Weider ATP Boost im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland Deutschland
Durchschnittspreis 34,49 €

Produkteignung

suboptimal optimal
Pre Workout
Trainingsbooster

Erfahrungsbericht zum Pre Workout Weider ATP Boost

Adenosintriphosphat, kurz ATP, sollte jedem von euch ein Begriff sein, der in Biologie ein bisschen aufgepasst hat. Aber auch wenn das Gedächtnis an dieser Stelle vielleicht nicht ganz so fit ist, werden die meisten von uns überdurchschnittliche Mengen dieser Substanz produzieren und verbrauchen. ATP ist die ultimative Energiequelle des Körpers. Für jeden Prozess der Energie benötigt, muss ATP bereitgestellt werden, wofür Makronährstoffe wie Kohlenhydrate und Fette zunächst in diese Substanz “umgewandelt” werden müssen. Ohne ATP passiert also gar nichts in unserem Körper. Wer aufhört es zu produzieren, der stirbt. Es sollte nun klar sein, dass jeder von uns im Training enorme Mengen ATP verbraucht und dementsprechend zielen einige Supplemente darauf ab, dessen Produktion beziehungsweise Regeneration zu fördern. Allen voran das Creatin. In der Theorie sollte eine verbesserte ATP Bereitstellung also zu einer besseren Trainingsleistung führen. Der Weider ATP Boost soll dem Namen nach zu urteil genau darauf abzielen. Ob er aber am Ende wirklich zu mehr Dampf verhilft, erfahrt ihr wie immer bei uns im Test!


Verpackung

Wie die meisten Booster, kommt der ATP Boost von Weider in einer Dose mit schwarzer Grundfarbe. Das Etikett an sich ist in glänzendem Silber gehalten und wirkt schon ziemlich “shiny”, aber auch irgendwie etwas überladen. Was allerdings cool aussieht, ist das Bild von Joe Weider mit verschränkten Armen auf dem Deckel. Am oberen Rand des Etiketts gibt man an, dass es sich hierbei um ein “Micro Pre Workout Booster” handeln soll. Dahinter findet man ein Sternchen, dessen Erklärung auf der Rückseite besagt, dass “die Aufnahme von 3g Kreatin pro Portion täglich zur Herstellung von Adenosintriphosphat (ATP) beiträgt und die körperliche Leistung beim Schnellkrafttraining im Rahmen kurzzeitiger intensiver körperlicher Betätigung erhöht”. Gut, okay, aber was hat das jetzt mit einem “Micro Pre Workout Booster” zu tun?

Wie immer dürfen auch Zutaten, Nährwerte und Warnhinweise beim Weider ATP Boost nicht fehlen. Diese finden wir auf der Rückseite der Dose in deutscher und englischer Sprache. Die Wirkstoffe, die dem Booster seine Kräfte verleihen sollen, sind auf den ersten Blick sauber in einer Tabelle mit genauen Mengen abgebildet. Man ist hier also ziemlich transparent, wie sich das auch gehört. Allerdings finden wir hier ebenfalls, dass die Dose recht überladen ist und sich schwarz auf silber etwas schlecht lesen lässt. Absätze sucht man vergebens, was das ganze als “Wall of Text” erscheinen lässt. Das ist aber stückweit auch einfach der Fülle von Informationen geschuldet, die in Mindestschriftgröße auf der Dose abgebildet werden müssen. Trotzdem muss man schon ganz genau hinschauen, um alles Nötige zu erfassen.

Weider ATP Boost Erfahrung

Auf den ersten Blick wirkt das Design von Weider APT Boost ziemlich cool, auf den zweiten Blick aber etwas überladen.

Der ATP Boost von Weider ist als 375g Dose mit je 30 Portionen in der Geschmacksrichtung „Cherry-Watermelon“ erhältlich.  


