6 Wege, um den Darm auf Muskelaufbau zu programmieren!


Wenn es um den Muskelaufbau geht, kennt die Kreativität dieser Branche keine Grenzen. Weder auf Athleten- noch auf Industrieseite wird man nicht mindestens eine Person finden, die noch verrückter ist als alle anderen und eine ganz neue Idee hat, wie sie den Aufbau von qualitativer Masse positiv beeinflussen kann. Irrwitzige Testosteronbooster oder höchst anabole Produkte, die eigentlich nur aus HMB bestehen, aber auch neuartige Trainingsansätze, die mehr an das Ballett, als an konventionelles Krafttraining erinnern, sind nur einige Beispiele, die die aktuelle Szene prägen. Verständlich, dass immer nach neuen Wegen gesucht wird, um leichter und schneller am Ziel anzukommen. Der Weg des geringsten Widerstands steckt in jedem von uns und wird immer angestrebt – natürlich bei maximalen Erfolgen. Dabei muss man überhaupt nicht um tausend Ecken denken und wird schon einen riesigen Schritt in Richtung Muskelaufbaupotenzial gehen, wenn man sich mit intelligenter Herangehensweise seiner Verdauung widmet.

„Du bist, was du isst“ predigt der Volksmund und damit liegt er gar nicht so verkehrt. Im Hinblick auf weiteren Muskelzuwachs wird die Bedeutung dieses Sprichworts noch deutlicher, wenn man sich das Potenzial eines optimal funktionierenden Darms anschaut.

Wahrscheinlich würde es noch mehr Sinn ergeben, wenn man getreu dem Motto „Du bist, was du absorbierst“ handelt. Die Gesundheit des Darms hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel, die Gesundheit und die Körperkomposition.

Die Wissenschaft ist sich einig darüber, dass eine gesunde Darmflora durch unsere Ernährung beeinflusst werden kann. Während die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt, kann bereits festgestellt werden, dass Menge, Art und Zeitpunkt unserer Mahlzeiten positiv oder negativ auf unsere Darmgesundheit wirken.

Der Darm

Man weiß bereits, dass der Darm ein zehn Meter langer Schlauch ist, der sich vom Mund bis zum Anus zieht und Heimatort von einer schier nicht überschaubaren Anzahl von Bakterien und Mikroorganismen ist. Die meisten von ihnen befinden sich im Dickdarm und unterscheiden sich in ihrer Art und Vielfalt.

Diese Bakterienstämme verstoffwechseln Nährstoffe, die nicht im Magen verdaut und absorbiert wurden, um verschiedene Stoffe zu produzieren, die danach vom Körper aufgenommen werden können.

Während manche der Organismen positive Stoffe für den Körper produzieren, gibt es auch solche, die einen negativen Einfluss auf uns haben und zu Gesundheitsproblemen führen.

Die individuelle Ernährung entscheidet letztendlich über den Einfluss und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen guten und schlechten Bakterienstämmen. Grundsätzlich muss man danach Streben, dieses Verhältnis so zu gestalten, dass ein optimales Umfeld für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Muskelaufbaupotenzial geschaffen wird.

Dafür bedarf es keiner ausgefallenen Methoden. Mit wenigen Optimierungen wird man bereits positive Veränderungen hervorrufen können.

Reduzierung von Einfachzuckern und verarbeiteten Kohlenhydraten

Zucker füttert die Bakterien, die im Verdacht stehen, die Gesundheit zu beeinträchtigen. Je mehr industriell verarbeitete Kohlenhydrate und Einfachzucker verzehrt werden, desto mehr schlechte Bakterien siedeln sich im Darm an.

Das führt dazu, dass vermehrt Zwischenprodukte produziert werden, die eine Gewichtszunahme und gesundheitliche Probleme fördern. Diese reichen von Allergien über Diabetes bis hin zu Herzproblemen.

Um diesem Effekt zu entgehen, scheint die Reduzierung von stark verarbeiteten Kohlenhydraten sinnvoll.


Stark verarbeitete Kohlenhydrate fördern eine schlechte Darmflora.


