto zur Verfügung gestellt.

Jeder der schon einmal ein Blutbild beim Arzt gemacht hat weiß, dass es je nach Praxis und Andrang mitunter mehrere Stunden dauern kann, ehe man dann für eine 5-minütige Blutabnahme aufgerufen wird. Für die Auswertung des Tests muss man dann erneut in die Praxis kommen und wieder Wartezeiten in Kauf nehmen. Klar, für Schüler, Studenten, Rentner und Arbeitslose ist das kein großes Problem, für viele berufstätige Menschen allerdings schon. Besonders selbständige Personen, die in derselben Zeit auch Geld verdienen könnten ist das manchmal schon eine erhebliche Belastung. In der Wirtschaft nennt man das “Opportunitätskosten”, also der Nutzen der einem entgeht, wenn man in der Zeit etwas anderes macht. Wer jedoch dennoch an seinen Blutwerten interessiert ist, für den sind solche Tests sicherlich eine große Abhilfe.

Die Tests der berliner Firma Lykon, früher Vimeda, basieren auf kapillarem Blut, welches man sich aus der Fingerspitze entnimmt. Man kann sich das in etwa so vorstellen wie bei einem Diabetiker, der seinen Blutzucker messen möchte und dafür mit einer Lanzette einen kleinen Stich in den Finger macht, damit er einen Blutstropfen entnehmen kann. Doch statt das Blut auf einen Teststreifen zu geben, saugt man es mit speziellen Stäbchen auf. Diese Stäbchen tragen an der Spitze eine Kappe, die sich wie ein Schwamm mit dem Blut aufsaugen soll. In diesem schwammartigen Köpfchen trocknet dann das Blut ein und kann dann im Labor wieder gelöst werden. Dieses Verfahren nennt sich Trockenblut-Messung und wird so ähnlich auch beim Neugeborenenscreening eingesetzt um die Säuglinge auf angeborene Stoffwechselerkrankungen zu untersuchen. Schließlich kann man bei Neugeborenen sehr schlecht die zarten Venen punktieren und auch das ist nur im Ausnahmefall erlaubt. Die Abnahme und Auswertung von Trockenblut ist also nichts Neues was Lykon einzigartig machen würde.

Der Lykon myFitness beschränkt sich auf Werte, die für die körperliche Leistungsfähigkeit relevant sind. Auf der Website teilt man diese in verschiedene Kategorien ein wobei wir nicht ganz nachvollziehen können, was mit “erweitertem Stoffwechsel” gemeint ist oder weshalb Linolsäure als “essentiell” bezeichnet wird, obwohl sie es nicht ist, ganz im Gegenteil zu Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).

Die gemessenen Werte des Lykon myFitness Bluttests.

Die Idee hinter Tests wie denen von Lykon ist es, dem Anwender den Gang zum Arzt zu ersparen. Neben diagnostischen Routinemarkern, wie t-Cholesterin (Gesamtcholesterin), hs-CRP (Entzündungswert), Vitamin D und Testosteron beinhaltet der myFitness Test auch einige Omega 3 und 6 Fettsäuren, Zink, Magnesium, Selen, sowie sTfR als Marker für den Eisenstatus.

Lykon myFitness Erfahrung

Die Bluttests von Lykon basieren auf Trockenblut-Stäbchen.


Handhabung

Um den Test zu Hause durchführen zu können, steht ein Handbuch in Form eines entfaltbaren Posters zur Verfügung. Klappt man dieses auf, sieht man erstmal ein paar Hinweise. Wichtig ist demnach, dass man für den Test einen nüchternen Magen hat, die Probe noch am selben Tag versendet und genügend Zeit einplant. Gut, nüchterner Magen ist Auslegungssache. Einen Booster sollte man auch auf nüchternen Magen nehmen und viele denken, dass das schon 2 Stunden nach einer Mahlzeit der Fall ist. Nun, bei einem Booster ist es nicht so wild, aber Bluttests werden in der Regel morgens durchgeführt, wenn man über die ganze Nacht keine Nahrung zugeführt hat. Hintergrund ist, dass die Nährstoffe der letzten Mahlzeit gerade erst aus dem Dünndarm ins Blut aufgenommen werden und darin herumschwimmen. Das repräsentiert jedoch nicht den allgemeinen Nährstoffstatus des Körpers. Also, macht den Test morgens, bevor ihr eure Haferflocken esst und euer Whey trinkt. Wasser ist okay, mehr aber nicht. Lykon hätte das ruhig besser hervorheben können.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass der Test nicht für Personen unter 18 Jahren geeignet ist, man den Test in einer sauberen Umgebung durchführen soll und die Lanzetten auch nur einmal verwenden soll. Nehmt euch die Zeit und lest hier alles in Ruhe durch damit nichts schief geht!

