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Lean vs. Shredded – Die harte Wahrheit!


Die Begriffe “lean” und “shredded” sind zwei ziemliche Modewörter innerhalb der Fitness Szene. Doch hier passen sie wie die Faust aufs Auge: Denn lean werden, im Sinne vom Erreichen eines Körperfettanteils von 12%, sollte fast jeder schaffen. Wirklich shredded werden und den Körperfettanteil unter 7% zu bekommen, schaffen allerdings nur die wenigsten Athleten. Im nachfolgenden Beitrag sehen wir uns die Unterschiede zwischen diesen zwei “Zuständen” an und klären auf, für wen was überhaupt Sinn macht.

1. Etwas Hunger vs. dauernd Hunger

Wenn man eine Diät macht und in niedrige Bereiche des Körperfettanteils vordringt, dann meldet sich meistens irgendwann der Hunger. Solange man allerdings nicht zu tief mit dem KFA geht, ist das Ganze noch gut auszuhalten. Unter 8% wird es dann aber meist richtig schlimm und man hat wirklich fast konstanten Hunger. Dass das oft nicht gerade förderlich sein kann, liegt auf der Hand. Denn genau deshalb bekommen viele Sportler regelrechte Fressattacken und scheitern somit früher oder später.

2. Normale Gelüste vs. verrückte Gelüste

Bei einer Diät, die einem einen KFA von ca. 12% verschaffen soll, kommt es schon öfters dazu, dass man Lust auf einen Burger oder eine Pizza hat. Doch wenn man wirklich beinahe in Wettkampfform kommen möchte, dann können teils auch richtig verrückte Gelüste hinzukommen. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass man nahezu süchtig nach eingelegten Gurken wird oder der Soja Saucen Verbrauch plötzlich stark ansteigt.

3. Glücklich vs. mürrisch

Bis zu einem KFA von ca 12% hält man die Diät meistens noch ganz gut aus und ist auch ziemlich glücklich. Klar hat man hier und da mal Hunger, aber es ist definitiv nicht so, dass man gleich launisch werden würde, nur weil einem irgendeine Kleinigkeit nicht passt. Kommt man allerdings in die schwer aushaltbaren Bereiche, schlägt das vielen Athleten enorm auf die Psyche und die Laune sinkt auf Tiefstniveau. Dies wirkt sich bei vielen Wettkampf Sportlern meist äußerst negativ auf ihr soziales Leben aus, da die Toleranz der nahestehenden Personen nicht unbegrenzt ist.

4. Man ist bei Training und Ernährung nicht mehr so flexibel

Einfach nur gut in Form zu kommen sollte jeder schaffen, indem er sich gutes Wissen aneignet und dieses dann in der Praxis umsetzt. Um dieses Ziel zu erreichen kann man auch ziemlich flexibel sein und sich sogar in der Diät mal etwas gönnen oder ein Training verpassen. Doch wenn man wirklich shredded werden möchte, dann verzeiht es das nicht mehr. Hier muss einfach alles stimmen, da jede Kleinigkeit einen Einfluss auf das Endergebnis haben kann und wird. Das gilt besonders, wenn ein Wettkampf ansteht, bei welchem eine sehr gute Platzierung erreicht werden soll. In diesem Fall kann und darf nämlich einfach nichts dem Zufall überlassen werden.


Helmut Strebl shredded

Der mittlerweile 47 Jahre alte Helmut Strebl ist der Inbegriff von “shredded sein”. Er geht in Sachen Training und Ernährung allerdings auch mit herausragender Disziplin vor.


5. Man braucht eine solide Grundbasis

Ein sichtbares Sixpack kann jeder bekommen, doch wenn man wirklich ripped werden will, dann braucht man einfach eine gewisse Menge an Muskulatur. Denn wenn diese nicht vorhanden ist, dann wird man auch nicht wirklich gut aussehen, sobald man einen tieferen Körperfettanteil hat. Zusätzlich dazu kommt mit mehr Muskulatur auch meistens mehr Vaskularität und diese ist ein weiterer Faktor für diesen speziellen Look.

6. Man wird fast verrückt

Jeder, der sich schon mal auf einen Wettkampf vorbereitet oder einen wirklich tiefen Körperfettanteil erreicht hat, wird es kennen: die Gedankenspielchen! Am einen Tag denkst du, dass du super aussiehst und noch locker durchhältst. Am nächsten Tag fühlst du dich flach, siehst auch dementsprechend aus und denkst, dass du unbedingt einen Refeed brauchst. Der Kopf spielt uns also Streiche und umso weniger Körperfett du noch hast, desto mehr musst du lernen darauf zu vertrauen was du machst, um dich nicht so leicht aus der Bahn werfen zu lassen.

7. Aufopferung

Wer wirklich eine Form erreichen will, die nur ein paar Prozent aller Kraftsportler jemals in ihrem Leben erreichen, der muss wirklich dafür leben und sich dementsprechend dafür aufopfern. Wirklich heftige Resultate kann man eben nur erzielen, wenn man bereit ist, alles dafür zu geben.

Was ist sinnvoll für mich?

Echte(!) 5 bis 7% Körperfett sind garantiert nicht leicht zu erreichen. Ein derartiger Zustand kann sich nicht nur negativ auf das soziale Leben (Freunde, Familie, Partner/in) auswirken, sondern auch gesundheitsschädlich sein. Durch die extremen Veränderungen kommt es nämlich zum Beispiel zu einer starken Veränderung des hormonellen Umfelds, wovon sich manche Athleten nur schwer wieder erholen. Jemand, der diesen Sport nicht auf Wettkampf Niveau macht und auch nicht sein Geld damit verdient, der sollte sich deshalb genau überlegen, ob es das wirklich wert ist. Diese Entscheidung muss im Endeffekt natürlich jeder für sich selbst treffen.


Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/lean-vs-shredded-the-cold-hard-truth

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