Grundstein für die Karriere?

Die Adoptivfamilie von Arnold Schwarzenegger


Es ist wohl unbestritten, dass die Karriere von Arnold Schwarzenegger ihresgleichen sucht. Vom kleinen Dorf in Österreich über verschiedene Stationen in Europa bis hin zu den größten Bodybuildingbühnen und Fernsehleinwänden der Welt. Eine Geschichte, die wenn sie nicht wahr wäre, wahrscheinlich so nur in einem Märchen vorkommen würde. Hat man die Biografie der österreichischen Legende gelesen, wird man bemerkt haben, dass Arnold nicht alleine für seine sportlichen, beruflichen und politischen Erfolge verantwortlich war. In seiner Laufbahn gab es immer wieder Glücksmomente, in denen er durch Zufälle und Kontakte an seiner Karriere feilen konnte und schließlich zu dem Mann wurde, für den ihn heute die ganze Welt bewundert.

Ob Albert Busek, Joe Weider oder Maria Shriver. Alle diese Menschen haben eine Sache gemeinsam. Sie waren nicht nur enge Vertraute von Arnold Schwarzenegger. Vielmehr waren sie Menschen, von denen der siebenmalige Mr. Olympia während seiner Laufbahn als Bodybuilder, Schauspieler und Politiker profitierte.

Ohne Zweifel umgeben den Österreicher ein Charma und ein Hunger nach Erfolg, dass er gar nicht hätte Scheitern können. Trotzdem waren dort immer Glücksmomente in seinem Leben, in denen er auf Menschen traf, die ihn und seine Karriere voranbrachten.

Das beginnt bei seinen Freunden, die ihm ermöglichten, zu seinen ersten Wettkämpfen zu reisen, bei seinen Kontakten, die ihn erst nach München und später in die Staaten brachten, und endet bei Beziehungen, die ihn auf sein politisches Amt als Gouverneur vorbereiteten.

Obwohl es offensichtlich ist, dass viele Dinge dazu beigetragen haben, dass Arnold Schwarzenegger zu dem wurde, was er heute ist, bleibt eine Sache oft unbeachtet, obwohl sie eine immense Rolle in der Laufbahn des Terminators spielt.

Die Adoptivfamilie in London

Im Jahr 1966 kommt Arnold Schwarzenegger zum ersten Mal nach England, um beim NABBA Mr. Universe teilzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt weist er aber noch einige Schwachstellen auf und muss sich gegen Chester Yorton geschlagen geben, der nicht nur die Kategorie „Tall“ für sich entscheidet, sondern auch den Gesamtsieg holt.

Die Reise nach London ist aber keineswegs eine Niederlage für den jungen Österreicher. Wie so oft in seiner Laufbahn, spielt ihm das Glück hier in die Karten. So sitzt in der Jury aus Kampfrichtern ein Mann namens Wag Bennett.

Dieser besitzt zum Zeitpunkt von Arnolds Reise ein Fitnessstudio, das man noch heute aus Erzählungen kennt – das „Muscle Mansion Gym“. Auch die Ehefrau von Wag – Dianne Bennett – liebt das Training mit Gewichten und ist fasziniert vom Bodybuilding.

Nicht verwunderlich, dass beide beim Wettkampf um den Titel zum Mr. Universe auf den jungen Mann aus Österreich aufmerksam werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt erkennen sie das riesige Potenzial des späteren Mr. Olympia.

Sie entscheiden sich, Arnold in ihre Familie aufzunehmen und ihm Unterschlupf zu gewähren. Und das, obwohl sie selbst sechs Kinder haben. Weil nun insgesamt neun Personen unter einem Dach leben, muss Arnold während der Zeit in London auf der Couch schlafen.

Insgesamt leben neun Personen unter dem Dach der Bennetts.

Schwachstellenbeseitigung

Dass Arnold den Sieg beim Mr. Universe nicht einfahren konnte, lag an diversen Schwachstellen. Wer also könnte die Entwicklung des Körpers von Arnold besser fördern, als Wag Bennett, der in der Jury saß und genau um die Defizite wusste?

So kam es, dass Wag den jungen Arnold unter seine Fittiche nahm, ihm einen speziell auf seine Schwachstellen zugeschnittenen Plan ausarbeitete und auf den Mr. Universe im Folgejahr vorbereitete.

Wag selbst ist ebenfalls sehr erfolgreich im Kraftsport. Neben dem eigenen Fitnessstudio und unzähligen Kontakten zur Fitnessbranche ist er auch der erste Mann in England, der über 225 Kilogramm auf der Bank drückt.

Seine Frau trifft der Studiobesitzer bei einer Bodybuildingshow, die von ihrem Vater beworben und veranstaltet wird. Die Leidenschaft für das Bodybuilding brennt also in der kompletten Familie.

Die Initialzündung?

Ein Jahr später ist es schließlich soweit. Durch die akribische Analyse der Schwachstellen und Wags abgestimmtes Training gelingt es Arnold, Dennis Tinerino zu schlagen und auf das Siegerpodest des Mr. Universe zu steigen.

Glaubt man Arnold, ist dieser Sieg das Ticket, das ihm die Möglichkeit eröffnet, in die Staaten zu reisen und seine zukünftige Karriere zu starten. Kein Wunder, dass Arnold unendlich dankbar für die Zeit bei den Bennetts ist, hat sie doch den Grundstein für Ruhm, Erfolg und Reichtum gelegt.

Man kann fast von Glück sprechen, schaut man auf die Karriere von Arnold Schwarzenegger. In jeder Etappe auf seinem Lebensweg gibt es Menschen, die ihn ohne Hintergedanken unterstützten und ihm so den Weg für seine internationale Karriere auf sportlichem und politischem Parkett ebneten. Laut eigener Aussage waren die Bennetts – Arnolds Adoptivfamilie in London – einer der ausschlaggebenden Faktoren für sein Ticket in die USA.

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