Für die Blutabnahme stehen einem dann folgende Materialien zur Verfügung:

  • Codekarte mit 4 Identifikationscode-Stickern
  • 2 Packungen Blutabnahmestäbchen mit insgesamt 6 Stück
  • 4 Lanzetten
  • 4 Alkoholtupfer
  • Je 4 Tupfer und Pflaster
  • 2 Aluminiumbeutel
  • 1 Versandtasche

Nachdem man diese Utensilien ausgepackt und zurecht gelegt hat, kann man mit der Blutentnahme starten. Das mitgelieferte Handbuch des Lykon myFitness Tests in Form eines Posters gibt eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die Probennahme. Diese Anleitung ist mit Nummern versehen, sodass man im Prinzip nur bis 10 zählen können muss und die Schritte nacheinander abarbeiten kann. Demnach soll man zunächst die Packungen mit den Stäbchen aufstellen. In Schritt drei folgt im Handbuch ein Teil bei dem man seine Hand auf den vorgezeichneten Bereich des Posters legen soll. Dabei soll ein großer Blutstropfen an der Fingerspitze zu sehen sein und man soll das Blut mit den Stäbchen aufsaugen. Allerdings folgt erst fünf Schritte später der eigentliche Stich mit der Lanzette in den Finger. Vielleicht geht Lykon davon aus, dass ihre Kunden unter spontanen Blutungen in den Fingern leiden. Oder man hat mehr Mühe in das Design der Anleitung gesteckt als darin die Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Damit die Anleitung also funktioniert, muss man theoretisch den Schritt 3 überspringen.

Weiter also mit Schritt 4, dem Wärmen und Waschen der Hand, bzw. Finger. Um einen ausreichenden Blutfluss sicher zu stellen soll man die Hände unter heißes Wasser halten. Das könnte Sinn machen… Danach wird der Finger der Wahl mit einem Alkoholtupfer desinfiziert, wobei man den Mittel oder Ringfinger wählen soll und diesen möglichst bewegen soll um den Finger warm zu halten. Wir als Kraftsportler wissen allerdings dass sich in den Fingern überhaupt keine Muskeln befinden, die bei Bewegung Wärme produzieren, sondern die Unterarme über Sehnen für die Bewegung der Finger sorgen. Wärme kann hier also höchstens durch Reibung in den Gelenken entstehen.

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Wie dem auch sei, in Schritt 6, 7 und 8 erfolgt dann der schmerzhafte Teil, das “scharf machen”, bzw. öffnen der Lanzette und pieksen der Fingerkuppe. Dazu soll möglichst die Innenseite der Fingerspitze verwendet werden und das hat zwei mögliche Gründe. Zum einen ist hier die Hornhaut nicht so dick wodurch das Blut besser austreten kann, zum anderen merkt man dann nicht den ganzen Tag über die Einstichstelle, sobald man etwas greift, wie beispielsweise Hanteln, Shaker oder Kaffeetassen. Und dann kommt der Stich… Zugegeben, auch für uns war es eine kleine Überwindung die Lanzette auszulösen und sich selbst in den Finger zu stehen. Als Nicht-Diabetiker weiß man schließlich nicht was auf einen zukommt und an sein eigenes Neugeborenenscreening können sich wahrscheinlich auch die wenigsten zurückerinnern. Der Stich an sich  ist dann jedoch halb so wild. Klar ist er unangenehm, so wie die Blutabnahme beim Arzt auch, aber nicht extrem schmerzhaft. Man muss also keine Angst davor haben. Millionen von Menschen machen das jeden Tag, dann können wir das wenigstens einmal machen.

