Blick aufs Ganze: Die 4 Säulen der Ernährung!


Wahrlich wird man es heutzutage nicht mehr schwer haben, sich Informationen über die Ernährung zu verschaffen. Wurde das Thema Essen früher noch stiefmütterlich behandelt und man war mit den Lebensmitteln zufrieden, die auf dem Tisch landeten, beschäftigt sich heute ein Großteil der Gesellschaft mit ihrem Lebensmittelkonsum und seinen Auswirkungen. Dabei entstehen verschiedene Ziele. Muskeln aufbauen, Fett abbauen oder einfach nur gesund und vital leben. Für jedes dieser Ziele gibt es in den Weiten des Internets ein Konzept, beworben von einem Ernährungsguru, der seinen Anhängern die genauen Vorgaben predigt. Oft sind diese Konzepte bis ins kleinste Detail ausgetüftelt, betrachten aber nicht das Gesamtbild.

Die Explosion des Internets und unzählige Do-It-Yourself-Website Anbieter ermöglichen es jeder Person, Blogs und Seiten zu erstellen, die sich mit dem Thema Ernährung befassen. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Positiv ist, dass es aktuell mehr Inhalte rund um Lebensmittel, Makronährstoffe und ihre Auswirkungen auf den Körper gibt und jeder Interessierte nur einen Mausklick von ihnen entfernt ist.

Auf der anderen Seite kommt man schnell auf den Gedanken, dass man eigentlich doch nichts über Ernährung weiß, wenn man den hochgelobten Blogs aufmerksam folgt. So kommt es täglich vor, dass die selbe Ernährungsform unterschiedlich betrachtet wird.

Zuerst sollen Kohlenhydrate fett machen, Diabetes fördern und die Gesundheit beeinträchtigen. Zwei Stunden später predigt der Blog dann, dass Kohlenhydrate dazu beitragen, das Risiko für einen Herzinfarkt zu verringern.

Das Problem am ganzen Inhalt der durch die Weiten des World Wide Web schwebt ist, dass er immer darauf abzielt, etwas zu verkaufen oder Klicks zu generieren. Dafür wird größtenteils auf ausgiebige Recherche verzichtet und man hängt sich an kleinsten Details auf.

Trotzdem ist nicht alles schlecht. Durch das verstärkte Interesse der Wissenschaft in den letzten Jahren kann aus dem ganzen Hokus Pokus viel Wertvolles herausgefiltert werden.

#1 – Der Weg ist das Ziel

Es gibt keine Ernährungsform, keine Kalorienanzahl, keine optimale Verteilung von Nährstoffen und keine Lebensmittel, die uneingeschränkt für jedes Ziel funktionieren. Wenn man über die wichtigste Säule der Ernährung spricht, geht es immer darum, dass man weiß, welches Ziel verfolgt wird.

Nur, wer sich im Klaren über das genaue Ziel ist, kann auch einen Plan entwickeln, um dieses Ziel zu erreichen.

Besteht das Ziel zum Beispiel in einer Zunahme von sieben Kilogramm magerer Muskelmasse, muss man vollständig verstehen, was dafür erforderlich ist und wie man am sinnvollsten dort hin kommt:

  • Kalorien
  • Proteine
  • Kohlenhydrate

Um diese Menge an Muskelmasse aufzubauen, bedarf es eines großen Kalorienüberschusses. Dieser steht an oberster Stelle, während die weiteren Faktoren nachrangig sind, auch die Qualität der Lebensmittel und die Verteilung. Man kann noch so qualitativ hochwertige Produkte verwenden. Wenn die Kalorienanzahl nicht stimmt, wird sich nichts verändern.

Nur wer sein Ziel kennt, kann auch die Ernährung sinnvoll gestalten.

An zweiter Stelle steht der Baustoff für die Muskeln. Wer wachsen möchte, muss genügend Material bereitstellen, aus dem Muskeln erschaffen werden können. Vernachlässigt man es, genügend Eiweiß zu konsumieren, lässt man wertvolles Potenzial liegen.

Muskelaufbau geht Hand in Hand mit einer außerordentlichen Leistung im Training. Aus diesem Grund stehen die Kohlenhydrate ebenfalls im Fokus. Wer Muskeln aufbauen möchte, sollte sich also nicht mit einer Low Carb Strategie den Erfolg verbauen.

Anders sieht der ganze Plan aus, wenn man lästiges Fett verbrennen möchte. Wer fünf Kilogramm in zwei Monaten verlieren möchte, muss die Prioritätenliste ändern. Die Kalorien sind weiterhin entscheidend, müssen aber reduziert werden.

