Darauf kommt es bei der Ernährungsplanung wirklich an!


Wir kennen sie alle, die leidige Diskussion darüber, ob Low Carb oder Low Fat die bessere Variante zum Fettabbau darstellt oder ob Carb Cycling vielleicht das Non-Plus-Ultra der Fitness Ernährung ist. Wer hatte nicht auch schon im Gym darüber debattiert? Dabei entstehen dann häufig auch wirkliche Glaubenskriege, was macht die Sache umso schwieriger macht und zwar in vielerlei Hinsicht, denn wenn man sich fest an eine bestimmte Art klammert, irgendetwas zu tun, dann spielen meist Emotionen eine große Rolle. Leider mittlerweile auch in der Wissenschaft. Nicht nur die Wissenschaftler selbst, sondern auch diejenigen, die die Ergebnisse diskutieren, verlieren dann schnell ihre Objektivität, die notwendig ist, um Daten zu analysieren. Auch das ist nicht immer außergewöhnlich, teilweise sogar verständlich. Nehmen wir beispielsweise einen Wissenschaftler, der vielleicht 20 Jahre seines Lebens damit verbracht hat, auf einem bestimmten Gebiet zu forschen und plötzlich stellt sich heraus, dass er vielleicht doch nicht so richtig lag, wie es immer den Anschein hatte. Das ist für viele ein Schlag ins Gesicht und man versucht die Ergebnisse daraufhin schön zu reden. Wenn auch noch finanzielle Interessen dahinter stecken, macht das die ganze Sache nicht einfacher. Lange Rede, kurzer Sinn: Genau so etwas ließ sich jüngst wieder beobachten!

Die Überlegenheit ketogener Ernährungsformen beim Muskelaufbau und Fettabbau

Eine neue Studie über ketogene Ernährung für Bodybuilder hat so einiges richtig gemacht, denn hier wurden tatsächlich trainierte Personen mit entsprechender Trainingserfahrung und Kraftwerten herangezogen, die sich zudem noch sehen lassen können. Genau diese Sportler wurden über den Versuchszeitraum von elf Wochen entweder auf eine typische „Western Diet“ oder aber auf eine ketogene Kostform gesetzt. Das Besondere daran: Die Kalorien waren in beiden Gruppen gleich hoch (ausgeglichene Bilanz) und ebenso das Protein (20% der Kalorien aus Eiweiß). Anschließend wurden die Probanden regelmäßig überwacht und am Ende der Studie konnte man herausfinden, dass es keinen Unterschied in Bezug auf Fettabbau oder Muskelaufbau macht, ob man nun mit oder ohne Kohlenhydrate diätet.

Was können wir daraus schlussfolgern?

Beim Abnehmen kommt es scheinbar nur auf Kalorien und Protein an, die Verteilung von Kohlenhydraten unf Fett spielt demnach keine Rolle.

Die relevanten Punkte zum Fettabbau sind Kalorien und Protein. Wenn diese beiden Werte stabil sind, macht es keinen Unterschied, ob man nun Low Carb oder High Carb diätet und zwar in beide Richtungen, was bedeutet, dass man auch in Sachen Muskelaufbau keinen Vorteil durch mehr Kohlenhydrate oder einen Nachteil durch eine ketogene Ernährungsform hat. Vielmehr kann man sich praktisch aussuchen, womit man besser zurechtkommt. Protein und Kalorien stabil halten ist immer die Grundvoraussetzung. Bei gleicher Kalorienzufuhr hat hingegen eine Diät mit mehr Protein gegenüber einer Diät mit weniger Protein gewisse Vorteile beim Fettabbau. Das ist praktisch das Einzige, was beachtet werden muss.

Und die Gesundheit?

In dieser Studie konnten auch in Bezug auf die Gesundheit keinerlei Vor- oder Nachteile einer eher kohlenhydratreichen oder kohlenhydratarmen Ernährung festgestellt werden. Die gemessenen Blutmarker entwickelten sich auf vollkommen gleiche Weise. Sind also all die Behauptungen und Untersuchungen zu den positiven gesundheitlichen Effekten einer Low Carb Ernährung irrelevant? Nein! Man muss bedenken, dass in dieser Untersuchung sportliche, junge und gesunde Probanden untersucht wurden. Bei diversen Krankheitsbildern mag die Situation eine andere sein. Für den gesunden Sportler scheint allerdings eine spezielle Diät nicht notwendig zu sein, sofern man sich an die Grundlagen einer gesunden Ernährung mit der Deckung aller relevanten und essentiellen Nährstoffe hält.

Fazit

Das Fazit ist ganz klar: Mach das, womit du dich am besten fühlst, was du am ehesten auf Dauer durchhalten kannst, was zu dir und deinem persönlichen Geschmacksempfinden passt und womit du dich am besten anfreunden kannst. Entscheidend sind Kalorien und Proteingehalt, bei der restlichen Makronährstoffverteilung kannst du hingegen flexibel sein!


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