Folgt man der Videoanleitung auf der Website von Lykon, welches wir natürlich im Zuge unserer Recherchen angesehen haben, so sollte man den ersten gebildeten Blutstropfen mit Hilfe eines Tupfers abwischen und erst die nachfolgenden Blutstropfen verwenden. Im mitgelieferten Handbuch steht davon allerdings nichts. Vorsichtshalber haben wir diesen Schritt dennoch durchgeführt. Als Unternehmen sollte man aber nicht erwarten, dass Jeder vorher auf die Website schaut, besonders dann nicht, wenn man den Test nicht selber bestellt sondern vielleicht geschenkt oder vom Personal Trainer zur Verfügung bekommt.

Das Aufsaugen des Blutes mit den Stäbchen ist dann jedoch wieder recht unkompliziert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kappen vollständig vollgesogen sind und keine weißen Flächen mehr zu sehen sind. Sollte der Blutstrom versiegen, so empfiehlt Lykon die Hand nach unten hängen zu lassen und zu massieren. Pech hat man nur wenn auch das keinen Erfolg bringt und man vielleicht auf die zweite, dritte und sogar vierte Lanzette zurückgreifen muss um auch wirklich alle 6 Köpfe der Stäbchen voll zu machen. Zwar ist der Stich nicht besonders schmerzhaft, aber einmal hat uns schon gereicht.

Hat man nun alle 6 Stäbchen fertig befüllt, kann man die Packung zuklappen und seine kleine(n) Stichwunde(n) mit Tupfer und Pflaster verarzten.

An dieser Stelle endet das Handbuch, doch es liegt ein weiterer Zettel mit Hinweisen zum Versand bei. Wichtig ist dabei, dass man sich online mit dem Code auf der mitgelieferten Karte anmeldet und die Sticker mit den QR-Codes auf die beiden Packungen mit den Blutabnahmestäbchen und den Aluminiumbeuteln klebt. Nur so kann später die Probe auch zugeordnet werden. Die restlichen Schritte sind eigentlich selbsterklärend. Stäbchen in die Alubeutel geben, versiegeln, die Alubeutel in die  Versandtasche geben und absenden. Wichtig ist dabei nur, dass man das Päckchen nicht einfach in den nächsten Briefkasten wirft, sondern in eine Postfiliale bringt. Hintergrund ist, dass die Temperaturen in solch einem Briefkasten, beispielsweise im Sommer, die Stabilität der Stoffe im Blut beeinträchtigen könnte.

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Für die Blutabnahme des Lykon myFitness Test sollte man ca. 30 Minuten einplanen.

Insgesamt geht die Blutabnahme recht schnell und unkompliziert. Man sollte dafür insgesamt etwa 30 Minuten einplanen um den Test mit Sorgfalt durchführen zu können. Wichtig ist dabei, dass man einen nüchternen Magen hat und die Proben noch am selben Tag in eine Postfiliale bringt. Zur Sicherheit würden wir empfehlen, das entsprechende Video auf der Website von Lykon anzusehen.

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Auswertung

Für unser Review standen uns zwei Lykon myFitness Tests zur Verfügung, die beiden am selben Tag jedoch von zwei verschiedenen Personen unabhängig voneinander durchgeführt wurden. Von der Blutabnahme bis zum Erhalt der Ergebnisse dauerte es in unserem Versuch mindestens 9 Tage, bei der zweiten Person sogar 15 Tage. Zum Vergleich, lässt man sich beim Arzt Blut abnehmen, werden die Proben in der Regel wenige Stunden später per Express an das Labor gesendet und kommen noch am selben Tag dort an. Die Ergebnisse stehen dann meistens am übernächsten Tag zur Verfügung.

