Keine Zuwächse? Ernährung in Frage stellen!


In allen Gyms weltweit findet man Personen, die davon überzeugt sind, nicht zunehmen zu können. Auf den Hinweis, sie müssten einfach mehr essen, entgegnen diese Menschen häufig, dass sie bereits jede Menge und damit genügend Nahrung zuführen würden. Daraufhin trennen sich zumeist die Wege und der schmale Studiogänger begibt sich auf die Suche nach einem der vielen Gurus, der ihm dann genau das erzählt, was er hören wollte, nämlich dass er einen speziellen, super komplizierten und wissenschaftsbasierten Trainingsplan benötigt. Zu blöd, dass man im vorigen Gespräch nicht genauer auf die Ernährungsgewohnheiten zu sprechen kam!

Seine Mahlzeiten genau zu protokollieren kann in diesem Zusammenhang durchaus sinnvoll sein. Auf die gleiche Weise, wie übergewichtige Menschen ihren Nahrungskonsum für gewöhnlich unterschätzen, wird die Kalorienzufuhr von den sogenannten “Hardgainern” gut und gerne überschätzt. Sie gehen zwar davon aus, dass sie riesige Mengen verschlingen, aber wenn sie einen genaueren Blick auf die eigentlichen Zahlen werfen würden, wäre sofort klar, dass es viel zu wenig ist. Ein “großer Teller von dem, was Mama gekocht hat”, reicht eben in den meisten Fällen nicht aus.

Deshalb bieten sich gewisse Webseiten, Apps oder schlichtweg Stift und Papier an, um den täglich zugeführten Kalorienwert im Blick zu haben. Solange die Waage keinen Zuwachs anzeigt, werden die Kalorien erhöht, ganz einfach. Wer dann keinen Bandwurm hat, wird auch früher oder später zu nehmen, daran führt kaum ein Weg vorbei.

Wer keine Zuwächse verzeichnet, sollte sich eventuell zunächst dem Thema Ernährung widmen und prüfen, ob täglich ausreichend Kalorien zugeführt werden.

Doch nur im Überschuss zu essen, ist nicht die ganze Wahrheit. Während eine Kalorie in einem sogenannten Bombenkalorimeter (Gerät zur Bestimmung des Brennwerts von Lebensmiteln) zwar eine Kalorie ist, kann das Ganze in Bezug auf unseren Körper und die Aufnahme von Nahrung nicht ganz so einfach erklärt werden.

Was man zuführt, ist demnach ebenfalls nicht unbedeutend. Viele Hardgainer verfahren nach dem Michael Phelps Prinzip und versuchen ihren Kalorienbedarf einzig und allein durch Junk Food zu decken, obwohl grundsätzlich vielleicht weniger Nahrung ausreichen würde, um die gleichen Fortschritte zu erzielen. Wenn man beispielsweise täglich 4000 Kalorien essen muss, sollte man dies größtenteils mit sauberen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln versuchen zu bewerkstelligen. Ein Weight Gainer ist natürlich nicht verboten, kann aber auch leicht selbst mit guten Zutaten wie Proteinpulver und Instant Oats zubereitet werden.


Ballaststoffe dürfen in der Ernährung nicht vernachlässigt werden. Sie helfen nicht nur der Verdauung an sich, sondern sorgen auch dafür, dass sich unsere guten Darmbakterien vermehren können und wir somit über die Zeit hinweg Nährstoffe besser aufnehmen können. Schließlich möchte man doch die konsumierten Kalorien auch vollständig verwerten, oder? 

Als Faustformel gelten zehn Gramm Ballaststoffe auf 1000 Kalorien!

Auch Unverträglichkeiten können sich negativ auf die Aufnahme von Lebensmitteln auswirken und sollten mitberücksichtigt werden. Diesbezüglich empfiehlt es sich genauer unter die Lupe zu nehmen, ob man nicht vielleicht schlecht auf Laktose oder Gluten reagiert und dadurch seine Fortschritte ausbremst. 


Vollwertige Nahrungsmittel sollten die tägliche Basis bilden. Dazu können zum Beispiel auch Nüsse, Nussbutter oder getrocknete Früchte zählen. Ist der Bedarf an Mikronährstoffen gedeckt, kann man sich selbstverständlich auch den eigenen Bedürfnissen widmen und etwas schlemmen.

Wenn der Löwenanteil in der täglichen Ernährung aus qualitativ hochwertigen Lebensmitteln besteht, baut man nicht nur weniger unerwünschte Fettmasse auf, sondern hat zudem mehr Energie im Training. Zusätzlich dazu regeneriert man schneller, reduziert Entzündungen im Körper und profitiert von einem deutlich verbessertem Allgemeinbefinden!


Quelle: t-nation.com/diet-fat-loss/tip-know-your-food-intake

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