Inhaltsstoffe

Nährwertangaben pro Portion**** ***%NRV
Adenosintriphosphat (ATP) 200 mg
Beta-Alanin 3000 mg
Kreatin* 3000 mg
L-Leucin 300 mg
L-Isoleucin 150 mg
L-Valin 150 mg
Trauben- und Apfelschalenextrakt (Vinitrox®) 250 mg
Traubenkernextrakt 250 mg
L-Arginin 1000 mg
Rote Beete Extrakt (Beta Vulgaris) 100 mg
Schisandraextrakt 300 mg
Koffein** 300 mg
Vitamin B6 0,21 mg 15
Magnesium 56,25 mg 15
Zink 1,5 mg 15

Inhaltsstoffe des Weider International ATP Boost

Weider ATP Boost sieht auf den ersten Blick erst einmal ganz okay aus, aber unter einem “Micro Pre Workout Booster” verstehen wir etwas anderes. Eigentlich gilt die Bezeichnung bei Boostern, die sich auf die wesentlichsten Inhaltsstoffe konzentrieren und davon noch die Formen verwenden, die den wenigsten Platz in der Formel bei gleicher Wirkung beanspruchen. Jack3d war seiner Zeit beispielsweise so ein Produkt. Auch fällt uns auf, dass hinter oder vor vielen Dingen Sternchen abgebildet sind und man diese dann an anderer Stelle erklärt. Zum Beispiel gibt man in der Tabelle nicht an, wie viel Gramm eine Portion entspricht, sondern erklärt ganz klein in der Tabelle, dass es 12,5g sind. Das hätte man durchaus einfacher lösen können. Was das Ganze für die Inhaltsstoffe bedeutet, schauen wir uns jetzt genauer an.

Adenosintriphosphat (ATP) – ist zweifelsfrei der Namensgeber des ATP Boost von Weider. Aber viele von euch wird es überraschen, dass man diese Substanz auch supplementieren kann. Spätestens nach der Einleitung zu diesem Review solltet ihr wissen, wie wichtig ATP für die Kraftleistung ist. Wie geil wäre es denn, wenn man es einfach so von außen zuführen könnte? Nun, der Frage ist die Forschung bereits nachgegangen und zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Einerseits erhöht die exogene Zufuhr von ATP in Tierstudien effektiv den Blutspiegel dieser Verbindung. Allerdings konnten diese Ergebnisse beim Menschen nicht so eindrucksvoll bestätigt werden. Genau genommen war die Bioverfügbarkeit beim Menschen minimal. Allerdings fand Dr. Jacob Wilson und sein Team heraus, dass die Einnahme von 400 mg ATP 30 Minuten vor dem Training über 12 Wochen die Kraft und Muskelmasse im Vergleich zum Placebo steigert. Allerdings verwendete der gute Dr. Wilson hier auch ein sehr spezifisches Trainingsprogramm unter Zuhilfenahme von Periodisierung und die Effekte waren jetzt auch nicht extrem weit von der Placebogruppe entfernt. Trotz der geringen Bioverfügbarkeit kann ATP also eventuell doch zu einer besseren Leistung führen. Man vermutet, dass dies mit dem Abbauprodukt Adenosin zu tun hat, welches nachweislich die Vasodilatation verbessert. Im Weider ATP Boost ist mit 200mg etwa die Hälfte von der Dosis aus den Studien enthalten und die wenigsten von euch werden auf die Idee kommen, einen Booster über 12 Wochen täglich einzunehmen. Und da die ATP Einnahme zumindest beim Menschen keine unmittelbaren Effekte zu haben scheint, kann man rein von den Studien auch hier keine akute Kraftsteigerung erwarten. Aber das werden wir später bei der Wirkung sehen.

Beta-Alanin – ist dafür bekannt ein Kribbeln auf der Haut auszulösen. Die Hauptaufgabe des Beta-Alanins ist es jedoch, als Baustein für die Herstellung von Carnosin zu dienen, was die gesteigerte Milchsäureproduktion während des Trainings abpuffern soll. Die gängige Tagesdosis liegt dabei bei 2000 bis 5000mg. Damit die Carnosinspeicher optimal gefüllt werden, ist es von Vorteil, die tägliche Dosis auf kleinere Einzeldosierungen aufzuteilen. Grund dafür ist, dass Beta-Alanin mit anderen Aminosäuren, wie Taurin, um die Rezeptoren für die Aufnahme im Darm und über die Blut-Hirn-Schranke konkurriert und auch die Carnosin-Synthese nicht beliebig schnell von statten geht. Mit 3000mg Beta-Alanin liegt Weiders ATP Boost ganz gut innerhalb der Dosierungsempfehlung, jedoch nimmt man es dadurch auf einen Schlag zu sich und nicht verteilt wie es empfohlen ist. Wenn man den Booster nicht gerade täglich nimmt oder sowieso mit Beta-Alanin supplementiert, wird man davon nicht viel mehr haben als das Gefühl, man wäre in einen Ameisenhaufen gefallen.

