Muskulöse Killer

Bodybuilder erwürgt seine Verlobte mit Kabel eines Bügeleisens!


In der Öffentlichkeit haben Bodybuilder oft den Ruf, ihre Emotionen nicht immer unter Kontrolle zu haben oder aggressiv zu sein. Während oftmals behauptet wird, Steroide seien der Grund für ein höheres Aggressionsniveau, haben Forscher herausgefunden, dass der Missbrauch anaboler Steroide das „vergeltende“ Verhalten der Konsumenten steigert. Es wird quasi öfter Gleiches mit Gleichem vergolten. Doch das ist noch lange kein Grund, einen anderen Menschen zu töten. Dennoch gab es in der Geschichte einige bekannte Bodybuilder und Bodybuilderinnen, die einen nahe stehenden Menschen auf dem Gewissen haben. In der heutigen Ausgabe von „Muskulöse Killer“ stellen wir euch die mörderische Geschichte von Gordon Kimbrough vor.

Bevor er mit dem Bodybuilding begann, war Gordon Kimbrough ein schüchterner, ruhiger und zuvorkommender Mann, der keiner Fliege etwas zuleide tun konnte, geschweige denn einem anderen Menschen. Doch wer im Bodybuilding zu den Besten gehören will, der muss sein gesamtes Leben auf den Sport ausrichten und auch der Einsatz von anabolen Steroiden ist ab einem gewissen Level nicht mehr vermeidbar. Als erfolgreicher Amateur Bodybuilder befand sich Kimbrough mit seinen 110 Kilo in Bühnenform einem ziemlich hohen Niveau.

Wie eingangs erwähnt, können Steroide dazu führen, dass man ein stärkeres vergeltendes Verhalten entwickelt und weniger entspannt auf manche Dinge reagiert. In der Zeit, als der US-Amerikaner 1993 seine Lebensgefährtin Kristy Ramsay ermordete, die er eigentlich plante zu heirateten, fingen viele Zeitungen an, über das Phänomen „Roid Rage“ zu schreiben. Doch was war wirklich passiert?

Gordon Kimbrough und seine Verlobte waren einst ein glückliches Paar.

Berichten zufolge scheint dem Verbrechen keine große Vorgeschichte zugrunde zu liegen, allerdings weiß man nicht sicher, wie die vierjährige Beziehung zwischen dem Bodybuilder und der 27-jährigen Aerobic-Trainerin verlief.

Am 20. Juni 1993 kam der 30-Jährige gerade von seinem letzten Wettkampf zurück. Den Behörden nach beichtete ihm seine Verlobte daraufhin, dass sie die anstehende Hochzeit abgesagt habe. Im Zuge dessen soll sie zugegeben haben, kürzlich eine Affäre mit einem anderen Mann gehabt zu haben. Kimbrough rastete aus und schlug die zierliche Dame ins Gesicht, bevor er das Kabel eines Bügeleisens dreimal um ihren Hals wickelte, um sie zu würgen. Anschließend erstach er sie mit einem Küchenmesser.


Vom erfolgreichen IFBB Pro in die Todeszelle


Womöglich alarmiert von den Nachbarn, die den Streit gehört hatten, fanden die Einsatzkräfte den durchtrainierten Mann murmelnd mit einem Messer an seinem eigenen Hals: „Sie hat jemand anderen gefunden“. Zuvor hatte er einige Male versucht, sich selbst durch die Injektion des Entwässerungsmittels Lasix das Leben zu nehmen. 

Bei der Gerichtsverhandlung argumentierte Kimbroughs Familie, dass die Tat ein „Akt der Leidenschaft“ war, nachdem die Frau seiner Träume ihm das Herz gebrochen hat. Die Schwester des Bodybuilders, Denita Allicock, flehte den Richter sogar um Gnade an, während sie eine Bibel in den Händen hielt und daraus zitierte. Er sei ein liebender Bruder und eine gutmütige Seele gewesen, beteuerte sie. Die Rechtsexperten, Mediziner und sogar Freunde von ihm sagten jedoch aus, dass Kimbroughs starker Missbrauch von Anabolika ihn zur „Roid Rage“ geführt hätten.

Die Schwester des Opfers wandte sich während der Verhandlung direkt an den Mörder und sagte:

„Es ging immer nur um dich. Du warst selbstsüchtig während der gesamten Beziehung. Du hast Kristy durch deine andauernden Lügen, das Betrügen und den Missbrauch manipuliert und gedemütigt… Der Schmerz in meinem Herz ist unbeschreiblich. Ich habe meine beste Freundin verloren. Ich werde für immer von der Panik heimgesucht werden, die sie empfunden haben muss, als ihr das Leben genommen wurde.“

Knapp zwei Jahre nach der Tat, am 3. April 1995, wurde Gordon Kimbrough dem Mord ersten Grades schuldig gesprochen. Anders als anfangs erwartet, schob er die Schuld nicht auf die Steroide, die ihn zu der Tat drängten. Stattdessen nahm er sich später einen eigenen Verteidiger, der argumentierte, dass dem Bodybuilder das Herz gebrochen wurde, da seine Verlobte die Hochzeit abgesagt und geplant hatte, mit einem anderen Mann glücklich zu werden. Aufgrund der Aussage der Schwester und Mutter Ramsays, dass Kimbrough selbstsüchtig war und die junge Dame gedemütigt und manipuliert habe, lautete die Strafe am Ende aber auf 27 Jahre im Gefängnis. Unbestätigten Angaben zufolge sei er mittlerweile bereits auf Bewährung entlassen worden.


Quellen:
sfgate.com/news/article/Maximum-Sentence-for-Bodybuilder-27-years-to-3038966.php

celebrityweightloss.com/gordon-kimbrough-extreme-physique/
dailyforest.com/fitness-and-health/11-bodybuilders-went-far-paid/16

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