Der Weg den die Proben bei Lykon gehen scheint allerdings ein anderer zu sein. Die Adresse auf der Versandtasche ist dieselbe die wir auch im Impressum des Unternehmens finden. Und wer sich ein wenig in Berlin auskennt, der weiß, dass in der Friedrichstraße sicher kein großes Analyselabor ansässig ist. Lykon scheint die Proben also zunächst in der Firmenzentrale zu sammeln und dann chargenweise in das kooperierende Labor zu senden. Sicherlich sind Trockenblutproben relativ stabil, aber auch hier können Fettsäuren oxidieren und Vitamine kaputt gehen, besonders wenn die Proben längere Zeit ungekühlt sind. Zwar werden die Stäbchen sicherlich genau wie Blutröhrchen beim Arzt mit Stabilisatoren behandelt, aber es wäre sicherlich interessant zu erfahren welchen Weg die Proben bei Lykon genau gehen.

Nach den angesprochenen 9, bzw. 15 Tagen bekamen wir dann eine Email, dass unsere Ergebnisse da sind und wir sie in unserem Kundenkonto einsehen können.

Bevor wir zu den tatsächlichen Ergebnissen kommen ein wenig Kontext. Die Person dessen Werte im Folgenden auszugsweise gezeigt werden hat selbst Ernährungswissenschaften studiert und befasst sich dementsprechend intensiv mit seiner eigenen Ernährung. Außerdem weiß er relativ gut, was diese Werte bedeuten und wie diese einzuschätzen sind.

PS: Marcel (Galenikus) hat keine Ernährungswissenschaften studiert.

Also, nach dem einloggen in das Kundenkonto können wir erstmal sehen, wie viele und zum Teil welche Marker von Lykon als kritisch, grenzwertig und optimal eingestuft werden.

Einschätzung der Blutwerte durch den Lykon myFitness Test.

Unterhalb dessen gibt das berliner Unternehmen bereits die Top 5 Lebensmittel an, die man zu sich nehmen sollte um seine Werte zu verbessern. Dazu muss man sagen, dass man bereits bei der Anmeldung vor der Blutabnahme dazu aufgefordert wird, in seinem Profil entsprechende Ernährungsvorlieben und eventuelle Vermeidungen (z.B. Gluten, Laktose, Soja, etc.) anzugeben, die bei diesen Empfehlungen berücksichtigt werden.

Die Top 5 Lebensmittel um die Blutwerte zu verbessern.

Nun kann man im auf die einzelnen Kategorien  klicken und sich die Werte im Detail ansehen. In unserem Fall wurden die Werte der Docosahexaensäure (DHA), Eicosapentaensäure (EPA), Alpha-Linolensäure (ALA), sowie Linolsäure (LA) als “kritisch” eingestuft. Dabei sind die Fettsäuren DHA und EPA als “zu hoch” angegeben, ALA und LA hingegen als “zu niedrig”. Wichtig dabei ist zu berücksichtigen, dass die Fettsäuren nicht etwa in mg/L angegeben werden, sondern in Prozent von den Gesamtfettsäuren im Blut. Der Wert ist also relativ zu allen anderen Fettsäuren und nicht absolut, also beispielsweise in mg/L vom gesamten Blut. Wenn man also wenig Fettsäuren im Blut hat, sind auch die absoluten Werte gering, trotz eventuell hoher Prozentsätze. Je mehr man also von einer bestimmten Fettsäure aufnimmt, desto geringer werden die Gehalte anderer Fettsäuren im Blut sein. Unser Versuchskaninchen ist wie die meisten von uns ein Verfechter von Omega-3, bzw. Fischöl Supplementen und nimmt darüber ca. 2 bis 3 g reines EPA und DHA pro Tag auf. Im Vergleich zum Otto Normal Bürger aus unseren Breiten ist das schon sehr viel, aber für einen supplementierenden Sportler eher im mittleren Bereich. Umgerechnet entspricht das in etwa 100 bis 200 g fettem Seefisch, wie zum Beispiel Lachs oder Hering am Tag, eine Menge die in anderen Ländern ganz normal ist. Weiterhin nimmt er wenige Fette über Omega 3 und 6 reiche Pflanzenöle auf, wodurch er auch nur sehr geringe Mengen LA und ALA zu sich nimmt. Das erklärt zumindest die hohen Werte für EPA und DHA und die niedrigen Werte der anderen beiden Fettsäuren. Bei vielen von euch wird das ähnlich aussehen.