Creatin – ist wie angesprochen hier mit einem Sternchen versehen, also müssen wir schauen, was hierbei nun besonders ist. Unter der Tabelle der Inhaltsstoffe gibt man an, dass die enthaltenen 3000 mg aus Creatin Hydrochlorid, Creatin Alpha-Ketoglutarat und Creatin Monohydrat stammen. Leider gibt man in der Tabelle nicht an wie viel der jeweiligen Form enthalten ist und wir finden, dass diese Information auch noch ohne weiteres in die Tabelle gepasst hätte. In der Zutatenliste sieht man dann jedoch, dass das gesamte Produkt jeweils 10,4% von jeder der Creatinformen enthalten soll. Aber sei es drum. Creatin hat unglaublich viele Vorteile und wird auch als das effektivste und am besten untersuchte Supplement für Sportler bezeichnet. Die Liste reicht von gesteigerter Muskelkraft über verbesserte kognitive Leistung, bis hin zu erhöhter Knochendichte. Der Grund weshalb die meisten Sportler so begeistert von dieser Substanz sind ist allerdings, dass es in Form von Phosphokreatin dazu beiträgt, dass ATP wieder aufgebaut werden kann. Adenosintriphosphat trägt 3 energiereiche Phosphatverbindungen. Wenn ATP seine Energie abgibt, werden ein oder zwei dieser Phosphate abgespalten. Vereinfacht gesagt sorgt Phosphokreatin dann dafür, dass diese Verbindungen schnell wieder aufgebaut werden können. Creatin vor dem Training macht zwar durchaus Sinn, jedoch liegt die Standarddosierung bei etwa 3-5 g Creatin Monohydrat pro Tag. Im ATP Boost von Weider haben wir laut Etikett 3 g enthalten, was für eine Langzeiteinnahme wenig, aber nicht wirkungslos wäre. Doch wer nimmt schon jeden Tag einen Booster? Wer bereits Creatin nimmt, der muss bei solch einer Dosis keine Angst haben, dass er sich mit einer bis zwei Portion des Boosters überdosiert. Wer darauf Wert legt, der kann seine normale Dosis ein wenig reduzieren. Wer kein Creatin zusätzlich nimmt, muss allerdings auch keine Bedenken haben dadurch unkontrolliert an Gewicht zuzunehmen, wenn er das Produkt ab und an konsumiert. Trotzdem halten wir es für relativ sinnlos, Creatin in einem Booster zu verbauen, denn man nimmt diese Produkte nicht täglich. Wer ohnehin Creatin nimmt, wird es also auch ohne Titan nehmen und wer keines nimmt, hat davon keinen Vorteil.

Leucin, Isoleucin und Valinsind nichts weiteres als normale BCAA’s, hier im herkömmlichen 2:1:1 Verhältnis. Die Wissenschaft streitet sich aktuell darum, ob BCAA’s vor dem Training Sinn machen oder nicht. Aktuell scheint es, als ob die Mischung aus diesen drei verzweigtkettigen Aminosäuren besser sind als nichts, aber im Vergleich zu allen 8 essentiellen Aminosäuren oder einer kleinen Portion Whey Protein dennoch unterlegen ist. Im Falle des Weider ATP Boost ist es aber auch vollkommen irrelevant, denn mit insgesamt 600mg sind die BCAA’s hier ohnehin mindestens 10-fach unterdosiert und werden keinerlei Effekt haben. Man hätte den Platz auf dem Etikett auch besser nutzen können, zum Beispiel um die drei Creatinformen direkt aufzulisten. Das Ganze riecht uns sehr nach Marketing…

Trauben- und Apfelschalenextrakt – ist hier in Form des patentierten Rohstoffes Vinitrox enthalten. Googelt man nach diesem speziellen Extrakt, findet man allerdings nur Rote Beete Extrakte und den haben wir erst weiter unten in der Tabelle gesehen. Vielleicht handelt es sich hierbei einfach um einen Fehler. Wir vermuten dahinter einen Extrakt, der besonders reich an Antioxidantien, wie Resveratrol ist und somit zu einem gesteigerten Pump beitragen könnte.