Reduzierung von Gluten

Gluten hat in den letzten Jahren einen Hype in den Medien erlebt. Nicht ganz zu Unrecht. Das Klebeeiweiß, das vorrangig in verschiedenen Getreidesorten zu finden ist, kann schnell zu Blähungen oder einem aufgeschwommen Look führen. Menschen, die extrem anfällig auf dieses Eiweiß reagieren, berichten von entzündlichen Reaktionen.

Ganz besonders Weizen neigt dazu, einen hohen Glutenanteil aufzuweisen und die negativen Effekte zu verstärken. Aktuelle Studien zeigen, dass die Pflanzenart bei einem Großteil der Menschen entzündliche Reaktionen hervorruft. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.

Das Immunsystem kann diese Reaktionen bis zu einem gewissen Punkt verkraften. Übermäßiger Verzehr führt aber gerade in Verbindung mit einem stressigen Alltag zu gesundheitsbedrohlichen Reaktionen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Liegt einem die Gesundheit am Herzen, muss das Gluten aus dem Speiseplan verschwinden. Brot, Pasta und Kekse sollten durch darmfreundlichere Alternativen ersetzt werden.

Mehr Gemüse

Gemüse ist und bleibt ein gesundheitsförderlicher Wohltäter. Insbesondere Kohlgemüse, Brokkoli, Zwiebeln und grüne Bohnen, aber auch moderate Mengen stärkehaltiger Gemüseprodukte wie Süßkartoffeln und Rüben wirken sich positiv auf die Darmflora aus.

Warum? Sie füttern und fördern gute Bakterienstämme, während die schlechten Mikroorganismen minimiert werden.

Qualitativ hochwertiges Protein

Als Athlet wird man schon höchstwahrscheinlich genügend Protein in seine Ernährung integrieren. Was aber genau bedeutet hochwertig?

Täglich drei Portionen aus tierischen Quellen – also fettarmes, rotes Fleisch oder Hähnchen und Eier –, Milchprodukte wie Joghurt und ein qualitatives Whey stehen hier an erster Stelle.

Vegetarier haben es etwas schwieriger, können aber auf Nüsse und Hülsenfrüchte zurückgreifen. Mindestens zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sollten es sein.

Gute Fette

Wenn Einfachzucker und industriell verarbeitete Kohlenhydrate reduziert werden, können diese durch gute Fettquellen ersetzt werden.

Entgegen der Meinung von Verfechtern einer fettreduzierten Ernährung zeigen aktuelle wissenschaftliche Belege, dass Nüsse, Olivenöl, Avocados, aber auch tierische Fettquellen positiv auf die Gesundheit wirken. Auch Eier und Vollfettmilchprodukte tragen ihren Teil zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

Unter allen Umständen sollten industriell verarbeitete Öle wie Pflanzenöle vermieden werden, weil sie entzündliche Reaktionen hervorrufen und negativ auf den Körper wirken.


Kimchi bietet viele Vorteile für einen gesunden Darm.


Probiotika und fermentierte Produkte

Probiotika sind heutzutage in vielen verschiedenen Produkten zu finden. Eine sehr gute Quelle bietet Joghurt. Fermentierte Lebensmittel, wie zum Beispiel Kimchi oder Sauerkraut, enthalten ebenfalls gute Bakterienstämme.

Zusätzlich rollt eine Welle neuartiger Produkte wie Kombucha auf uns zu, die mittlerweile überall verfügbar sind und einen Platz in der Ernährung verdienen. Wem das noch zu neumodisch erscheint, der kann sich auch an Ergänzungsmitteln aus der Apotheke bedienen, um genügend Probiotika zuzuführen und dem Darm etwas Gutes zu tun.

Mit der richtigen Auswahl an Lebensmitteln und der Verbannung von solchen, die den Darm negativ beeinflussen, wird man in absehbarer Zeit von den Vorteilen einer gesunden Darmflora profitieren. Natürlich dauert es, bis die positiven Effekte sich bemerkbar machen und der Körper auf die Umstellung reagiert. Drückt man aber die richtigen Knöpfe, kann man sich zukünftig über mehr Energie, weniger Wassereinlagerungen, besseren Schlaf, schnellere Regeneration und nicht zuletzt größeren Muskelaufbau und einen niedrigeren Körperfettanteil freuen.


Quelle: maxs.com.au/blog/improve-gut-health-anabolic-gains/

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