Scharfe Kritik auf Instagram – Ist sie zu dick für ihn?


Im digitalen Zeitalter ist es leichter als je zuvor, sein Leben mit Menschen auf der ganzen Welt zu teilen. Millionen Posts auf Instagram zeigen täglich Personen, die sämtliche Aktivitäten mit ihren Fans und Followern teilen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manche Akteure haben einfach nur Spaß daran, ihre Kreativität durch schöne Bilder auszuleben. Andere wittern die Chance auf die große Karriere und einen Haufen Geld. Jeder von ihnen hofft mit der Erschaffung seiner Inhalte natürlich, dass die breite Masse positiv reagiert und mit einem Like oder einem positiven Kommentar reagiert. Das ist aber nicht immer der Fall.

Von Angesicht zu Angesicht ist es schwierig, einen Menschen direkt zu kritisieren. Wer schon einmal in der Situation war, in der eine direkte verbale Konfrontation unumgänglich schien, wird wissen, wie schwierig es ist, Kritik zu üben, wenn die entsprechende Person einem in die Augen blickt.

Ganz anders ist das in den sozialen Medien. Egal, ob vor der Tastatur oder dem Smartphone. Hier sinkt die Hemmschwelle und es fällt auf, dass viel leichter mit Kritik um sich geworfen wird. So ist es nicht selten, dass Nutzer von Instagram, Facebook und Co. relativ leicht Grenzen überschreiten und ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer Menschen agieren.

Ganz besonders deutlich wird das in Posts, die sich der Fitness widmen. Hier werden brillentragende Nerds zu Tastaturkriegern und fühlen sich berechtigt, hart trainierende Athleten zu kritisieren. Aber auch die Damenwelt bleibt dank den makellosen Körpern, die täglich ihren Weg in die sozialen Medien finden, nicht vor Hatern und negativen Kommentaren verschont.

Ein Instagram-Account wie jeder andere

Auf den ersten Blick kann man den Instagram-Account von Jenna Kutcher nicht von den unzähligen anderen unterscheiden, die täglich mit Inhalten gefüllt werden. Sie ist Marketingberaterin, fotografiert auf Hochzeiten und hat ihren eigenen Podcast.

Bei diesen Voraussetzungen ist es kein Wunder, dass die 29-Jährige sehr Social Media affin ist und auch ihren eigenen Instagram-Feed pflegt.

Dort postet sie Eindrücke aus ihrem Leben. Ein Treffen mit den Freundinnen, Interieur aus ihrer Wohnung, neu erstandene Outfits. Eben das, was man täglich mit der Welt teilen möchte. Auch ihr Liebesleben bleibt Fans und Followern nicht verborgen. So findet man auch viele Bilder, die die Marketingberaterin mit ihrem Mann Drew zeigen.

Durch ein Lächeln auf jedem Foto mit ihrem Lebensgefährten könnte man denken, dass sie sich um keine Sache sorgen muss. Zumindest bis zu dem Tag, an dem sie ein Bild veröffentlicht, das sie mit Drew im Urlaub am Strand zeigt.

Ist sie zu dick für den muskulösen Adonis?

Kritik

Grundsätzlich erhalten Bilder aus fernen Ländern auf Instagram immer positive Resonanz. Als Follower wird durch die Aufnahmen die Fernweh geweckt und das Träumen beginnt. Nicht so beim Schnappschuss von Jenna. Das Foto zeigt sie und ihren Freund verliebt am Strand.

Blöd nur, dass Drew Fitness- und Ernährungsberater ist, während die Hochzeitsfotografin dem Sport wenig Beachtung schenkt. Man sieht einen durchtrainierten Mann mit wohlgeformten Muskeln und einem Körperfettanteil von unter zehn Prozent. Gleichzeitig sieht man Jenna im Badeanzug mit üppiger Taille und molligen Beinen.

Grund genug für die einige Follower, die Beziehung der beiden zu hinterfragen. So kommentieren zahlreiche Betrachter das Bild und fragen sich, wie die pummelige Frau es geschafft hat, sich einen solchen Adonis zu sichern.

Der Druck der Gesellschaft

Nachdem man die Fotos der lächelnden Jenna kennt, sollte man glauben, dass diese Fragen die 29-Jährige kalt lassen, weil sie ein lebensfroher Mensch zu sein scheint. Aber weit gefehlt. Die Kommentare treffen einen wunden Punkt.

Oft fragt sich die mollige Blondine selbst, wie sie „Mr. Sixpack“ – wie sie ihn nennt – mit ihrer Figur überhaupt verdient hat. Wenn die beiden am Strand spazieren, grübelt sie darüber, was die Menschen wohl denken, wenn sie die kurvige Frau mit dem durchtrainierten Mann sehen.

Bereits als kleines Mädchen verspürte die heutige Unternehmerin schon einen immensen Druck, der bis heute auf ihr lastet. Das zeigt, wie wenig Entwicklung bei der Betrachtung von Frauen stattgefunden hat. Immer noch werden Frauen dazu gedrängt, für den Mann gut auszusehen.

Positives Ende

Es ist wenig verwunderlich, dass das Strandbild neben den negativen Kommentaren auch eine Welle von Euphorie ausgelöst hat. Unzählige Frauen geben sich als Leidensgenossen zu erkennen und fordern, dass Frauen nicht auf ihre Optik reduziert werden sollten.

Auch ihr Mann selbst unterstützt Jenna nach dem Debakel. Er versichert, dass er sie mit allen Dellen, Rundungen und Fettpolstern liebt und sie durch viel mehr für ihn glänzt als durch ihre Optik.

Unabhängig davon, welches Idealbild man selbst von einem makellosen Körper hat, sollte man immer hinterfragen, welche Auswirkungen Kommentare haben, die leichtfertig in den sozialen Medien verbreitet werden. Egal, ob es um die mangelnden Muskelzuwächse bei einem Athleten oder um die Fettpolster einer Influencerin geht. Bevor voreilig in die Tasten gehauen wird, hilft es, einen tiefen Atemzug zu nehmen und sich zu fragen, was man genau mit seiner Kritik bezwecken möchte. Mit ein wenig Intelligenz wird dann so manches Vorhaben plötzlich ganz unwichtig. Am Ende darf nämlich grundsätzlich jeder selbst entscheiden, mit welchem Partner er sein Leben teilt. 


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