Die Auswertung der Docosahexaensäure (DHA)

Nun werden einige von euch sagen, dass der Ernährungswissenschaftler bestimmt keine Ahnung hat, sonst würde er nicht so schlechte Werte haben. Aber natürlich haben auch wir unsere Hausaufgaben gemacht und ein wenig recherchiert. Für die Fettsäuren im Blut gibt es keine klinischen Referenzbereiche, sondern lediglich Studien, die “normale”  Werte bei gesunden Personen erfassen. Diese Studien beschränken sich allerdings meistens auch auf “normale” Personen, die nicht unbedingt jeden Tag 6 bis 10 Fischölkapseln schlucken. Die daraus resultierenden Werte sind der Bereich in dem sich etwa 95% der gesunden Otto Normalbürger befinden.

Andere Studien, wie die Arbeiten von Prof. Dr. Clemens von Schacky, dem Leiter der präventiven Kardiologie an der Uni München und weltweit einer der anerkanntesten Spezialisten auf dem Gebiet der Omega 3 Fettsäuren, spricht sich allerdings für sehr viel höhere Werte aus und erfasst diese mit Hilfe des so genannten “Omega 3 Index”. Lykon erfasst diesen Wert ebenfalls mit dem myFitness Test und siehe da, unser Tester ist im optimalen Bereich. In der Forschung von Schaky’s kam nämlich heraus, dass ein prozentualer Anteil von EPA und DHA zusammen (Omega 3 Index) über dem Wert von 8% optimal für die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems ist.

Die Auswertung des Omega 3 Index

Es macht also wenig Sinn, dass EPA und DHA einzeln als “zu hoch” eingestuft werden, die Summe aus beiden aber als “optimal”. Weiterhin macht es keinen Sinn, dass 4 der 5 Top Lebensmittel, die unserem Tester von Lykon empfohlen werden, besonders reich an EPA und DHA sind. Das würde ihn noch viel weiter in den hohen Bereich bringen, solange er an seiner Supplementation nichts ändert.

Alle weiteren Blutwerte sind laut dem myFitness Test von Lykon im normalen oder optimalen Bereich. Allerdings verwundert uns ein wenig, dass der Vitamin D Wert als “normal niedrig” eingestuft wird. Unsere Testperson hat den Test zum einem im Sommer (30. August) durchgeführt, zum anderen supplementiert er selbst im Sommer noch zusätzlich  mit Vitamin D. Außerdem weichen die Werte erheblich von dem ab was ein Blutbild vom Arzt erst kurz vor unserem Lykon Test zutage gebracht hat. Allerdings können wir nicht sagen wie vergleichbar die beiden Tests sind, denn Lykon arbeitet mit Trockenblut, der Arzt mit Serum oder Plasma. Beide Dinge haben unterschiedliche Gehalte der verschiedenen Nährstoffe und sind daher eigentlich wenig vergleichbar.

Auswertung des Vitamin D

Da Lykon jedoch zumindest beim Vitamin D die Referenzwerte für Plasma angibt, gehen wir davon aus, dass sie die Trockenblutwerte in Plasmawerte “umrechnen”. Dennoch halten wir die Vitamin D Werte für unrealistisch niedrig, was daran liegen könnte, dass dieses Vitamin recht anfällig für Oxidation ist und teilweise während dem Transport zerstört wurde.

Bezüglich des Testosterons müssen wir anmerken, dass der Wert allein wenig Aussagekraft hat. Lykon misst die Menge an gesamten Testosteron im Blut. Es ist allerdings wichtig zu wissen, wie viel davon frei oder gebunden an SHGB (Sexualhormonbindendes Globulin) vorliegt. Nur das freie Testosteron kann an den Rezeptoren andocken und seine Wirkung entfalten. Ein hoher Gesamttestosteronwert heißt also nicht automatisch dass auch die Wirkung hoch ist. Der Spruch “je mehr testo besser” gilt also nicht uneingeschränkt. Alle weiteren Werte des myFitness Tests von Lykon fielen allerdings mehr oder weniger wie erwartet aus.