Traubenkernextrakt – ist für seine antioxidativen Eigenschaften bekannt, soll aber auch den Blutfluss steigern und antiöstrogene Effekte besitzen. Wir vermuten, dass man ihn für die Steigerung des Pump Effektes eingesetzt hat. Bei dem Wort “Antioxidans” im Kontext des Training sollten bei euch mittlerweile die Alarmglocken angehen. Antioxidantien sind in gewissen Mengen zunächst auch einmal eine gute Sache für die allgemeine Gesundheit, allerdings gibt es Zeitpunkte, an denen man als leistungsorientierter Sportler eher keine Antioxidantien zu sich nehmen sollte, nämlich vor und nach dem Training. Während des Trainings produziert der Körper ganz bestimmte freie Radikale. Diese freien Radikale dienen dann als Signal für den Körper, dass er sich an den Trainingsreiz anpassen muss, sprich stärker oder ausdauernder werden muss. Antioxidantien neutralisieren generell freie Radikale und können somit den Trainingsreiz vermindern.

L-Arginin – ist die Vorstufe von Stickstoffmonooxid (NO), was die Funktion hat, die Gefäße zu erweitern und dadurch den Blutfluss zu steigern. Das ganze resultiert dann idealerweise in einem verbesserten Pump-Effekt. Sie steht in der Zutatenliste mit einer Menge von 1000 mg angegeben. Wenn man von einer üblichen Dosierung von 4000 bis 6000 mg ausgeht erscheint das allerdings viel zu wenig und auch ergänzende Stoffe, wie Citrullin sind nicht enthalten. Weiterhin ist gewöhnliches L-Arginin nicht so hoch bioverfügbar wie beispielsweise Arginin Alpha-Ketoglutarat. Leider ist der Zusatz in Weider ATP Boost damit so gut wie sinnlos was die sportliche Leistung angeht.

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Rote Beete Extrakt – hat hier im Grunde zwei wesentliche Aufgaben. Zum einen liefert es natürlicherweise hohe Mengen an Nitraten. Nitrate wiederum fördern erwiesener Maßen die Erweiterung der Blutgefäße, wodurch in der Theorie der Blutdruck gesenkt und der Pumpeffekt gesteigert wird. Wer schon einmal in der Küche mit dieser Knolle gearbeitet hat, der weiß ebenfalls, dass rote Beete Saft extrem stark färbt. Daher ist die zweite Aufgabe dieses Extraktes, dem Produkt etwas rote Farbe zu verleihen, ohne dass man weitere künstliche Farbstoffe braucht. Das ist schon ein durchaus nützlicher Nebeneffekt. Die Dosierung von 100 mg ist für den Pump allerdings ziemlich wenig.

Schisandra Extrakt – ist der Extrakt der Beere des „chinesischen Spaltkörbchens“ und wird auch „Wohlfühlbeere“ genannt. Seinen bioaktiven Inhaltsstoff, das Schizandrol A kennen einige alte Hasen von euch noch aus dem originalen Jack3D. Es soll für ein wohltuendes Gefühl und mentale Leichtigkeit sorgen, Cortisol senken und Angstzustände lösen. Damit ist Schisandra in die Gruppe der sogenannten Adaptogene einzuordnen.

