Make Bodybuilding great again

5 Dinge, die den Sport besser machen würden!


Die wirkenden Kräfte hinter dem Wettkampf Bodybuilding haben nahezu alles versucht, um den Sport zu retten:

  • Es wurde versucht, Bodybuilding massentauglicher zu machen, doch das wird wohl nie funktionieren. Es handelt sich noch immer um eine Randsportart, was man endlich akzeptieren sollte. Basierend darauf muss die bestmögliche Entwicklung angestrebt werden.
  • Nach und nach wurde das Frauen-Bodybuilding eliminiert.
  • „Natural“ Verbände wurden eingeführt, um den Sport attraktiver zu machen.
  • Neue Klassen wurden aus dem Boden gestampft, um erreichbare und ästhetisch ansehnliche Körper zu präsentieren.

Praller gefüllt sind die Hallen bei einem Wettkampf dennoch nicht!

Die treuen Hardcore Fans werden enttäuscht sein, wenn man vermehrt den Mainstream ansprechen möchte. Das Frauen-Bodybuilding sukzessiv loszuwerden brachte nicht mehr Zuschauer, denn heutzutage sind muskuläre Damen akzeptierter als je zuvor, wie man offen einräumen muss. Die neu eingeführten Klassen bekommen zwar Zulauf, doch wirkliche Bewertungskriterien haben sich noch nicht herauskristallisiert, weshalb sich Athleten nur schwer vorbereiten können.

Einige Natural Verbände sich bei weitem nicht so natural wie gedacht, man sehe sich nur einen Wettkampf der Musclemania an. Weniger imposante Körper wiederum sprechen die Hardcore Fans nicht an und neue Bodybuilding Begeisterte haben sie ebenfalls nicht generiert. Was genau ihr Markt ist, lässt sich nicht wirklich sagen. Die einzelnen Verbände erwecken den Anschein, als würden sie nur Geld erwirtschaften, weil die teilnehmenden Athleten zur Kasse gebeten werden, um bei einem Event starten zu können. Die Tickets, die von Freunden und Familien gekauft werden, fließen in die Einnahmen mit ein.

Es ist nun einmal Fakt, dass Menschen von Extremen angezogen werden. Ganz egal, ob es sich dabei um Muskelmasse, Ästhetik oder Form handelt. Aktuelle und ehemalige Athleten damit aber in den Tod zu treiben, ist wahrlich nicht gut fürs Business. IFBB Pros, die ihren Lifestyle mit Gay4Pay und Steroidverkauf finanzieren müssen, sind es ebenfalls nicht.

Die Verbände sollten darüber nachdenken, zuerst in ihre Athleten zu investieren, auch wenn dadurch zunächst Geld verloren geht. In der Zukunft könnte der Sport mit dieser Strategie vielleicht endlich wachsen.

Nachfolgend einige Ideen!


Insbesondere in Klassen wie der Classic Physique sind die Bewertungskriterien noch nicht transparent genug.


#1 – Medizinische Unterstützung anbieten

Es sollte verpflichtend sein, dass alle IFBB Pros sich pro Jahr zwei bis drei Mal durchchecken lassen müssen. Diesbezüglich ist nicht die Rede von der Untersuchung eines Hausarztes. Vielmehr ist ein absoluter Experte gefragt, der sich in der Bodybuilding Szene auskennt und weiß, womit die Athleten hantieren. Die Kosten für die Behandlung werden vom Verband getragen.

#2 – Klar definierte Bewertungsstandards bestimmen

Für jede Klasse muss es klare Regeln geben. Aktuell ist es so, dass beispielsweise in Bikini, Men’s Physique und Classic Physique oftmals nicht nachvollziehbar ist, warum wie gewertet wurde. Es schleicht sich der Verdacht ein, dass Bevorzugungen an der Tagesordnung sind und die Form an Tag X nur geringfügig etwas bedeutet. Wenn es keine Vorgaben gibt, die rücksichtslos durchgesetzt werden, ist das der Türöffner für persönliche Vorlieben und Korruption.

#3 – Besseren finanziellen Support für die Athleten

Ja, höhere Preisgelder, speziell außerhalb der offenen Klasse, wären durchaus positiv. Finanzielle Unterstützung für aktive Athleten, indem man zum Beispiel die Siegprämie für den Mr. Olympia verringert, hätte ebenfalls seinen Reiz. Das mag sich im ersten Moment lächerlich anhören, aber in fast jedem anderen Sport werden die Profis fürstlich entlohnt, warum nicht auch im Bodybuilding?

#4 – Die Athleten informieren

Neben den verpflichtenden Ärztechecks sollte es auch obligatorische Seminare über leistungssteigernde Substanzen geben. Diese Vorträge sollten natürlich nicht von einem Anti-Doping-Beauftragten gehalten werden, sondern realistisch darüber aufklären, wie gewisse Substanzen funktionieren und welche Langzeitnebenwirkungen auftreten können. Es darf nicht das Ziel sein, bei den Athleten Angst zu schüren. Man sollte die Dinge so darstellen, wie sie sind. Selbstverständlich ist es nicht möglich, jeden Bodybuilder zu retten und zu bekehren, doch gemeinsam mit den medizinischen Tests können schlimmere Konsequenzen verhindert werden, während der Sport gleichzeitig weniger Schaden anrichtet.

#5 – Der Pro Card wieder einen Wert verleihen

Vor allem in den weiblichen Klassen und sowohl in der Men’s Physique als auch in der Classic Physique werden zu viele Pro Cards verteilt. Die Profilizenz zu erhalten, sollte eine Errungenschaft sein, auf die man stolz ist. Wenn Bikini Athletinnen mit sechs Monaten Trainingserfahrung reihenweise die Möglichkeit bekommen, ganz oben mitzumischen, ist das ganz klar respektlos gegenüber allen Wettkämpfern, die noch vor 20 Jahren alles für ihr Ziel gegeben haben und am Ende trotzdem leer ausgegangen sind.

Die Chancen, dass zumindest ein Teil der fünf oben genannten Punkte umgesetzt werden, stehen allerdings nicht gerade gut. Statt den Sport zu entwickeln und voranzutreiben, sind die Verbände nämlich eher daran interessiert, sich auf Kosten der Athleten zu bereichern!


Quelle: t-nation.com/opinion/tip-5-ways-to-make-bodybuilding-better

1 comment

  1. Ralf Domke

    Ich glaube das Bodybuilding noch eine leider fast vergessene Särke hat , das Posing .
    Schaut euch doch mal eine Kür vom Ende der 80er und Anfang der 90er an .
    Das war echte Körperkunst .
    Das Classic Bodybuilding gibt sich ja Mühe da wieder den Anschluss zu finden aber zur Zeit ist es noch meilenweit entfernt.
    Ich denke auch das die Jungs mit ihren langen Badehosen dem Sport noch wirklich guttun.
    Über die Porno Pose der Bikini Mädels möcht ich gar nicht erst reden .

    Gesendet am 6. September 2018

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