Die extravagante Posingkür von Cedric McMillan - Gannikus.com

Arnold Classic 2019Die extravagante Posingkür von Cedric McMillan

Die Posingküren spielten einst eine tragende Rolle bei Bodybuilding Wettkämpfen, haben in der heutigen Zeit jedoch stark an Gewichtung verloren. Während früher eigentlich bei jedem Event gewertet wurde, wie sich ein Athlet auf der Bühne präsentiert, spielt die künstlerische Darbietung zumindest für die Kampfrichter in diesen Tagen keine allzu große Rolle mehr. Die Arnold Classic stellt dabei eine Ausnahme dar, denn seit einigen Jahren wird bei der renommierten Veranstaltung wieder Wert darauf gelegt, in welches Licht sich die einzelnen Teilnehmer selbst rücken können. Selbsterklärend, dass deshalb die Bemühungen im amerikanischen Columbus steigen, speziell bei Entertainern wie Cedric McMillan.

Als der US-Amerikaner seine Posingkür bei der Arnold Classic 2019 beginnt, ahnt noch niemand, was ungefähr eine Minute später passieren würde. Zu „The Fallen“ von Steve Jablonsky, einem Song aus dem Soundtrack zum Film „Transformers – Die Rache“, stellt Cedric McMillan die ersten Posen, bevor er dann lachend das Publikum um eine kleine Pause bittet. Der 41-Jährige begibt sich daraufhin zurück zur legendären Statue von Arnold Schwarzenegger, greift zu einer Augenbinde, legt sie an und bittet die Zuschauer im Zuge dessen um ein Lebenszeichen.

Unter den Augen von Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich fährt Cedric McMillan mit seiner Kür fort, bewegt sich gewohnt elegant zur epischen Musik und stellt dabei seine fantastische Linie zur Schau. Kein Wunder, dass es auch den damaligen Gouverneur von Kalifornien bei einem solchen Spektakel nicht auf seinem Stuhl hält. Sein Smartphone zückend eilt der 71-Jährige aus diesem Grund zur Bühne, um die Szenen rechtzeitig einzufangen. Der siebenmalige Mr. Olympia wird seine Aufnahmen später immerhin in seiner Instagram Story teilen und McMillan als „großartigen Champion“ betiteln.


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Trotz der extravaganten Vorstellung konnte der US-Army Instructor am Ende allerdings nicht den Sieg für sich verbuchen. Der amerikanische IFBB Pro zeigte zum wiederholten Mal nicht seine Topform und musste daraus resultierend mit dem vierten Platz vorliebnehmen. Basierend auf seinen grundsätzlich phänomenalen Voraussetzungen gäbe es nicht viele Konkurrenten, die einen Cedric McMillan in bester Verfassung schlagen könnten. Das Problem ist nur, dass der Arnold Classic Sieger von 2017 viel zu selten abliefert.

Den Preis fürs beste Posing nahm ebenfalls ein anderer Athlet mit nach Hause, auch wenn es Arnold Schwarzenegger ausschließlich bei der Präsentation von Cedric McMillan vom Hocker riss. Josh Lenartowicz, der spätere Achtplatzierte, trug seine Kür zum Song „You are so beautiful“ von Joe Cocker vor und sackte dafür den sogenannten „Best Poser Award“ ein. Diese Entscheidung sorgte vielerorts für Diskussionen, waren es nämlich nicht gerade wenige Fans, die den gebürtigen Australier in puncto Darbietung schlechter als seinen amerikanischen Mitstreiter sahen.

Obwohl es letztlich nicht für den Sieg oder den „Best Poser Award“ reichte, überzeugte Cedric McMillan erneut mit einer künstlerischen Darbietung, die ihresgleichen sucht. In einer Zeit, in der Bodybuilder im Rahmen ihrer Kür teilweise lediglich auf der Bühne von links nach rechts laufen und weniger kreativ eine Most Muscular nach der anderen abrufen, ist der US-Amerikaner definitiv eine erfrischende Abwechslung.

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