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Die 5 größten Lügen auf Lebensmittelverpackungen


Das Aufdrucken von unzähligen positiven Aussagen auf die Verpackung eines Produkts ist nicht nur bei Supplementen gang und gäbe, sondern natürlich auch bei Lebensmitteln. Trotz der Regulierung solcher positiven Angaben durch die Health Claims Verordnung der Europäischen Union werden hierdurch Nahrungsmittel zum Teil deutlich besser dargestellt als sie es in Wahrheit eigentlich sind!

Oft sind es die ungesündesten Lebensmittel, auf deren Packungen die meisten positiven Aussagen zu sehen sind. Dazu gehören beispielsweise Dinge wie „natriumarm“, „mit Vollkorn hergestellt“, „fettarm“ und einige weitere. Wenn man sich dann allerdings die Zutatenliste ansieht, offenbart sich erst das wahre Bild: Zucker, Mehl, Zucker in einer anderen Form und so weiter. Nachfolgend findest du fünf passende Beispiele für derartige Angaben, die oft schwachsinnig sind.

1. Low Fat

Über 40 Jahre lang wurde das böse, böse Fett für diverse Krankheiten verantwortlich gemacht, allen voran für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb entwickelte sich die Bezeichnung „fettarm“ beziehungsweise „Low Fat“ zu einem wahren Trend, der sich bis heute hält, auch wenn mittlerweile längst belegt ist, dass Fett bei weitem nicht so ungesund ist wie oft behauptet wird. Manche Fettsäuren, wie beispielsweise Omega 3 Fettsäuren, haben sogar weitreichende positive Effekte.

2. Reich an Ballaststoffen

Fettsäuren

Die Aufnahme von Fett aus der Nahrung wurde lange als Ursache für diverse Krankheiten dargestellt. Heute weiß man, dass einige Fettsäuren sogar extrem positive Auswirkungen haben können.

Der Trend dazu, diese Angabe auf diverse Lebensmittelverpackungen zu drucken, entstand ebenfalls circa. zu dem Zeitpunkt, an dem behauptet wurde, dass Fett so böse sei. Im Jahr 1970 fand Denis Burkitt nämlich einen Zusammenhang zwischen dem verringerten Auftreten von Krankheiten und Ballasstoffen, insbesondere Dickdarmkrebs. Die wissenschaftliche Evidenz, auf die er sich bezog, war allerdings ziemlich lückenhaft, denn er Verglich einfach ein afrikanisches Volk mit der klassischen westlichen Bevölkerung. Während es heutzutage klar ist, dass Ballaststoffe definitiv eine positive Auswirkung auf unsere Gesundheit haben, ist es auch ein Fakt, dass ungesunde Lebensmittel mit diesem Begriff versehen werden, um sie somit in ein besseres Licht zu rücken.

3. Cholesterinarm

Auch diese Angabe knüpft an die beiden vorhergehenden an, denn auch sie wurde sozusagen entwickelt, weil in der Vergangenheit die wissenschaftlichen Thesen noch nicht ganz klar waren. Mittlerweile ist man auf diesem Themengebiet etwas weiter und weiß, dass das über die Nahrung aufgenommene Cholesterin definitiv eine Auswirkung auf unsere Cholesterinwerte im Blut hat, diese jedoch äußerst gering ist. Wirklich darauf achten muss man also nur, wenn man schon mit hohen Cholesterinwerten vorbelastet ist und auch die letzten paar Prozent über die Ernährung herausgeholt werden sollen. Ein gesunder Mensch braucht sich allerdings nicht so sehr vor Cholesterin fürchten, wie das die Lebensmittelindustrie vielleicht gerne hätte.

4. Natriumarm beziehungsweise reduzierter Salzgehalt

Auch Salz beziehungsweise Natrium wurde schon oft als der Teufel schlechthin dargestellt. Es würde den Blutdruck erhöhen und wir würden ohnehin schon alle viel zu viel davon essen. Der Effekt auf den Blutdruck ist zwar mittlerweile unbestreitbar, doch er ist äußerst gering. Wenn Personen mit Bluthochdruck nämlich weniger Salz essen, dann bringt das zwar eine Verbesserung, aber auch hier handelt es sich wiederum um einige wenige Prozent. Die gesunde Bevölkerung sollte es mit der Zufuhr von Salz zwar nicht übertreiben, wie es leider öfters sogar der Fall ist, aber es ist ganz klar, dass hier seitens der Medien oft übertrieben wurde.

5. Glutenfrei

Gerade in den letzten Jahren gibt es quasi einen riesigen Anti Gluten Hype. Die Proteine, die in Weizen und vielen anderen Getreidesorten vorkommen, sollen angeblich auch bei Gesunden schwerwiegende Auswirkungen haben. Doch die Wahrheit liegt wieder einmal in der Mitte. Zwar gibt es definitiv Personen mit Zöliakie, die Gluten unbedingt komplett vermeiden müssen, aber für komplett gesunde Menschen ist das eine extrem übertriebene Vorgangsweise. Eine eingebildete Glutenintoleranz ist nämlich weit häufiger als eine klinisch diagnostizierte Zöliakie.

Fazit

Um Lebensmittel besser wirken zu lassen als sie eigentlich sind, werden oft gesetzlich erlaubte Angaben gemacht, die bei einem Blick auf die Zutatenliste aber häufig massiv an Bedeutung verlieren. Man sollte sich von solchen Dingen daher nicht blenden lassen. Jeder, der sich etwas tiefgründiger mit Ernährung beschäftigt, weiß nämlich, dass für das Gesamtbild viel mehr als irgendwelche Aussagen ausschlaggebend ist als Aufdrucke auf Produktverpackungen!


Quelle: t-nation.com/diet-fat-loss/the-5-fakest-health-food-claims

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