Ist der temporäre Verzicht auf Gluten sinnvoll?


Auch wenn ihr es leid seid, immer und immer wieder das Wort Gluten zu hören: Die Ergebnisse einer aktuellen Studie von italienischen Forschern sollte man nicht ignorieren. Demnach können Personen, die keine Zöliakie haben, aber trotzdem sensibel auf Gluten reagieren, ab sofort wohl ein bestimmtes entzündliches Protein verantwortlich machen.

In Brot, Brötchen und Nudeln ist Gluten hauptsächlich vertreten.

Das Protein heißt Zonulin und normalerweise hilft es dir dabei, eine Lebensmittelvergiftung zu bekämpfen. Technisch gesehen ist es also nichts Schlechtes. Die Autoren der Studie jedoch denken, dass bestimmte Personen nach dem Konsum von Gluten riesige Mengen davon freisetzen, was zu vielen uncoolen Symptome führt (benebelte Zustände, Müdigkeit, …).

Natürlich ist hier noch mehr Forschung nötig und bald wird man testen, ob es möglich ist, temporär die Zonulin Produktion abzuschalten. Das kann in der Zukunft zu Medikamenten führen, die beiden Parteien – Zöliakie Patienten und glutensensiblen Menschen – dabei helfen können, ihre Symptome in den Griff zu kriegen.

Bis dahin ist es sicher nicht die schlechteste Idee, eine glutenfreie Phase einzulegen, wenn man nach dem Konsum von Gluten diverse Symptome verspürt.

Katherine Zeratsky, registrierte Ernährungsberaterin in der Mayo Clinic, sagt dazu folgendes:

Wenn man unerklärliche Verdauungssymptome oder suspekte Intoleranzen feststellt, kann eine 2-4 wöchige Eliminierung von Gluten durchaus sinnvoll sein.

Gerade in fertigen Salatdressings kann aber ebenso Gluten verarbeitet worden sein.

Gerade in fertigen Salatdressings kann aber ebenso Gluten verarbeitet worden sein.

Auch wenn du keinen Unterschied merkst, kann der Verzicht auf Brot oder andere glutenhaltige Nahrungsmittel für ein paar Wochen Vorteile haben: Es macht dich bewusster, denn du bist gezwungen dir deine Lebensmittel genauer anzuschauen und die Etiketten zu studieren. Zudem probierst du vielleicht gesunde und glutenfreie Alternativen aus, die du sonst nicht gegessen hättest.

Wenn die Testphase endet und du wirklich keinen Unterschied bemerken konntest, dann greif‘ wieder auf einige gesunde und glutenhaltige Lebensmittel zurück.

Nochmal Katherine Zeratsky:

Eine glutenfreie Diät ist eine restriktive Diät und nicht einfach zu befolgen. Wenn man ein Sportler ist, muss man seine Laderoutine mit Kohlenhydraten überdenken.

Glutensensible Menschen sollten laut Zeratsky trotzdem wissen, dass es möglich ist, genügend Kohlenhydrate durch Obst, stärkehaltiges Gemüse und Milchprodukte zu sich zu nehmen, um intensive Workouts absolvieren zu können.

Wenn du auch eine Zeit lang auf Gluten verzichten willst, solltest du diese drei einfachen Tipps im Hinterkopf behalten:

  1. Lies die Etiketten: Gluten lauert auch in überraschenden Lebensmitteln wie Salatdressings und Ketchup.
  2. Probiere anderes Getreide ohne Gluten: Hirse, Buchweizen und Amaranth sind hier z.B. zu nennen.
  3. Denk‘ daran, dass glutenfrei nicht gleich gesund bedeutet. Es gibt viele Lebensmittel, die glutenfrei sind und trotzdem einen sehr hohen Grad an Verarbeitung aufweisen. Das macht sie genauso ungesund wie andere verarbeitete Lebensmittel.

Letzten Endes sei angemerkt, dass man vor einer Ernährungsumstellung immer einen kompetenten Arzt aufsuchen sollte.

Quelle: http://mensfitness.com/nutrition/what-to-eat/should-you-take-2-week-break-gluten




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