Koffein – ist hier mit zwei Sternchen versehen, also müssen wir schauen, was man unter der Tabelle dazu sagt. Dort steht, dass die 300 mg Koffein im ATP Boost aus synthetischem Koffein, Guarana Extrakt und Mate Tee Extrakt stammen. Das kann definitiv Sinn machen, denn das Koffein aus den Kräuterextrakten ist an andere Polyphenole gebunden, die den Wirkungseintritt des Stimulanz verzögern können. Außerdem können die Polyphenole selbst zur stimulierenden Wirkung beitragen. Allerdings haben wir hier erstmal wieder keine Ahnung wie viel der Extrakte im Verhältnis zum synthetischen Koffein enthalten ist. In der Zutatenliste steht aber, dass das gesamte Produkt 2,3% synthetisches Koffein und jeweils 0,8% der Extrakte enthält, die wiederum nur einen Bruchteil an Koffein enthalten. Auch hier hätten wir uns gewünscht, dass man es direkt mit in die Tabelle schreibt. Wäre sicherlich auch aus marketingtechnischer Sicht schlauer gewesen!

Vitamin B6 – heißt mit wissenschaftlichem Namen auch Pyridoxin und ist ein essentielles Vitamin für über 100 Reaktionen im Körper. Es ist hauptsächlich im Proteinstoffwechsel involviert. Außerdem ist es ein wichtiger Cofaktor für die Aktivität des Enzyms „L-dopa decarboxylase“, welches L-DOPA in aktives Dopamin umwandelt. Allerdings ist hier kein L-Tyrosin oder anderer Dopamin-Prekursor enthalten, zu dem das Vitamin B6 synergistisch wirken könnte.

Magnesium – ist ein essentieller Nährstoff und beteiligt an über 300 Reaktionen im Körper, unter anderem der Verdauung und Muskelaufbau. Allerdings kann es bei Menschen mit einem Mangel (welcher auch bei uns nicht selten ist) zu einer sedierenden, also eher einschläfernden Wirkung kommen. Laut Zutatenliste wurde hier die Form Magnesium Carbonat verwendet, welches eine relativ hohe Bioverfügbarkeit hat. Das bringt uns bei der Dosierung von 56,26mg allerdings wenig, denn das ist wirklich wenig.

Zink – liegt hier als Zink Oxid vor. Das ist jetzt nicht gerade die Verbindung mit der höchsten Bioverfügbarkeit und auch die Dosierung von 1,5 mg machen es nicht besser. Zink ist wichtig für sehr viele verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper, allen voran die Immunfunktion und Proteinsynthese. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Zinkaufnahme über den Bedarf hinaus zum Muskelaufbau (Proteinsynthese) führt, aber ohne Zink wiederum auch kein Muskelaufbau. Die Dosierung ist leider auch hier nahezu lächerlich – so leid es uns tut.

Okay, die Liste der Inhaltsstoffe in Weider ATP Boost liest sich auf den ersten Blick ganz gut, zumindest für Laien. Nimmt man sie aber Stück für Stück auseinander fällt auf, dass viele der Inhaltsstoffe entweder sinnlos, unterdosiert oder beides sind. Was das ganze mit einem so genannten “Micro Pre-Workout Booster” zu tun haben soll, wird uns daraus nicht klar. Vielleicht meint der deutsche Hersteller hiermit auch die minimalistischen Dosierungen, abgesehen vom Koffein und Beta Alanin. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, daher sollte man man mit dem Urteil warten bis wir uns die tatsächliche Wirkung angeschaut haben.

Weider ATP Boost kaufen

Im Weider ATP Boost soll echtes ATP enthalten sein

Inhaltsstoffe des Weider ATP Boost (Geschmack Cherry Watermelon):

Beta-Alanin, 10,4% Kreatinhydrochlorid, 10,4% Kreatin Alpha-Ketoglutarat, 10,4% Kreatinmonohydrat, L-Arginin, Maltodextrin, Aroma, Schisandraextrakt, L-Leucin, 2,3% Koffein, Trauben- und Apfelschalenextrakt (Vinitrox®), Traubenkernextrakt, Adenosintriphosphat (ATP), Magnesiumcarbonate, Trennmittel: E551; L-Isoleucin, L-Valin, Säuerungsmittel: E330; Rote Beete Extrakt (Beta Vulgaris), 0,8% Mateteeextrakt, 0,8% Guaranaextrakt, Süßungsmittel: E951, E950, E955; Zinkoxid, Vitamin B6.


