Warum man nicht wie ein IFBB Pro essen sollte


Wer schon einmal einen Profi Bodybuilder mit eigenen Augen gesehen hat, sei es zum Beispiel bei einem Wettkampf auf der Bühne oder auf der jährlich stattfindenden FIBO, der wird die imposante Erscheinung in den meisten Fällen nicht mehr vergessen. Obwohl unter dem Strich allerdings nur wenige Trainierende wie ein solcher Athlet aussehen möchten, setzen sie nicht gerade selten auf die Tipps der IFBB Pros, um ihren eigenen Körper zu transformieren. Warum jenes Vorgehen zumindest im Bezug auf die Ernährung keine allzu gute Idee ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag!

Viele Studiogänger stolpern auf ihrem eigenen Weg zum Erfolg, indem sie den Ernährungsplan ihres Lieblingsbodybuilders kopieren. Das Problem hierbei ist jedoch, dass die meisten Männer nicht die genetischen Voraussetzungen eines IFBB Pros haben und weder die marathonartigen Workouts ihres Vorbilds absolvieren noch auf dessen chemische Helferlein zurückgreifen. Selbst wenn jemand ebenfalls Steroide konsumiert, dann in den meisten Fällen in Dosierungen, die einem Zehntel der Mengen eines Profi Bodybuilders entsprechen.

All diese Dinge lassen einen gewissen Spielraum in der Ernährung zu. Die IFBB Pros können aufgrund der verschiedenen Medikamente wenigstens über ein paar Jahre mit nahezu verrückten Diäten klarkommen. Du kannst das nicht. Wenn du ähnlich oder gar gleich verfährst, wirst du wohl nur fett werden und dabei noch deine Gesundheit aufs Spiel setzen.

Der Ernährungsplan eines IFBB Pros sollte in den allermeisten Fällen nicht von einem „Otto Normal Trainierenden“ imitiert werden.

Das Worst Case Szenario ist, dass du eine anabole Resistenz entwickelst: die beeinträchtigte Fähigkeit des Muskelaufbaus, ausgelöst durch den fortwährenden Kalorienüberkonsum. Das Ganze beginnt mit Insulinsresistenz, geht in eine Leptinresistenz über und führt dann letzten Endes zu exzessiver Fettzunahme, fehlendem Pump im Training, ausbleibender Kraftentwicklung, Entzündungen und sogar einem verringerten Sexualtrieb. Das überschüssige Fett nach jeder Massephase wieder loszuwerden, wird natürlich ebenfalls von Mal zu Mal schwerer.

Wer die kalorienreduzierte Diät eines IFBB Pros imitiert, verliert im schlimmsten Fall nicht nur Muskulatur, sondern zerstört zudem auch seinen Stoffwechsel. Zumindest wenn man nicht auf dieselbe chemische Unterstützung setzt.

Bedauerlicherweise verdienen viele Wettkampfbodybuilder und Internet Gurus ihr Geld damit, unerfahrenen Fans ihre nicht funktionierenden Ernährungspläne zu verkaufen. Doch diese „individualisierten“ Ernährungspläne sind zum Großteil alles andere als speziell angefertigt. Normalerweise haben die Ersteller drei oder vier ähnliche Variationen vom selben Muster vorliegen und versenden dann einfach das Exemplar, das am besten zum einzelnen Kunden passt. Von individuell angepasst kann dabei nicht die Rede sein.

Man sollte deshalb die Ratschläge eines IFBB Pros immer mit einer vernünftigen Portion Vorsicht betrachten. Selbstverständlich kann man sicherlich den einen oder anderen Tipp von einem Profi Bodybuilder mitnehmen, denn viele von ihnen sind in der Tat ziemlich clever, aber man sollte stets bedenken, dass ihre Pläne einfach ihre Pläne sind und nicht deine.

Dein Körper ist sozusagen dein eigenes Labor und du musst selbst herausfinden, was für dich funktioniert und was nicht. Mit deinen persönlichen Erfahrungen kannst du dir dann deine eigenen Ernährungspläne zusammenbauen. Dafür bedarf es allerdings etwas Gehirnschmalz und auch Arbeit. Wenn du diese Investition nicht tätigen willst, kannst du natürlich weiterhin jemanden dafür bezahlen, der mit dir (eventuell auf Kosten deiner Gesundheit) herumexperimentiert. Ignoranz war schon immer teuer, in vielerlei Hinsicht!


Quelle: biotest.t-nation.com/articles/tip-stop-eating-like-a-pro-bodybuilder




3 comments

  1. Narf

    Klasse Artikel :-)
    Find ich gut, dass doch ab und zu mal auf den eigenen Intellekt gezeigt wird und dass man ja doch nachdenken kann und sollte.
    Schön auch die leicht schärfere Art des Schreibstils. Vor allen Dingen das Fazit.

    Gesendet am 29. März 2017
    • Mister O

      Naja, und was ist nun an dem Artikel nun toll oder neu??
      Die wo es ernst mit dem Training meinen, die wissen das schon selbst recht gut.
      Der Rest der darauf reinfällt sind die gleichen die auch auf einen Karl Ess und Konserven reinfällt.
      Denen ist eh nicht mehr zu helfen
      Abgesehen davon bezweifle ich, dass irgendjemand 8-10 essen kann auf den Tag verteilt, geschweige denn die Mengen fressen

      Gesendet am 29. März 2017
      • Danny

        Es gibt auch viele Anfänger, die Gannikus lesen und noch nicht gefestigt in diesem Sport sind ;)

        Gesendet am 30. März 2017

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