Weshalb man die Effekte von Zink nicht unterschätzen sollte


Zink ist wohl eines der am meisten unterschätzten Mineralien überhaupt. Oft hört man von Natrium und Kalium, den beiden Elektrolyten, die für die Kontrolle des Wasserhaushalts verantwortlich sind. Auch von Eisen, wichtig für die Produktion von roten Blutkörperchen, oder Calcium, einem Mineral für gesunde Knochen, ist häufiger die Rede. Magnesium beispielsweise genießt ebenfalls einen guten Ruf, da es die Energielevel hochschraubt, Osteoporose bekämpft und sich lindernd auf Kummer und Sorgen auswirken kann. Zink ist allerdings einer der Mikronährstoffe, die nicht gerade selten ans Ende der Liste von wichtigen Stoffen gepackt wird!

Dass man den Konsum von Zink – ob nun über die Nahrung oder über Supplements – allerdings nicht vernachlässigen sollte, zeigen die folgenden Vorzüge, die das Spurenelement mit sich bringt.

Zink ist unter anderem aus den folgenden Gründen wichtig:

  • Es spielt eine tragende Rolle bei der Immunfunktion.
  • Es wirkt sich positiv auf die Verdauung aus.
  • Es wird für eine gesunde Gehirnfunktion benötigt.
  • Es reguliert Geruchs- und Geschmackssinn.
  • Es ist unerlässlich für die reproduktive Gesundheit.
  • Es stellt eine ordnungsgemäße Stoffwechselfunktion sicher, sprich es trägt zum Kalorienverbrauch bei.

Basierend auf einer Studie der Technischen Universität München, die erst im April diesen Jahres veröffentlicht wurde, ist Zink auch sehr wichtig für ein gesundes Herz. Ein Zinkmangel im Körper kann demnach oxidativen Stress auf den Herzmuskel ausüben, was wiederum zu einer verringerten Herzfunktion und einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen führt.

Ein Zinkmangel kann sich in vielerlei Hinsicht negativ auf die Gesundheit auswirken.

Die deutschen Wissenschaftler untersuchten im Zuge ihrer Studie zwar keine Menschen, sondern Ferkel, um die Effekte eines Zinkmangels zu analysieren, doch die Ergebnisse liefern einen interessanten Anhaltspunkt. Die Unterversorgung beeinflusste den Herzmuskel der Tiere nämlich negativ. Aufgrund des Mangels an Zink verringerten sich auch die Konzentrationen an Glutathion und Vitamin E, die den Körper beide vor oxidativem Stress schützen. Sogar in den frühesten Stadien von stressbedingtem Schaden am Herzmuskel kann ein Zinkmangel in einer erhöhten Veranlagung für kardiovaskuläre Erkrankungen resultieren.

Obwohl die Forscher die Studie auf wenige Tage beschränkten, waren die Effekte des Zinkdefizits gut auszumachen. Der Mangel am Mikronährstoff führte zu einem schnelleren Zelltod (Fachbegriff: Apoptose), was gleichzeitig ein drastisch erhöhtes Risiko für die Herzgesundheit bedeutete. Die Körper der Ferkel waren jedenfalls wegen dem Zinkmangel nicht in der Lage, dem erhöhten oxidativen Stress entgegenzuwirken. Kompensiert hat das Herz den Missstand dadurch, dass es die anderen Organe deren Zink raubte, was eine Entzündung niedrigen Grades zur Folge hatte.

Wer also über die Nahrung nicht genügend Zink aufnimmt, für den bietet es sich an, das Mineral mit 25 bis 50mg täglich zu supplementieren. Viel mehr sollte man jedoch nicht zuführen, da ansonsten zum Beispiel ein Kupfermangel entstehen kann, mit dem ebenfalls negative Effekte einhergehen. Zu zinkhaltigen Lebensmitteln gehören mitunter Käse, Nüsse, Kerne und auch Rindfleisch oder Hülsenfrüchte!


Quelle: breakingmuscle.com/fitness/dont-underestimate-the-power-of-zinc
Referenzstudie:
Brugger, Daniel, and Wilhelm M. Windisch. “Short-Term Subclinical Zinc Deficiency in Weaned Piglets Affects Cardiac Redox Metabolism and Zinc Concentration.” The Journal of Nutrition 147, no. 4 (April 1, 2017): 521–27. doi:10.3945/jn.116.240804.

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