Einnahmeempfehlung

Auf der Dose des ATP Boost gibt Weider folgende Einnahmeempfehlung:

“1 Portion pro Tag; vor dem Training. Für den Zeitraum von 6 Wochen. Anschließend 2-4 Wochen Pause einlegen.”

Okay, vor dem Hintergrund des enthaltenen ATPs macht die Einnahme von Weider ATP Boost über mehrere Wochen schon Sinn, aber wie oben bereits angemerkt, verwendeten die Studien die doppelte Dosierung und auch die doppelte Einnahmedauer. Vielleicht macht man diese Angabe aber auch aufgrund des Gewöhnungseffektes vom Koffein, damit sich der Nutzer in den 2-4 Wochen Pause wieder davon entwöhnen kann. Allerdings gibt Weider hier auch an, dass man den ATP Boost täglich nehmen soll und die wenigsten von euch werden jeden Tag zum Training gehen. Die Empfehlung ist also schon etwas widersprüchlich.

Auch gibt es hier weder eine Angabe wieviel Wasser man zum anmischen des Weider ATP Boost Pulvers verwenden sollte, noch wie viel Pulver einer Portion entsprechen. Für die Wirkung macht die Wassermenge zwar keinen Unterschied, jedoch für die Intensität des Geschmacks. Die einzige Stelle an der man erwähnt, dass man 12,5 g in 200 ml Wasser lösen soll ist wirklich hinter den 4 Sternchen unterhalb der Inhaltsstofftabelle, was nun wirklich nicht gewöhnlich oder leicht erkennbar ist. Hier könnte das hamburger Unternehmen wirklich transparenter sein.


Geschmack

Für unseren Test verwendeten wir die Geschmacksrichtung Cherry-Watermelon. Der ATP Boost ist nur in dieser einen Geschmacksrichtung erhältlich, daher bleibt einem keine Wahl. Wenn diese eine Geschmacksrichtung allerdings super schmeckt, dann gibt es daran auch nichts auszusetzen, denn besser eine gelungene Geschmacksrichtung als 5 schlechte.

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Wie zu erwarten hat das angemischte Getränk eine rötliche Farbe, was an dem rote Beete Extrakt liegt und gut zur Geschmacksrichtung passt. Allerdings schwimmen in der Flüssigkeit weiße Partikel, die sich nicht vollständig gelöst haben und sich auch als Sediment am Boden sammeln. Die Löslichkeit ist also nicht die beste.

Was den Geschmack angeht, ist der Weider ATP Boost für einen deutschen Booster angenehm süß, aber nicht so extrem wie wir das von den Amis kennen. Allerdings wirkt das ganze etwas fade, denn die Säurekomponente kommt hier etwas zu kurz. Das hätte man sicherlich abfangen können indem man mehr Säuerungsmittel oder gar eine gute Portion Citrullin Malat eingesetzt hätte. Das wäre dann sogar der Wirkung noch zugute gekommen. Vom Aroma her hätten wir uns auch mehr gewünscht. Zwar kommen keine bitteren Nebengeschmäcker von irgendwelchen Extrakten durch, aber da haben wir definitiv schon geschmacklich bessere Booster gehabt, als den Weider ATP Boost.

Weider ATP Boost Geschmack

Geschmacklich kann der Weider ATP Boost nicht überzeugen


Wirkung

Was die Wirkung des ATP Boost von Weider angeht, waren wir wirklich sehr gespannt. Wir haben vorher noch kein einziges Supplement getestet, das wirklich direkt ATP enthält und da die Studienlage hierzu nicht ganz eindeutig ist, waren wir tatsächlich neugierig.

Was können wir also zur Wirkung sagen? Nun, bereits vor dem Training merkt man natürlich die stimulierende Wirkung des Koffeins, die trotz der relativ hohen Dosis recht angenehm durch den Schisandra Extrakt abgefangen wird. Das äußert sich vorrangig auch in einer verbesserten Laune und man bekommt Lust aufs Training. Mit einem Hardcore Booster kann man das nicht vergleichen, aber wir würden auch nicht sagen, dass es schlechter ist, nur eben anders.

