Radikale Diäten – Gute oder schlechte Idee?


Wir kennen es aus dem typischen Alltag: Trink- oder Saftdiäten und irgendwelche Crash Varianten der Ernährungsführung aus diversen Artikeln, meist aus irgendwelchen ominösen Frauenzeitschriften. Im Fitness Business weiß man es jedoch scheinbar besser. Hier werden eigentlich fast durchgehend langfristige Diäten mit einem nur moderaten Kaloriendefizit angepriesen. Proteinreich und ansonsten ausgewogen muss der Ansatz zu beschreiben sein, so könnte man das Ganze zusammenfassen,  denn Crash Diäten führen eigentlich nur dazu, dass man Muskelmasse verliert und der Stoffwechsel einschläft. Doch was ist eigentlich wirklich dran an diesen Aussagen? Könnten Crash Diäten vielleicht sogar im Bodybuilding und Fitness Sport sinnvoller sein als gedacht?

Die Vorteile einer radikalen Diätführung

Eines ist wohl für jeden von uns klar: wir wollen Ergebnisse und in der Regel wollen wir nicht lange auf sie warten. Wir wollen sie schnell, denn die meisten Bodybuilder und Fitness Sportler gehen in erster Linie nicht wegen dem Fettabbau ins Studio, sondern weil sie Muskeln aufbauen möchten. Eine Definitionsphase ist demnach in der Praxis nur ein notwendiges Übel, um die aufgebaute Muskelmasse auch wirklich zum Vorschein zu bringen.

Ein Großteil der Sportler hat offenbar eher die Motivation, sich kurz, dafür aber ordentlich zu quälen, anstatt wochen- und monatelang vor sich hin zu diäten. Der Aspekt des Antriebs einer Diät kann demzufolge nicht abgestritten werden. Außerdem sind die ersten Tage und Wochen einer kalorienreduzierten Phase noch die effektivsten, denn schließlich startet man im Normalfall aus einem sanften Überschuss in eine Diät. Der Stoffwechsel läuft folglich auf Hochtouren und die hormonelle Situation sollte im Lot sein. Beginnt man nun auch gleich noch mit einer eher aggressiven Kalorienkürzung, treffen diese beiden Extreme aufeinander. Ein Rennpferdstoffwechsel trifft auf ein extremes Defizit.

Fettfreisetzung, Fettverbrennung und Fettabbau dürften speziell während der ersten fünf bis zehn Tage auf Hochtouren laufen. Dieses Konzept eignet sich mehr oder weniger perfekt als Kickstarter für eine längerfristig ausgelegt Diät.


Radikale Diäten sind im Bodybuilding zwar nicht an der Tagesordnung, aber dennoch eine hin und wieder genutzte Alternative.


Die Nachteile einer radikalen Diätführung

Wie so häufig oder fast immer, ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt. Wird zu wenig Protein konsumiert, stößt man in der Tat auf die eingangs angesprochenen Probleme. Es wird schwierig, die Muskelmasse zu halten. Für einen Bodybuilder, der sich auf einen Wettkampf vorbereitet, sollte klar sein, dass die typischen Crash Diäten nicht geeignet sind. Vielmehr sollte man sich auf Dinge wie die PSMF Diät oder Ähnliches verlassen. Bei diesen Ansätzen ist genug Protein vorhanden, um die Muskelmasse selbst bei einem hohen Defizit zumindest vorübergehend gut zu schützen.

Vorübergehend reicht in diesem Fall auch aus, denn je niedriger der Körperfettanteil ist, desto kürzer sollte eine solche Extremdiät ausfallen. Zehn bis 14 Tage sind oftmals schon ausreichend, um ein gutes Niveau zu erreichen. Durch ein Defizit von 1000 Kalorien am Tag, das sich aufgrund des hohen Thermic Effect of Food durch Protein noch erhöht, ist es nicht unwahrscheinlich, während dieser Zeit 10.000 bis 14.000 Kalorien im Defizit zu sein, was zu einem reinen Fettverlust von bis zu zweieinhalb Kilo innerhalb von gerade einmal zwei Wochen führen kann.

Anschließend wechselt man wieder für einige Zeit auf Erhaltungsbasis oder einen leichten Überschuss, bevor man jenes kurze Vorgehen wiederholt. Dadurch muss man praktisch nie wirklich lange diäten und bleibt immer verhältnismäßig gut in Form. Diese Strategie kann also im Zuge von Mini Cuts wirklich hervorragend auch in Form längerfristiger Wiederholung der besagten Prozedur verwendet werden.

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