Instagram als Diäthilfe?


Die Welt der sozialen Netzwerke, der sich zugegebenermaßen nur die allerwenigsten entziehen können, ist voll von Menschen, die teilweise fast schon verzweifelt auf der Suche Aufmerksamkeit, Bestätigung und Likes sind. Doch auch wenn die Kritiker diverser Online Plattformen wohl in genauso großer Anzahl vorhanden sind wie die Befürworter, könnten Dienste wie Instagram, mit denen sich insbesondere Bilder im Handumdrehen mit der Allgemeinheit teilen lassen, positive Auswirkungen auf eine Diät haben. Das zumindest wollen amerikanische Wissenschaftler der University of Washington in einer 2017 erschienenen Studie herausgefunden haben!

In einem aktuellen Experiment beschäftigten sich die besagten Forscher mit dem Verhalten von Menschen, die Instagram sozusagen als eine Art Ernährungstagebuch verwenden. Die Probanden fotografierten üblicherweise alle konsumierten Mahlzeiten, Getränke und kalorienhaltigen Getränke. Dazu gehörten sowohl gesündere Lebensmittel, die Teil ihres Plans waren, als auch Cheats, die als Zeichen fehlender Willenskraft galten. Manche der Studienteilnehmer protokollierten später die Kalorien und Makronährstoffe der einzelnen Speisen und Getränke, doch der Großteil beließ es bei den Bildern.

Zuallererst fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Probanden mit dieser Methode des Trackings vergleichsweise konsequenter waren. Ein handgeschriebenes Ernährungstagebuch oder eine funktionsgleiche App haben zwar ihre Vorteile, doch das Ganze wird schnell monoton und zwanghaft. Bilder mit dem Smartphone zu machen ist schnell, einfach und bringt teilweise sogar Spaß.

Dann gibt es da noch etwas, das wir den “Rastereffekt” nennen. Wie Sean Munson, Seniorautor der Studie, in einem Kommentar sagt, sei ein einziges Bild von einer Pizza oder einem Donut einfacher als spezieller Anlass wegzurationalisieren, während man sich bei einer ganzen Reihe von Cheat Meals im Raster schneller selbst infrage stellen würde. Wenn man ehrlich zu sich selbst und beständig ist, erkennt man Muster im eigenen Ernährungsverhalten.

Das Führen eines Ernährungstagebuchs auf Instagram kann Wissenschaftlern zufolge einige Vorteile bieten.

Wie bei einem herkömmlichen Ernährungstagebuch, wird man auch mit einem “Photo Log” achtsamer. Diese Achtsamkeit ist gerade für Menschen, die sich erst kürzlich einer gesunden Ernährung verschrieben haben, ein wichtiger Punkt. Sich die Regel zu setzen, jede konsumierte Speise zu fotografieren und öffentlich zu teilen, kann ein mächtiges Werkzeug sein. Die Zeiten, in denen man die Reste vom Teller des Partners oder des Kinds noch aufisst oder den kostenlosen Kuchen im Büro vertilgt, weil derartige “Ausraster” ja bekanntlich nicht zum eigenen Plan zählen, gehören damit oftmals der Vergangenheit an.

Die Forscher bermerkten außerdem die Effekte auf das Verantwortungsbewusstsein, die mit dem Führen eines Photo Logs einhergingen. Einen Coach buchen viele auch nicht deshalb, um einen magischen Plan ausgehändigt zu bekommen, sondern um von der Präsenz einer Person zu profitieren, die einen selbst für seine Erfolge verantwortlich macht. Unterbewusst handelt jedenfalls eine Vielzahl von Menschen auf diese Weise.

Ein Ernährungstagebuch auf Instagram dient demselben Zweck und das auch noch kostenlos. Man macht sich durch regelmäßige Posts verantwortlich und wenn nicht, werden es die Follower übernehmen. Es kann hilfreich sein, wenn man weiß, dass andere Personen mit den gleichen Zielen einem über die Schulter schauen. Man kann hier durchaus von einem positiven Gruppenzwang sprechen.

Viele der Probanden in der aktuellen Studie berichteten zudem davon, dass sie nach dem Erreichen ihrer Ziele die Errungenschaften aufrechterhalten konnten, indem sie andere bei deren Bestrebungen unterstützten. Das Ganze wird zu einer Aufwärtsspirale der Verstärkung.

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In verwandten Studien stellten Forscher fest, dass Probanden ihre gesunde Mahlzeit als schmackhafter empfanden, wenn sie zuvor ein Bild davon machten, was es schlussendlich einfacher macht, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen und sich an einen vorgegebenen Plan zu halten.

Dies ist eventuell verknüpft mit einem anderen psychologischen Phänomen: Untersuchungen zeigten, dass eine eigens zubereitete Mahlzeit besser schmeckt und sättigender ist. Manche nennen es den “IKEA Effekt”: Man hat es selbst zusammengestellt, also muss es gut sein.

Zusätzliche Ideen

  • Denke über einen neuen Account nach: Auf diese Weise langweilst du Freunde und Familie nicht und außerdem kann man sich den “Rastereffekt” komplett zunutze machen, da kein Foto vom Hund oder dem eigenen Auto den Fluss stört.Du kannst den Account privat halten und nur bestimmte Personen verfolgen lassen oder ihn der Allgemeinheit zugänglich machen. Auch ein privates Profil für dich allein ist eine Option. Manche der Vorteile können auch ohne soziale Unterstützung zum Tragen kommen.
  • Verwende Hashtags: #foodjournal und #foodiary sind üblich und grenzen die Kategorie deines Profils ein. Wenn du eine bestimmte Ernährungsform anwendest, kannst du in diesem Zusammenhang auch beliebte Hashtags wie #lowcarb verwenden. Dadurch bekommst du neue Follower hinzu, kannst dich mit ihnen austauschen und von ihrem Support profitieren.
  • Sei ehrlich: Wenn etwas Kalorien enthält, dann mach’ davon ein Foto, auch von Cheat Meals. Selbst wenn es nur eine Probe beim Gang durch den Supermarkt ist, macht es dir deine Gewohnheiten bewusst.

Quelle: t-nation.com/diet-fat-loss/tip-a-new-kind-of-food-log
Referenzstudie:
University of Washington. “Food photos help Instagram users with healthy eating.” ScienceDaily, 2017.

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