Arnold Schwarzenegger zieht blank – Auch abseits der Bühne!


Ist man ehrlich zu sich selbst, muss man sich wohl oder übel eingestehen, dass man zumindest beim Start seiner Karriere im Studio wohl kaum aus Gründen der Gesundheit oder Fitness entschieden hat, wöchentlich schwere Gewichte zu bewegen. Vielmehr spielt für jeden Anfänger die überdurchschnittliche Optik eine wichtige Rolle, die nur mit Hilfe von progressivem Krafttraining und optimaler Ernährung erreicht werden kann. Selten wünscht man sich eine athletische Optik nur für sich alleine. Viel häufiger ist das menschliche Grundbedürfnis nach Anerkennung die treibende Kraft, die letztendlich zum Bodybuilding führt. So ist es nur verständlich, dass jeder der im seine Muskelmasse steigern konnte, diese auch präsentieren möchte.

Besonders deutlich wird der Wunsch nach Aufmerksamkeit und Bestätigung immer dann, wenn sich Möglichkeiten bieten, seine hart erarbeiteten Muskeln der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Man muss nur einmal die Messehallen der jährlich stattfindenden FIBO besuchen, um zu sehen, wie viele Hobbysportler sich in Schale beziehungsweise ihren Stringer schmeißen, um Arme und Schultern auf Dauerpump zu präsentieren.

Auch im Freibad oder am Baggersee sind Athleten, die hart für ihren Körper arbeiten, sehr schnell zu erkennen. Für die Sommersaison ist es oberste Pflicht, am Anfang des Jahres in eine kalorienreduzierte Diät zu starten, um beim ersten Sonnenstrahl mit einem niedrigen Körperfettanteil zu glänzen.

Dieser Stolz auf die Erfolge, die man unter schwerster Belastung generiert hat, ist nicht nur bei Durchschnittsathleten zu finden. Auch bei Profis und Wettkampfbodybuildern entsteht von Zeit zu Zeit das Verlangen danach, ihren Körper auch abseits der großen Bühnen zur Schau zu stellen.

Selbst Arnold Schwarzenegger blieb von diesem Drang nicht verschont. So findet man Aufzeichnungen an verschiedenen Orten, bei denen die österreichische Legende ganz ohne Wettkampfambition in der Öffentlichkeit posiert.

#1 – In den Straßen von München

Die Münchner Schickeria freut sich über den Anblick.

Das erste Mal, dass der österreichische Mr. Olympia sich öffentlich leicht bekleidet zur Schau stellt ist, als er nur in Posinghose durch die Straßen von München wandert. Arnold besucht Haltestellen, Baustellen und öffentliche Plätze, wo er durch sein Auftreten für Aufsehen sorgt.

Ganz ohne Hintergedanken macht er das nicht. Für das Fitnessstudio, in dem der zu diesem Zeitpunkt 20-Jährige arbeitet, soll die Werbetrommel gerührt werden. Da bietet es sich an, den schon damals brachialen Arnold durch sein Auftreten provozieren zu lassen.

In einer sehr konservativen Zeit findet die Aktion natürlich sehr schnell Beachtung und bringt dem Fitnessstudio zusätzliche Verträge. Schon damals merkt man, dass Arnold ein sehr hohes Maß an Selbstbewusstsein besitzt. Wohl kaum würde er sonst den Mut besitzen, diese Aktion zu unterstützen.

#2 – 1976 in der Ausstellung des Whitney Museum

Durch die Ausstellung wird der Film „Pumping Iron“ finanziert.

Ende der 70er Jahre beschließt das Whitney Museum eine Ausstellung ins Leben zu rufen, bei der Kunstkritiker die Körper von Bodybuildern beurteilen. Das Ziel besteht darin, auszuloten, wie die Öffentlichkeit das Bodybuilding annimmt.

Zusätzlich will man die Gelegenheit nutzen, um Geld für die Produktion von Pumping Iron – dem heute wohl bekanntesten Film über das Bodybuilding – zu sammeln.

