5 Fakten, die du unbedingt über Fett wissen musst


Fett ist einer der am meisten diskutierten Makronährstoffe überhaupt. Gefühlt ändert sich sein Image alle paar Jahre komplett: vom Bösewicht, der fett und krank macht, bis hin zum Alleskönner, der einem Gesundheit und eine schlanke Figur beschwert. Doch was stimmt eigentlich wirklich? Welche Fakten rund um das Nahrungsfett entsprechen der Wahrheit und welche davon solltest du unbedingt kennen? Wir verraten es dir!

Fakt 1: Fett macht nicht fett

Wer kennt sie nicht? Sprüche wie „Fett macht fett!“ oder „Man ist, was man isst!“. Beides natürlich vollkommen falsch, denn Fett macht nicht fett, zumindest nicht per sé. Es sind immer die zu vielen Kalorien, die gegessen werden und am Ende des Tages fett machen. Klar, dieser Kalorienüberschuss kann dann vielleicht aus Fetten stammen und dadurch, dass Fett mehr als doppelt so viele Kalorien als Proteine und Kohlenhydrate besitzt und gleichzeitig noch ein sehr viel geringeres Volumen aufweist, ist es nicht unwahrscheinlich, bei sehr fettreicher Ernährung schnell über sein Kalorienziel hinauszuschießen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man Fett generell aus seiner Ernährung streichen sollte. Fett ist gerade aufgrund seiner hohen Energiedichte eben auch ein hervorragender Energielieferant über den Tag hinweg, wenn gerade nicht intensiv trainiert wird. Dementsprechend sollte man keine Angst vor Nahrungsfett haben, solange die Kalorien im Lot sind.

Fakt 2: Fett macht nicht krank

Fett macht nicht fett, man muss es lediglich mit Vorsicht genießen, da es quasi doppelt so viele Kalorien liefert als die anderen Makronährstoffe.

Wie bei Fakt 1, gilt auch hier, dass Fett an sich nicht krank macht. Es gibt bestimmte Fettsäuren – die trans-Fettsäuren – für die tatsächlich eine Ausnahme gilt, doch es gibt auf der anderen Seite dafür auch Fettsäuren, wie etwa die einfach-ungesättigten Fettsäuren – etwa aus Olivenöl – die einen nachgewiesen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Die vor allem in Fischöl enthaltenen mehrfach-ungesättigten Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sind sogar essentiell und müssen mit weiteren Omega-6-Fettsäuren, wie etwa die Linolsäure, unbedingt zugeführt werden. Andernfalls würde es langfristig zu Mangelerscheinungen kommen. Auch die pflanzliche Omega-3-Fettsäure (alpha-Linolensäure) hat mehr als positive Eigenschaften im Bereich der Entzündungsregulation. Hier davon zu sprechen, dass Fette krank machen würden oder ungesund sind, wäre ganz sicher absolut falsch und zu verallgemeinernd gesagt.

Fakt 3: Gesättigte Fettsäuren müssen nicht gemieden werden

Gesättigte Fettsäuren haben schon immer einen schlechten Ruf, doch das nicht zu Recht, denn sie müssen nicht gemieden werden. Ausreichend gesättigte Fettsäuren zuzuführen, kann zu einer Optimierung der Testosteronproduktion führen. Alleine das sollte für Fitness Sportler Grund genug sein, die sie nicht vollkommen aus der Nahrung zu verbannen. Gesättigte Fette haben zwar ansonsten kaum gesundheitlich positive Eigenschaften, aber eben auch keine gravierenden negativen Effekte. Man kann sie daher eher als „neutral“ einstufen. Sie haben nur den Zweck, als Energielieferanten zu dienen. Es macht demzufolge insgesamt Sinn, den Großteil der zugeführten Fette über einfach-ungesättigte Fettsäuren abzudecken, ein krampfhaftes Meiden der gesättigten Fette ist jedoch nicht notwendig.

Fakt 4: Tierische Fette sind nicht immer schlechter als pflanzliche Fettsäuren

Oftmals liest man nach wie vor, man solle tierische Fette meiden und durch pflanzliche Fette ersetzen. Diese seien sehr viel gesünder. Doch auch das ist falsch! Zurückzuführen sind diese Aussagen in der Regel darauf, dass tierische Fette zu einem höheren Prozentanteil aus gesättigten Fettsäuren bestehen und pflanzliche Fette überwiegend ungesättigter Natur sind. Das Ganze kann aber genauso ins Gegenteil gehen: etwa 40 bis 55 Prozent der beispielsweise im Fleischfett vorkommenden Fettsäuren sind ebenfalls einfach-ungesättigt und zu viel mehrfach-ungesättigte Fettsäuren aus dem pflanzlichen Distelöl können auf der anderen Seite starke Entzündungsreaktionen in unserem Körper fördern. Das ist nicht unbedingt „das Gelbe vom Ei“ (was auch wieder ein tierisches Fett wäre, das zu Unrecht verurteilt wird). Bevor man solche Aussagen trifft und generell urteilt, sollte man sich besser genauer anschauen, wie die Fettsäurenzusammensetzung der einzelnen Fette wirklich aussieht.

Fakt 5: Trans-Fettsäuren sind nicht alle schlecht

In den Abschnitten oben wurde bereits angesprochen, dass trans-Fettsäuren gemieden werden sollten und potentielle Krankmacher sind. Es gibt aber eine Ausnahme: die konjugierte Linolsäure, die man wahrscheinlich eher unter dem Namen CLA kennt. CLA hat antioxidative und krebspräventive Eigenschaften. Zudem kann sie den Fettstoffwechsel verbessern und wird teilweise sogar als Fatburner angeprießen – wobei diese Eigenschaft eher auf wackeligen Beinen steht. Dennoch, vor dieser Fettsäure muss keiner Angst haben.

Fazit

Fette sind nicht böse und machen nicht generell krank oder fett. Man muss sich nur ein klein wenig auskennen, um einschätzen zu können, welche Fette man gegebenenfalls bevorzugen sollte. Dann profitiert man sogar eher noch von einer ausreichenden Fettzufuhr.

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