Masse ohne Fleisch?! – Die Top 7 veganen Bodybuilder


Obwohl man durchaus behaupten kann, dass die Bodybuilding- und Fitnessszene sich in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, gibt es immer noch sehr viele alteingesessene Athleten, die ihre Scheuklappen nicht absetzen wollen und sich an alte Glaubenssätzen klammern. Sie halten weiterhin an längst überholten Theorien fest und lassen sich nicht davon überzeugen, dass auch in der alten Schule nicht alles Gold war, was zu glänzen schien. Das betrifft die Trainingsgestaltung in gleichem Maß wie die Ernährung. So ist es auch heute noch Gang und Gebe, dass unzählige Old School Bodybuilder der Meinung sind, dass ohne den Verzehr von Fleisch keine Muskelmasse aufgebaut werden kann.

Als Anfänger orientiert man sich verständlicherweise an Vorbildern und schenkt diesen seinen Glauben. Solange die ausgewählten Idole auch über genügend Fachkenntnis verfügen und sich nicht auf althergebrachte Theorien berufen, ist das auch vollkommen in Ordnung.

Kritisch wird es erst dann, wenn längst überholte Weisheiten weitergetragen werden. War man früher noch davon überzeugt, dass ohne Fleisch keine Muskeln aufgebaut werden können, bestätigt die Wissenschaft heutzutage, dass dies durchaus möglich ist. Das „American Journal of Clinical Nutrition“ postulierte kürzlich, dass es keinem Fleischkonsum bedarf, um Muskelzuwachs zu erreichen.

Die Wissenschaftler untersuchten Probanden mit unterschiedlichen Ernährungsplänen und stellten fest, dass 82 Prozent der Testpersonen den empfohlenen täglichen Wert an Protein erreichten, unabhängig davon, ob sie Fleisch verzehrten oder nicht. Zusätzlich konnte festgestellt werden, dass die Probanden, die mehr Protein aus Pflanzen zuführten, eine geringere Mortalitätsrate aufwiesen.

Weil Wissenschaft und Praxis jedoch immer zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind, macht es Sinn, sich auf die Suche nach lebenden Beweisen für erfolgreiches Bodybuilding unter veganen Voraussetzungen zu machen. Lange suchen muss man dafür nicht.

#1 – Robert Cheeke

Robert Cheeke: mehr als 15 Jahre Veganer!

Der Wettkampfbodybuilder Robert Cheeke ist einer der Autoren von „Shred It!“. Darüber hinaus ist er Gründer und Präsident von „Vegan Bodybuilding & Fitness“ und hat damit eine große Community aufgebaut, die sich dem veganen Bodybuilding widmet.

Seit mehr als 15 Jahren lebt Robert vegan und betreibt gleichzeitig Kraftsport. In dieser Zeit konnte er durch zahlreiche Wettkampftitel beweisen, dass auch Veganer einen beeindruckenden Körper aufbauen können.

#2 – Frank Medrano

Frank Medrano spricht sich gegen anabole Steroide aus.

Ein legendärer Athlet der heutigen Zeit, ein Experte der Calisthenics und ebenfalls veganer Bodybuilder ist Frank Medrano.

Er ist strikt gegen die Verwendung von anabolen Steroiden und fest davon überzeugt, dass Muskelaufbau auch auf natürlichem Weg möglich ist. Seine Optik ist ein weiterer Beweis dafür, dass man ohne die Zufuhr riesiger Fleischmengen herausragende Ergebnisse erzielen kann.

Auf seinen Teller kommt nur Essen, das er selbst zubereitet hat. Nur so weiß er auch genau, was er am Ende des Tages verzehrt hat. Seine Nährstoffe bezieht der Athlet aus Mandelmilch, Haferflocken, Vollkornbrot, Erdnussbutter, Nüssen, Bohnen und Kokosöl.

#3 – Leon Gabbidon

Leon Gabbidon ist überzeugt davon, dass heutiges Fleisch eine schlechte Qualität liefert.

Die Teilnahme an Wettkämpfen brachte Leon Gabbidon zum Veganismus. Der 32-Jährige hat schon immer rotes Fleisch gemieden, aber nachdem er zuerst Hühnchen, dann Fisch und zuletzt auch Eier aus seinem Speiseplan verbannte, entschied er sich für den veganen Lebensweg.

Seine Entscheidung beruht aber nicht auf einem moralischen Aspekt. Vielmehr glaubt Leon, dass die Tierhaltung zu einer schlechten Fleischqualität führt, die er seinem Körper nicht zuführen möchte.

Mit einem Körperfettanteil von sieben Prozent bei 88 Kilogramm ist es schwierig, ihm diese Entscheidung übel zu nehmen.

#4 – Derek Tresize

Derek Tresize macht mit seinem Lebensstil Karriere.

Derek Tresize ist professioneller Bodybuilder, Coach und Model. Zusammen mit seiner Frau hat er das Buch „The Vegan Muscle & Fitness Guide to Bodybuilding Competitions“ veröffentlicht, die Website „Vegan Muscle and Fitness“ ins Leben gerufen und das vegane Fitnessstudio „Root Force“ eröffnet.

