Polizist verliert 56 Kilo – Ein Albtraum als Wachrüttler!


In den meisten Fällen beruht die Entscheidung, Gewicht verlieren zu wollen, in einem optischen Bestreben. Motiviert durch Hochglanzmagazine, das Fernsehen oder verschiedene Kanäle in den sozialen Medien, entscheidet man sich dazu, den lästigen Fettreserven den Kampf anzusagen und in seine persönliche Topform zu kommen. Gerade in den letzten Jahren, in denen man durch Facebook und Instagram täglich mit einem Idealbild des menschlichen Körpers konfrontiert wird, ist das Verlangen nach weniger Gewicht und einer überdurchschnittlichen Optik gestiegen. Weniger bestrebt, sich von einem hohen Gewicht zu verabschieden, sind diejenigen Menschen, die kaum interessiert an einem schönen Erscheinungsbild sind. Dass aber auch die Gesundheit mit steigendem Fettanteil leidet, bedenken wenige von ihnen.

Fast schon leicht fällt der tägliche Besuch im Fitnessstudio, wenn man getrieben von der Motivation förmlich dazu gedränt wird. Solange man ein optisches Ziel vor Augen hat, bedarf es kaum Überwindung, kontinuierlich schwere Gewichte zu bewegen und im gleichen Maße auf seine Ernährung zu achten.

Weniger einfach gestaltet es sich, wenn man nicht auf der Fitnesswelle schwimmt, kein Interesse an gesellschaftlich vermittelten Idealbildern hat und zusätzlich ein leidenschaftlicher Fast-Food-Konsument ist. Selbst wenn der Körper signalisiert, dass ihm das immer weiter steigende Gewicht nicht gut bekommt, wird hier froh und munter weiter geschlemmt.

In solchen Fällen werden die Augen vor den negativen Effekten eines zu hohen Gewichts verschlossen, bis man in Extremsituationen letztendlich vor die Wahl gestellt wird. Eine solche Situation hat einen Polizisten aus New York dazu bewegt, sein Gewicht massiv zu reduzieren.

Freund und Helfer

Aaron Lohman ist hauptberuflich Polizist beim New York Police Departement. Seine Aufgabe ist es, die Bürger der amerikanischen Metropole täglich zu beschützen. Das gelingt ihm auch ganz gut. Lediglich eine Person gibt es, die für ihn unkontrollierbar zu sein scheint – er selbst.

Seiner Gesundheit hat der Hüter von Recht und Ordnung über Jahre hinweg kaum Beachtung geschenkt. Standen hin und wieder zahlreiche Diäten auf der Tagesordnung, wurden sie aufgrund mangelnden Erfolgs recht zügig wieder eingestellt. Selbst Reduzierungen auf 1200 Kalorien am Tag schienen keine Veränderung zu bewirken.

Gefrustet von den Ergebnissen, entscheidet sich Aaron Lohman irgendwann dazu, einfach alles zu essen, worauf er Lust hat. Diese Entscheidung hat Folgen für den New Yorker. So zeigt die Waage zu Höchstzeiten ein Gewicht von 192 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,92 Meter.

Keine Einsicht

Dass es bereits ernährungsbedingte Krankheiten in seiner Familie gegeben hat, hält ihn nicht davon ab, exzessiv weiter zu essen. Auch der negative Einfluss auf seine berufliche Leistung wird mit einem Lächeln abgetan.

Als Aaron Lohman mit seinem Team eine Hausdurchsuchung nach vorherigem Durchsuchungsbeschluss durchführen soll, muss er zu Fuß fünf Stockwerke erklimmen. Oben angekommen wird er von Schwindel und Benommenheit überfallen.

Man könnte denken, dass diese Situation bereits zum Umdenken bewegt. Anstatt sich aber einzugestehen, dass er gewichtsbedingt an seine Grenzen stößt, feiert er den Einsatz im Anschluss mit einer ordentlichen Portion Pizza und Eiscreme.

Bis heute verliert der Polizist mehr als 56 Kilogramm.

Der tiefe Fall

Erst im Dezember 2015 führt ein Albtraum dazu, dass Aaron Lohman die Reißleine zieht. Nach einem Albtraum wacht er in der Nacht schweißgebadet auf. Im Schlaf fand er sich im Kampf gegen einen Kriminellen wieder. Diesem gelang es, den Polizisten aufgrund seiner schlechten körperlichen Verfassung vom Hochhaus zu stürzen.

Der Sturz regt ihn dazu an, über seine Tochter nachzudenken. Wie wird sie aufwachsen, wenn ihr Vater stirbt, weil er im Kampf besiegt und vom Haus gestoßen wurde? Und das nur, weil er nie einsehen wollte, dass er etwas gegen sein Übergewicht tun muss?

Einschneidende Erfahrung

Dieses Erlebnis stellt den Wendepunkt in Aarons Leben dar. Ab diesem Zeitpunkt entschließt sich der 192-Kilo-Mann zu einer nachhaltigen Ernährungsumstellung. Anfangs noch mit Problemen durch das Überfressen konfrontiert, gelingt es ihm mit fortlaufender Zeit immer mehr, eine geregelte Ernährung zu verfolgen.

Dabei helfen ihm klare Strukturen und eine Fitnessapp. Er beginnt, für die Arbeit vorzukochen und genehmigt sich geplante Cheatmahlzeiten.

Zusätzlich beginnt er, seinen Körper zu fordern. Was mit Cardiotraining auf dem Fahrrad startet, wird fünf Monate später durch Krafttraining ergänzt, das insgesamt drei Einheiten in der Woche vorsieht. Kommt es vor, dass eine Einheit durch familiäre oder berufliche Gründe ausfallen muss, wird diese auf den Pausentag verlegt. Ausreden gibt es für Aaron Lohman nicht mehr.

Durch die Kombination einer ausgewogenen Ernährung und dem kontinuierlichen Training gelingt es dem US-Amerikaner, dauerhaft an Gewicht zu verlieren. So kann er bis zum heutigen Tag einen Fettverlust von mehr als 56 Kilogramm verzeichnen – und damit ist er noch lange nicht am Ziel angelangt.

Als motivierter Sportler wird man kaum verstehen können, wieso es einigen Menschen so schwer fällt, sich körperlich zu betätigen und zumindest teilweise auf die Ernährung zu achten. Trotzdem gibt es viele Personen, die einfach nicht erkennen, dass sie sich nicht nur optisch zum negativen verändern, sondern auch gesundheitlich leiden. Die Erkenntnis, dass etwas getan werden muss, kommt immer erst dann, wenn es fast schon zu spät ist. Im Fall von Aaron Lohman war es ein Albtraum, der ihn letztendlich dazu bewegte, bis heute mehr als 56 Kilogramm abzunehmen.

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