Ernährungsmythen, die endlich aus dem Weg geräumt werden müssen!


Gesund zu essen beginnt damit, die Fakten vom Halbwissen zu separieren.

Zu viele Menschen finden sich nicht im Labyrinth der Ernährung zurecht – vertrauen auf die falschen Leute, nehmen die falschen Ratschläge an, lesen die falschen Quellen, essen das falsche. Leben falsch. Low carb, high carb, low fat, high fat, ungesättigte Fettsäuren, gesättigt, mehrfach, einfach, viel Protein, wenig Protein, geht alles auf die Nieren, macht die Haut kaputt, Blutzucker, Insulin, alles resistent und alles Heißhunger – keiner blickt mehr durch. Sogar die „Experten“ sind sich nicht mehr einig, was dazu führt, dass viele Leute einfach kraftlos kapitulieren, weil sie nicht mehr durchblicken und niemandem mehr vertrauen. Sie setzen alles um, was sie lesen und werden trotzdem weder schön, noch schlank, noch gesund. Also fressen sie wieder alles, was ihnen in die Finger kommt.

Unternehmen vergrößern ihren Einfluss, indem sie Zuschüsse für bestimmte Studien bereitstellen. So können gewünschte Vorurteile und verzerrte Ergebnisse entstehen und verbreitet werden. Um Dir ein Beispiel zu geben – die Produktion von Pflanzenölen (zum Beispiel Weizen, Soja und Raps) ist eine milliardenschwere Industrie. Bauern bekommen Zuschüsse von der Regierung, um diese Kulturen anzubauen und es wird ein Arsch voll Geld dafür ausgegeben, dass Studien darüber geführt werden und man Marketing betreibt. Im Gegensatz dazu ist die Kokosnussölindustrie ein schmaler Zweig, der kaum von der Regierung unterstützt wird. Diese kleinen Unternehmen, vor allem in Asien angesiedelt, können die Studien nicht bezahlen, die an Universitäten geführt werden.

tumblr_musgn5JqRd1rmbtnio1_500Während des zweiten Weltkriegs, als der Import von Kokosnuss- und Palmöl nur begrenzt möglich war, musste die Nahrungsmittelindustrie die Bevölkerung mit irgendetwas anderem als diesen tropischen Fetten versorgen. Mit Ölen, die stabil und vielleicht bei Raumtemperatur noch fest sind. Das war der Zeitpunkt, ab dem der Konsum von Kokosöl stark zurückging. Wie auch immer – man brauchte Studien, um die Menschen davon zu überzeugen, dass ungesättigte, pflanzliche Fette besser als die tropischen, gesättigten Fettsäuren wären. Daher wurden die Effekte von diesen beiden Arten in zahlreichen Studien untersucht. Die Ergebnisse waren irreführend, weil die Studien pflanzliches Öl mit hydriertem Kokosöl verglichen. Das Problem hierbei ist, dass der Hydrierungsprozess Transfettsäuren mit sich bringt – und Transfettsäuren können, anders als gesättigte Fettsäuren, Herzkrankheiten verursachen. Durch diese Untersuchungen war die Industrie in der Lage, das Pflanzenöl zu hypen und die tropischen Öle abzuschieben.


Mythos Nummer 1: Nahrungsmittel, die Cholesterin enthalten – wie Eier – lassen Deine Cholesterinlevel im Blut ansteigen.

Falsch.

Cholesterin autoreguliert sich. Wenn Du an einem Tag mehr Cholesterin zu Dir nimmst, produziert Dein Körper weniger. Wenn Du weniger Cholesterin zu Dir nimmst, produziert der Körper mehr.


Mythos Nummer 2: Hohe Cholesterinwerte (LDL) setzen Dich einem gesteigerten Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten aus.

Tatsächlich sind viel mehr erhöhte Werte von Blutzucker (nüchtern gemessen) und Triglyceriden die Vorreiter von Herzkreislaufproblemen.


Mythos Nummer 3: Du musst Deinen Salzkonsum limitieren.

Der Beweis, der hinter dieser Aussage steht, ist mehr als schwach. Du musst Salz immer auffüllen, vor allem wenn Du viel schwitzt und/oder eine Paleo-ähnliche Ernährung verfolgst.


Mythos Nummer 4: Iss Kohlenhydrate zum Frühstück, damit Du den Tag über Energie zum Verbrennen hast.

Kohlenhydrate boosten die Produktion des Neurotransmitters Serotonin, welcher beim Einschlafen hilft. Daher – falls Du Kohlenhydrate essen willst, mach das spät abends.


Mythos Nummer 5: Viele Früchte zu essen, ist gut für Dich.

Scheint überzeugend zu sein, ist aber nicht so. Du solltest Deinen Fruktosekonsum auf unter 25 Gramm pro Tag begrenzen. Darin sind natürlich Früchte enthalten. Wenn Du sehr lowcarb lebst, gibt es gar kein Obst für Dich!

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Mythos Nummer 6: Butter ist schlecht. Im Gegenteil, Bio-Butter von weide-gefütterten Kühen ist sehr gesund. Sie enthält CLA (conjugated linoleic acid / konjugierte Linolsäure = gesundes Fett), Vitamin K2 und hat eine 1:1-Ration von Omega 6 zu Omega 3.

Mythen wie diese machen es vielen Leuten schwer, im Ernährungsdschungel durchzublicken. Eins ist sicher: Du kannst Dich nicht auf die Schlagzeilen in den Medien verlassen. Grab tiefer, informiere Dich selber.


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