Unter jedem gemessenen Marker findet man in seinem Konto eine kurze Erklärung was dieser Stoff im Körper macht, wie sich ein Mangel auswirken kann und wie man seinen Spiegel optimieren kann. Passend dazu gibt es Lebensmittelempfehlungen, basierend auf den vorher eingestellten Vorlieben und Abneigungen.

Lebensmittelempfehlungen für den Marker Testosteron.

Davon ab, dass das nicht ganz zu unseren Fettsäure-Werten passt, gibt es jedoch keinerlei Aussagen darüber wie viel oder wie regelmäßig man diese Lebensmittel zu sich nehmen sollte um seine Blutwerte bedeutend zu verbessern. Auch eine Angabe zum durchschnittlichen Gehalt des jeweiligen Nährstoffs gibt es bei keinem der Lebensmittel. Man gibt lediglich den Kaloriengehalt und Makronährstoffe an. Wenn man aber beispielsweise Mandeln empfiehlt um seinen Magnesiumspiegel zu verbessern, sollte man wenigstens dazu sagen wie viel Magnesium in einer Portion des Lebensmittels zu finden sind und nicht nur dass es “viel Magnesium” enthält.


Pro und Kontra

Im Prinzip haben wir die Argumente für und gegen das Produkt bereits aufgelistet, aber fassen wir hier nochmal zusammen.

Lykon verspricht mit seinem myFitness Test mehr Muskelaufbau, mehr Ausdauer und mehr Regeneration. Gemessen werden dabei 17 Blutwerte, die wichtig für die Muskuläre Leistung, Herz-Kreislauf Gesundheit, Knochen und Entzündungen sind. Diese 17 Parameter sind mit Sicherheit sehr interessant für jeden Sportler der sich mit seiner eigenen Ernährung und Supplementation befasst und diese optimieren möchte. Wer wissen möchte, ob seine Aufnahme an Omega-3 Fettsäuren ausreichend ist, er genügend Vitamin D abbekommt und wie es um den Testosteronhaushalt steht, der kann sich mit dem Lykon myFitness Test sicherlich den Gang zum Arzt sparen. Auch könnte man dadurch eine Aussage treffen, wie hochqualitativ das verwendete Supplement ist. Interessant ist dieser Test sicherlich auch für Personal Trainer oder Ernährungsberater, die ihren Klienten zielgerichtet weiterhelfen möchten. Ein komplettes Bild oder den Stoffwechsel zeichnen sie jedoch nicht.

In unserem Test erscheinen die meisten Blutwerte relativ plausibel. Lediglich der Vitamin D Wert wird von Lykon sehr niedrig angegeben und weicht deutlich von dem ab was eine Blutabnahme beim Arzt noch kurz vorher ergeben hat. Auch die Interpretation der Ergebnisse weist hier und da ein paar Mängel auf. Es ist unmöglich einen zu hohen Wert beim EPA und DHA zu haben, wenn der Omega 3 Index optimal ist.

Die Tests von Lykon können zwar Werte im Blut messen, was man damit macht ist aber jedem selbst überlassen. Das berliner Unternehmen gibt zwar Empfehlungen für Nahrungsmittel um die eigenen Werte zu optimieren, allerdings ohne konkrete Mengenempfehlungen oder Nährstoffgehalte der Lebensmittel. Da Lykon damit nicht aktiv eingreift finden wir die Aussagen “mehr Muskelaufbau”, “mehr Ausdauer” und “mehr Regeneration” nicht gerechtfertigt. Selbst wenn sich jemand die Empfehlungen zu Herzen nimmt und die Ernährung danach umstellt, fühlen wir uns ohne konkretere Angaben ein wenig allein gelassen.

Lykon myFitness Sport

Der yFitness Test von Lykon hat seine Stärken und Schwächen

Unterm Strich finden wir, dass der Lykon myFitness Bluttest im Einzelfall sehr viel Zeit und Mühe ersparen können, der Nutzer aber selbst wissen sollte, wie er mit den Zahlen umgeht, vorausgesetzt die gemessenen Werte sind korrekt. Ein komplettes Blutbild um eventuelle klinische Symptomatiken auszuschließen ersetzt Lykon hier allerdings nicht.