Seinen Erfolg durch die vegane Ernährung nutzt der Athlet also aus, um auch karrieretechnisch ganz vorne dabei zu sein.

#5 – Torre Washington

Torre Washington wusste jahrelang nicht, dass es eine Bezeichnung für seinen Lebensstil gibt.

Der in Florida lebende Wettkampfbodybuilder ist bereits seit 1993 Veganer. Er ist aktives PETA-Mitglied und unterstützt durch Aktionen und Werbekampagnen. Torre Washington wählte den veganen Lifestyle, weil er kein Heuchler mehr sein wollte.

Dabei war dem heute in Miami aktiven Bodybuilder aber eine ganze Zeit lang überhaupt nicht bewusst, dass es für den Lebensstil, den er pflegte, einen Namen gab. Vielmehr entschied er für sich selbst, Fleisch aus seiner Ernährung zu verbannen, ohne dass er den Entschluss fassen musste, ein Veganer zu sein.

#6 – Noel Polanco

Noel Polanco inspiriert Tausende Follower und Fans.

Model und Verfechter des Veganismus, Tierrechtler und Videoblogger. Mit seinem Auftritt in den sozialen Medien inspiriert Noel Polanco seine Fans und Follower und ruft dazu auf, mehr Liebe in der Welt zu verteilen, mehr Früchte und Gemüse zu essen und sich Gedanken um den Planeten und seine Lebewesen zu machen.

Neben seiner veganen Ernährung ist Noel auch davon überzeugt, von kurzzeitigen Fastenphasen über zwölf bis 15 Stunden zu profitieren.

#7 – Joe „Monk“ Coleman

Joe Coleman ist nicht ganz so massig wie sein Namensvetter.

Joe Coleman ist ein Bodybuilder, der erst im Alter von 40 Jahren seine Trainingskarriere startete und trotzdem seiner wesentlich jüngeren Konkurrenz auch in diesem Alter noch das Wasser reichen kann.

Nach unzähligen Jahren, in denen er einem ungesunden Lebensstil frönte, änderte der Athlet seinen Lebensstil komplett. Von Meditation über die Ernährung bis hin zum Training durchlief Joe eine Generalüberholung und ist seitdem nicht wieder zu erkennen. Seinen Spitznamen „Monk“ erhielt er, weil sein Lifestyle angeblich dem eines Affen gleicht.

Wer das nächste Mal im Studio auf die Aussage trifft, dass Muskeln nur mit Hilfe von Fleisch aufgebaut werden können, kann mit den vorgestellten Sportlern kontern. Jeder von ihnen zeigt deutlich, dass ansehnliche Körper auch ohne den Konsum von riesigen Fleischmengen erreicht werden können. Natürlich gehören Pute und Fisch in vielen Ernährungsplänen zur absoluten Basis. Trotzdem ist der Verzehr von tierischem Protein kein Muss, um Muskulatur aufzubauen.


Quelle: madnessmedia.net/top-10-vegan-bodybuilders/

2 comments

  1. Niko

    Dabei darf man nicht vergessen, dass die meisten Bodybuilder super Gene haben. Es gibt einige vegane Bodybuilder aber viele stoffen um nachzuhelfen, wie z.B. Mischa Janiec. Die Bezeichnung als vegane BB ist einfach Unsinn, dass sie lediglich ein Sixpack haben, was jeder normale Mensch auch haben kann. Bodybuilding hat nur was mit Masse zu tun, dass klassische BB, so wie es eigentlich nur sein sollte – die anderen 212, Bikini und Physique sind so belanglos.

    In die richtige Bodybuilder-Masse-Klasse werden sie es nie schaffen – wobei es vegetarische Bodybuilder schaffen können, da sie Molkereiprodukte verzehren, wobei es in Ovo-Lacto und Lacto-Vegetarier unterschieden wird.

    Aber heutzugtage findet man kaum noch Lebensmittel, die nicht mit tierischen Lebensmitteln in Verbindung gebracht wurden. Vollkorn-Nudeln die nur aus Hartweizengrieß bestehen, wurden in einer Fabrik hergestellt, wo auch Spuren von Ei drin sein können – wenn man danach geht, dürfen Veganer nur Kartoffeln und Reis als Kohlenhydrate zu sich nehmen.

    Gesendet am 7. April 2018
    • Red Sprite

      @Niko:
      Der mit Abstand größte Teil jener Menschen die sich pflanzlich ernähren steckt keine hochverarbeiteten Produkte in deren Körper. Also keine Getreide-Produkte und demnach keine Verunreinigung mit Produkten tierischen Ursprungs.
      Selbst Kartoffeln und Reis findet man bei gesundheitsbewussten Kraftsportlern eher selten auf den Tellern.
      Dein Nahrungsmittel-Universum scheint etwas klein zu sein, daran solltest du arbeiten.

      Gesendet am 27. Oktober 2018

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