Einmal im Training angekommen, erwartet man von einem solchen Booster natürlich einen gesteigerten Pump und eine verbesserte Kraftleistung. Nach mehrmaliger Einnahme mit mehreren Personen konnten wir in diesen Belangen jedoch keine signifikante Wirkung feststellen. Wir müssen aber auch dazu sagen, dass wir den Weider ATP Boost jetzt nicht wie empfohlen über 6 Wochen jeden Tag verwendet haben. Dafür haben wir einfach zu viele Produkte für einen Test im Haus.


Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis für eine Dose Weider ATP Boost liegt bei 34,39 € und liefert 30 Portionen. Das macht unter dem Strich einen Portionspreis von 1,15 €.

Im Vergleich zu ähnlichen Boostern ist der Preis unserer Meinung nach relativ okay. Allerdings hält der Weider ATP Boost nicht wirklich das, was man sich auf den ersten Blick von ihm erhofft, zumindest nicht, wenn man ihn nur sporadisch einnimmt, wie man das mit Boostern nun einmal so macht. Ob ein Schuh daraus wird, wenn man ihn täglich einnimmt, bleibt zu spekulieren, aber für eine 6 Wochen “Kur” würde man auch mehr als nur eine Dose benötigen.

Weider ATP Boost Kreatin

Bezüglich der akuten Wirkung lässt der Weider ATP Boost zu wünschen übrig.


Fazit

Um ehrlich zu sein, tun wir uns schwierig damit den ATP Boost von Weider abschließend zu bewerten. Das ganz große Gimmik hier ist die Verwendung von tatsächlichem Adenosintriphosphat (ATP). Die Datenlage dazu ist allerdings recht widersprüchlich. Einerseits scheint es beim Menschen sehr schlecht bioverfügbar zu sein, andererseits soll es wohl über den Zeitraum von einigen Wochen doch zu messbaren Resultaten führen. Allerdings müsste man es dafür täglich nehmen, was die wenigsten von uns wohl mit einem Booster mit 300mg Koffein tun werden. Rein aus marketingtechnischer Sicht wäre Weider wohl mit einem koffeinfreiem Produkt besser beraten gewesen. Wir können daher die beabsichtigte Wirkung nicht wirklich beurteilen. Als Pre-Workout Booster taugt der ATP Boost unserer Meinung nach schon etwas, da die stimulatorische Wirkung durchaus angenehm ist. Allerdings fehlte uns dabei so ein bisschen der Pump, Fokus und Kraft. Ohne diese Parameter ist es halt nur ein halber Booster. Dinge wie Creatin und Beta Alanin sind unserer Meinung nach für einen Booster, den man nicht täglich nimmt, auch nicht mehr zeitgemäß. Ansonsten sind uns noch Kleinigkeiten bei der Deklaration aufgefallen. Beispielsweise gibt man einige Inhaltsstoffe nicht in der Tabelle an oder versteckt die genaue Portionsmenge ziemlich komisch irgendwo in einer “Wall of Text”. Auch die Aussage, dass es sich hierbei um einen “Micro Pre Workout Booster” handeln soll, können wir so nicht nachvollziehen. Zugegeben, der ATP Boost von Weider ist jetzt kein brandneues Produkt. Möglicherweise hat man die genannten Fehler bereits selbst bemerkt und bei der weiteren Produktentwicklung verbessert. Wir wollen hier also nicht den Hersteller direkt schlecht reden. Unserer Meinung nach taugt das Produkt an sich jedoch nichts.

Weider, ATP Boost, Kirsch-Wassermelone, 1er Pack (1x 375g)
  • Innovativer Pre-Workout Booster
  • Für mehr Leistung und weniger Müdigkeit beim Training
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  • Drei fach-Aminosäuren-Matrix aus BCAAs, Beta-Alanine und L-Arginin
  • Drei fach-Koffein-Matrix aus reinem Koffein, Mate- und Guarana-Extrakt

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Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 58.8/100 58.8
Inhaltsstoffe & Dosierung 60
Geschmack 50
Wirkung 60
Preis-Leistungs-Verhältnis 65

Positives

Negatives

angenehm stimulierende Wirkung
kaum Pump & Kraft
ansprechendes Design
schlechter Geschmack

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