Preis-Leistung

Der myFitness Bluttest von Lykon kostet regulär 199 €. Entscheidet man sich für ein Abo bekommt man alle 3 Monate ein neues Testkit für 169,15 € und spart somit 15% pro Test. Das Abo ist nach der zweiten Lieferung jederzeit kündbar.

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Wir haben uns die Mühe gemacht und die Preise eines Blutbildes beim Arzt mit denselben Markern herauszusuchen und können diese mit dem myFitness Test von Lykon vergleichen. In der normalen Labordiagnostik zahlt man für die 17 Marker, bzw. 8 Marker zuzüglich Fettsäureanalyse etwa 150 €, sofern man alles privat und ohne Beteiligung der Krankenkasse zahlt. Da die Fettsäuren in Prozent von den Gesamtfettsäuren angegeben werden, muss das Labor ohnehin alle Fettsäuren quantitativ analysieren, jedoch werden in diesem Falle nur gewisse Fettsäuren und Verhältnisse für die Auswertung verwendet.

Zwar gibt es in den USA einige Unternehmen, die ähnlich wie Lykon arbeiten, jedoch gibt es auf dem deutschen Markt unseres Wissens nach bisher nur einen Konkurrenten – Cerascreen. Dort muss man für jeden Marker einen eigenen Test bestellen und eine eigene Analyse durchführen. Alle Marker aus dem Lykon myFitness Bluttest sind auch dort erhältlich mit der Ausnahme von hs-CRP, dem Entzündungsmarker. Ohne diesen einzelnen Wert, der bei Arzt übrigens nur 11 bis 12 € kostet, kommen wir bei Cerascren auf einen Preis von 103 €.

Nun, vergleichen wir den Test von Lykon mit dem Blutbild beim Arzt, so müssen wir sagen, dass 50 €, bzw. 50% Mehraufwand schon erheblich sind. Hält man allerdings dagegen, dass Zeit, die man im Wartezimmer verbringt, bei vielen Menschen auch Opportunitätskosten bedeuten, so relativiert sich der Preis. Außerdem spart man sich den Weg zum Doktor, allerdings nicht den zum Postamt. Verglichen mit Cerascreen ist die Konkurrenz zwar deutlich günstiger, benötigt aber auch deutlich mehr Blut, mehr Aufwand und mehr Gepiekse. Ob es das Wert ist muss jeder selbst wissen.

Unterm Strich hat Lykon zwar im Vergleich den höchsten Preis, erspart jedoch einiges an Aufwand und Zeit. Das ist sicherlich für viele ein starkes Argument. Allerdings müssen wir dazu sagen, dass die Analyse beim Arzt wahrscheinlich sehr viel genauer ist, die Ergebnisse schneller da sind und auch weitere Marker ganz einfach hinzugefügt werden können um ein größeres Bild des Nährstoff- und Gesundheitsstatuses abzubilden.


Fazit

Fassen wir es kurz. Bluttests wieLykon myFitness sind eine gute Alternative um einzelne, interessante Marker ganz einfach von zu Hause aus analysieren zu lassen. Damit erspart man sich den Gang zum Arzt und fängt sich im Wartezimmer keine Erkältung vom hustenden Patienten neben einem ein. Dafür dauert es ein wenig länger bis die Ergebnisse vorliegen. Weiterhin kann die Methode vom berliner Unternehmen nur relativ wenige Werte erfassen, weshalb sie kein Ersatz für eine medizinische Diagnostik darstellt. Auch an der Genauigkeit haben wir so unsere Zweifel. An der Auswertung der Ergebnisse und den darauf basierenden Empfehlungen könnte Lykon unserer Meinung nach noch etwas arbeiten. Für Leute die sich aber intensiver mit ihrem Körper und der Ernährung beschäftigen und mehr über sich selbst erfahren wollen, ist der myFitness Test von Lykon allerdings eine recht interessante Sache.

http://www.gannikus.com/qri5

Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 75.0/100 75.0
Aufmachung 90
Handhabung 75
Genauigkeit 65
Preis 70

Positives

Negatives

ansprechende Verpackung
fehlerhafte Auswertung
viele Marker in einem Test
weniger Genau als beim Arzt
viele Stiche notwendig

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