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Sich gegen körperliche Verfettung immunisieren?


Erst in den letzten Jahren wird die Bedeutung mancher Dinge für unseren Körper so wirklich klar. Ein Gebiet, auf dem es definitiv noch sehr viel zu forschen gibt, ist das sogenannte Mikrobiom. Dabei handelt es sich um unsere Darmflora, die, wie man mittlerweile weiß, teilweise enorme Auswirkungen auf unsere Gesundheit und sogar unsere Psyche haben kann. Auch in Sachen Übergewicht spielt sie eine Rolle, was wir uns nachfolgend anhand einer neuen Studie etwas genauer ansehen wollen!

Von Wissenschaftlern wurde die Zusammensetzung der Darmflora unter anderem schon mit der Regulation von Hungerhormonen und der Fettverteilung in Zusammenhang gebracht. Erst kürzlich sind kanadische Forscher dabei auf einen durchaus spannenden Effekt gestoßen.

Was die Wissenschaftler entdeckt haben

Für ihre neue Studie hat sich ein kanadisches Forscherteam angesehen, wie sich die Gabe von Inulin – ein präbiotischer Ballaststoff – auf den Gewichtsverlust beziehungsweise die Gewichtszunahme von Kindern auswirkte. Dazu gaben sie 22 Kindern zunächst vier Gramm Inulin pro Tag und nach den ersten zwei Wochen dann acht Gramm täglich. Einer Kontrollgruppe wurde stattdessen eine isokalorische Menge Maltodextrin verabreicht. Keine der beiden Gruppen wurde auf eine Diät gesetzt, doch die Anzahl an Bakterien einer Bakteriengruppe namens Bacteroides nahm in der Inulin Gruppe signifikant ab. Genau diese Kinder legten im Rahmen der Studie auch kein weiteres Fett mehr zu, sondern nahmen laut den durchgeführten DEXA Scans sogar Körperfett ab. Die Maltodextrin Gruppe nahm hingegen weiterhin zu. Man kann hier also, wenn man es überspitzt darstellt, von einer Immunisierung gegen eine voranschreitende Verfettung sprechen.

Und was heißt das jetzt für uns?

Artischocke Spargel

Inulin kommt unter anderem in Chicorée, Spargel und Artischocken vor, ist aber teils auch schon als Supplement erhältlich.

In der Studie wurde ein Zusammenhang entdeckt, doch das bedeutet nicht automatisch, dass die Gabe von Inulin auch der wahre Grund für den Effekt war, obwohl das durch die Beeinflussung der Darmbakterien und vor allem durch den Einfluss auf die Sättigung, den Ballaststoffe haben, durchaus der Fall sein kann. Auch wenn der Stand der Forschung auf dem Gebiet der Darmbakterien noch durchaus Arbeit braucht, um endgültige Schlüsse zu ziehen, wird damit ein Grundsatz erneut hervorgehoben: Ballaststoffe – im Fall der Studie Inulin – spielen in unserer Ernährung eine enorm wichtige Rolle und sollten gerade wenn man abnehmen möchte nicht vernachlässigt werden. Während man im Aufbau durchaus mit 10g pro 1000 Kalorien gut dabei ist, ist das in einer kalorienreduzierten Diät mit insgesamt 2000 Kalorien nicht mehr der Fall. Hier sollte man darauf achten, dass man den Ballaststoffanteil etwas erhöht. Ob man jetzt damit sehr hoch geht oder eher im moderaten Bereich bleibt, ist im Endeffekt allerdings auch eine Sache der Verträglichkeit. Was man jedoch vermeiden will, sind starke tägliche Schwankungen in der Zufuhr oder eine zu niedrige Aufnahme.

Fazit

In einer neuen Studie entdeckten kanadische Wissenschaftler, dass ihre Probanden ihren Körperfettanteil verringerten, ohne dass sie diese auf eine kalorienreduzierte Diät setzten. Alleine die Gabe von Inulin reichte aus, um dies zu bewerkstelligen. Die Kontrollgruppe, die Maltodextrin bekam, nahm hingegen weiterhin zu. Deshalb sollte man immer auf eine ausreichende Ballaststoffaufnahme achten, was vor allem gilt, wenn man sich nach Gefühl ernährt und nicht täglich Kalorien, Makronährstoffe und Ballaststoffe zählt!


Quelle: https://www.t-nation.com/diet-fat-loss/tip-immunize-yourself-against-fat-gain
Referenzstudie:
Nicolucci, A. et al, „Prebiotics Reduce Body Fat and Alter Intestinal Microbiota in Children Who Are Overweight or With Obesity.“ Gastroenterology, September, 2017, Volume 153, Issue 3, Pages 711–722.

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