Die Bedeutung des Proteins erhöht sich währenddessen, damit aufgebaute Muskelmasse geschützt wird. Das Ziel besteht hier nicht im Wachstum, sondern im Erhalt. Auch die Notwendigkeit nährstoffreicher Lebensmittel steigt in der Diät. Jedes Lebensmittel zählt und liefert wertvolle Inhaltsstoffe.

So wird deutlich, dass es nicht die eine Ernährungsform geben kann, die auf alle Ziele passt.

#2 – Neumodischen Ernährungstrends widerstehen

Als Hundebesitzer wird man die Situation kennen. Jedes Mal, wenn man mit seinem vierbeinigen Freund spazieren geht und ein Eichhörnchen den Weg kreuzt, gibt es für den Hund keine andere Möglichkeit, als ihm hinterherzujagen. Alles andere wird vergessen und sie verfolgen das Tier mit einem Tunnelblick.

Aus dem gleichen Grund scheitern Athleten bei ihrer Ernährung. Sie lassen sich zu leicht vom Weg abbringen. Sie springen von einer Ernährungsform zur nächsten. In diesem Monat ist es Paleo, im darauf folgenden Ketogen und danach Atkins. Basiert eine Ernährungsform auf einem Trick, ist es auch ein Trick.

Baut ein Konzept auf der Fokussierung auf einen einzigen Makronährstoff auf oder funktioniert nur unter Verwendung eines bestimmten Supplements, kann man davon ausgehen, dass eine wiedergeborene Version aus den 80er Jahren vorliegt.

Der Trick besteht darin, sich nicht von neumodischen Trends verleiten zu lassen und Monat für Monat neue Konzepte zu verfolgen. Wer einmal ein Ernährungskonzept für sich gefunden hat, kann dieses über Jahre hinweg beibehalten, ohne den Ernährungsgurus Glauben zu schenken.

Baut ein Ernährungskonzept auf einem bestimmten Supplement aus, ist es nur Augenwischerei.

#3 – Fokus auf das Wesentliche

Neben der ganzen Verwirrung und Komplexität, die auf den heißesten Ernährungsblogs prophezeit wird, ist die Ernährung wahrlich nicht so schwer zu verstehen. Natürlich kann man sich als passionierter Ernährungsspezialist mit den winzigsten Details beschäftigen. Am Ende liegt der Schlüssel zum Erfolg für den Otto-Normal-Verbraucher aber immer im Gesamtkonstrukt.

Um es mit den Worten von Tim Ferris zu beschreiben, machen 20 Prozent der Anpassungen bereits 80 Prozent des Erfolgs aus. Diese 20 Prozent sind im Bereich der Ernährung leicht zu identifizieren:

  • Ernährungswelt

Wer in einem Süßigkeitenladen lebt, wird es schwer haben, konsequent seinen Ernährungsplan zu verfolgen. Wenn das Umfeld nicht auf die Ernährung abgestimmt ist, wird man täglich gegen sämtliche Faktoren ankämpfen müssen.

  • Kalorienbilanz

Es interessiert nicht, was von selbsternannten Propheten im Internet geschrieben wird. Die Thermondynamik hat Einfluss auf den Körper. Jeder wissenschaftliche Beleg kann diese Tatsache unterstützen. Wer seine Kalorienbilanz kontrolliert, kontrolliert auch sein Gewicht. Die Gesetze der Physik können nicht durch trendige Konzepte ausgehebelt werden.

Alleine diese zwei Merkmale machen einen riesigen Anteil am Erfolg der gesamten Ernährung aus. Wer in seiner Ernährungsplanung auf beides achtet, hat große Chancen, sein Ziel zu erreichen.

#4 – Es gibt keine magische Diät

Auch wenn viele es nicht hören wollen. Es gibt kein Geheimnis, das den Fettabbau oder den Muskelaufbau beschleunigt. Alle teuer verkauften Programme, die einen Fettverlust innerhalb von Wochen versprechen, werden nicht zum Erfolg führen.

Alle folgenden Ernährungsformen haben nichts Zauberhaftes an sich und verfolgen im Endeffekt nur die oben besprochenen Grundsätze:

  • Paleo
  • Carb Back Loading
  • Keto
  • Atkins

Die Liste könnte täglich um neue Formen erweitert werden, mit denen versucht wird, ahnungslosen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn sie funktionieren, dann weil sie eine sinnvolle Kalorienbilanz berücksichtigen.

Wer seine Ziele versteht und sich auf diese fokussiert, steht mit den besten Chancen da, sein Ziel zu erreichen. Dazu bedarf es keinem bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Konzept, sondern einem Blick für das Wesentliche. Eine sinnvolle Kontrolle und Anpassung der zugeführten Kalorien mit Blick auf das vorrangige Ziel entscheidet über Sieg oder Niederlage. 


Quelle: muscleandstrength.com/articles/4-pillars-dietary-success-any-fitness-goal

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