Welt der Mythen: 5 Irrglauben ketogener Ernährungsformen


Ketogene Diäten sind wieder im Trend, das lässt sich nicht übersehen. Das Problem daran, wenn gewisse Ernährungsformen einen Hype haben, liegt meist nur darin, dass sich in der Regel daraus auch die eine oder andere Fehlinformation ableitet. Aus diesen Fehlinformationen werden dann meist langfristige Mythen, die man kaum noch aus den Köpfen der Menschen löschen kann. Daher wollen wir mit dem nachfolgenden Artikel mit den häufigsten Irrglauben bei der Durchführung von ketogenen Diäten aufräumen!

Fehler 1: Qualität zählt nicht

Kennst du die Personen, die auf eine ketogene Ernährung wechseln, nur um dann den ganzen Tag Salami Sticks und Bacon zu futtern? Das ist eigentlich nicht Sinn der Sache und auch nicht wirklich gesund, denn eine ketogene Ernährung kann – wenn richtig gestaltet – definitiv einiges für deine Gesundheit tun. Dazu sollte man aber was die Fette angeht nicht nur von gesättigten Fettsäuren leben und schon gar nicht nur von verarbeiteten Produkten. Die bessere Alternative: den Großteil der Nahrung über fette Fleischsorten, Eier, Avocados, Nüsse, fetten Seefisch und Olivenöl gestalten. Erst dann kommen die leckeren Add-Ons wie Bacon und Co.

Fehler 2: Zu viel Protein gibt’s nicht

Eine ketogene Ernährungsform ist nicht zwangsweise extrem hoch im Protein – im Gegenteil. Proteine haben einen gewisse anti-ketogene Wirkung. Daher ist zu viel Protein bei einer ketogenen Diät eher kontraproduktiv und kann eine stabile Ketose sogar verhindern. Das wollen wir natürlich nicht, denn die Ketose selbst besitzt einen anti-katabolen Effekt. So konnte gezeigt werden, dass Ketonkörper in der Lage sind, die Muskelproteinsynthese zu stimulieren und die Leucinoxidation zu reduzieren. Das sind also sowohl anabole als auch anti-katabole Eigenschaften. Eine Proteinzufuhr von etwa 1,6 bis 1,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht sollte daher eher die Obergrenze darstellen.

Fehler 3: Zyklisch ketogen ist auch okay

Wer eine zyklisch ketogene Ernährungsform befolgt und dabei alle fünf bis sechs Tage lädt, also klassisch unter der Woche Low Carb fährt und am Wochenende einen oder zwei Ladetage einbaut, der wird nie in eine wirkliche Ketose kommen. Für den Fettabbau ist das nicht weiter schlimm, doch der Muskelschutz reduziert sich. Möchte man demnach zyklisch arbeiten, sollte man seine Proteinzufuhr erhöhen, um auf Nummer sicher zu gehen oder die Ladetage weiter auseinander legen, beispielsweise nur alle drei Wochen.


Auch bezüglich ketogener Ernährungsformen gibt es einige Aussagen, die man ins Land der Mythen und Fabeln verbannen kann.


Fehler 4: Kalorien zählen nicht

Kennst du das Gerücht, dass du so viel essen kannst, wie du möchtest, solange du keine Kohlenhydrate isst? Hauptsache du bleibst Low Carb. Wenn du dann noch in der Ketose bist, wirst du auch weiter an Körperfett verlieren. Das ist natürlich purer Blödsinn. Auch eine ketogene Ernährungsform kann die Thermodynamik nicht aushebeln. Du musst demzufolge während einer ketogenen Ernährungsform ebenfalls in einem Defizit sein, um Fett abzubauen – daran führt kein Weg vorbei. Der Vorteil ist nur, dass es vielen Sportlern während einer ketogenen Ernährung leichter fällt, dieses Kaloriendefizit einzuhalten, da die Heißhungerattacken oftmals komplett verschwinden.

Fehler 5: Muskelaufbau mit Keto ist nicht möglich

Gehen wir noch einmal in die andere Richtung des Muskelaufbaus. Oftmals wird behauptet, dass Muskelaufbau mit einer Low Carb Ernährung nicht möglich ist. Das entspricht selbstverständlich nicht der Wahrheit, denn auch hier gibt es mittlerweile einige Studien, die zeigen, dass es keinen Unterschied beim Muskelaufbau zwischen einer ketogenen Ernährung und einer normalen Mischkost gibt, solange Kalorien und Protein gleich hoch sind. Wer sich unter Keto wohl fühlt, der kann entsprechend auch einen Keto Bulk einlegen.

Fazit

Auf eine ketogene Ernährungsform zu setzen ist eine gute Option, sich gesund zu ernähren. Viele Sportler kommen auch sehr gut mit diesem Ansatz zurecht. Wenn du dazu gehörst, dann ist das perfekt. Es gibt keinen Grund etwas zu ändern. Wenn du nicht dazu gehörst, checke zunächst, ob du einen der oben genannten Fehler begangen hast. Falls ja, solltest du diesen erst einmal aus der Welt schaffen, die Keto noch einmal testen und dann ein neues Fazit ziehen.


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