Bei der Ausstellung selbst zeigt sich Arnold oberkörperfrei und vor der Menschenmenge posierend, um für das Bodybuilding und den Film zu werben. Dass der Erfolg jedoch so groß sein wird, wurde vorher nicht für möglich gehalten.

So kommt es zu einer so riesigen Nachfrage nach Tickets, dass ein zusätzlicher Saal nur mit Stehplätzen vergeben wird. Der Andrang spült genug Geld in die Kassen und legt letztendlich den Grundstein für die Produktion des Films.

#3 – 1977 bei den Filmfestspielen in Cannes

Sein Posing erzeugt riesiges mediales Interesse.

Einige der wohl bekanntesten Aufnahmen von Arnold Schwarzenegger abseits der Wettkampfbühne stammen von den Filmfestspielen in Cannes, bei denen die Bodybuildinglegende in einer Gruppe von konservativ gekleideten Frauen posiert.

Der Hauptgrund für den aufsehenerregenden Auftritt ist die Chance auf eine große mediale Beachtung durch die Filmfestspiele. Weil bei diesen auch Pumping Iron ausgestrahlt wird, nutzt Arnold den Auftritt, um massiv Werbung für den Film zu machen.

#4 – Gefängnisszene in Pumping Iron

Die Häftlinge sind dankbar und zollen Arnold Respekt.

Ist man hartgesottener Fan des Bodybuilding, dürfte dieser Auftritt bekannt sein. Für den Film „Pumping Iron“ besucht Arnold ein staatliches Gefängnis.

Dort angekommen posiert er für die Gefangenen, die seine Darbietung dankbar annehmen und ihm Respekt für seine unglaubliche Muskelmasse entgegenbringen.

Mit dieser Aktion schreibt Arnold Geschichte. Es gibt wohl kaum einen weiteren Bodybuilder, der sich je dazu entschlossen hat, ein Gefängnis zu besuchen und die Insassen mit seiner Kunst zu motivieren.

#5 – Muscle Beach in Kalifornien

Im Mekka des Bodybuilding.

Die wohl größte Anzahl an knapp bekleideten Auftritten von Arnold findet man am Venice Beach in Kalifornien – dem Mekka des Bodybuildings. Hier startet die Olympia-Karriere, die dem Österreicher seinen Legendenstatus beschert.

Weil es am Muscle Beach ein Outdoor-Gym gibt, in dem sich die Prominenz des Bodybuildings zu dieser Zeit die Klinke in die Hand gibt, wirkt der Ort wie ein Publikumsmagnet. Menschenmassen aus aller Welt strömen zum Venice Beach, um Arnold und Co. oberkörperfrei trainieren zu sehen.

Auch die Profis trainieren nicht nur für den Tag, an dem sie ihren Körper auf der Bühne präsentieren und sich mit anderen Athleten messen. Der Stolz auf das Erreichte ist allgegenwärtig und macht auch nicht vor Legenden der Bodybuildinggeschichte halt. So findet man in den Geschichtsbüchern immer wieder öffentliche Auftritte, in denen Arnold Schwarzenegger kurzerhand für die begeisterte Menge in knappem Outfit posiert.

3 comments

  1. Peter

    Betreff: Arnold Schwarzenegger zieht blank – Auch abseits der Bühne!
    zu #2: die Ausstellung mit Arnold im Whitney Museum fand 1976 statt und nicht 1967. Arnold ist erst 1968 in die USA ausgewandert. Auch was die körperliche Entwicklung und die Frisur von Arnold auf dem Foto anbelangt, kann dies nicht 1967 gewesen sein. Ihr solltet bei euren Recherchen schon genauer sein!

    Gesendet am 22. April 2018
    • Danny

      Zahlendreher 🙂

      Gesendet am 23. April 2018
    • ploki

      Kann passieren sonst gut recherchiert. 😉

      Gesendet am 23. April 2018

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