Schmale Mittelpartie

So hat Adolf Burkhard seine Taille in den Griff bekommen?!


Als Schwergewichtsbodybuilder hat man auf der Bühne kein Gewichtslimit. Jeder versucht den anderen durch noch mehr Masse auszustechen, denn das ist es schließlich, was diese Klasse auszeichnet. Doch das Bestreben, möglichst viel Muskelmasse aufzubauen und möglichst voll und prall auf der Bühne zu stehen, führt aus verschiedenen Gründen oftmals dazu, dass die Taille der Athleten zu breit wirkt und dadurch wiederum die ästhetische Linie, trotz beeindruckender Masse, in Mitleidenschaft ziehen kann. Auch der frisch gebackene Profi-Bodybuilder Adolf Burkhard hatte in der Vergangenheit mit diesem Phänomen zu kämpfen, damit soll aber nun Schluss sein.

Besonders in den letzten Jahren wurde an einigen Bodybuildern die mangelnde Kontrolle der Mittelpartie und die aufgeblähte Bäuche bemängelt. Berühmte Beispiele dafür sind Roelly Winklaar, Ben Pakulski und auch der siebenmalige Mr. Olympia Phil Heath. Doch Auch im Amateurbereich kann man oftmals Athleten mit ausladender Mittelpartie beobachten. Wer schnell wachsen will, muss viel essen, schwer trainieren und tief in die Trickkiste greifen.

All diese Faktoren können die Erscheinung der Taille und des Bauches auf der Bühne beeinträchtigen. So auch bei Adolf Burkhard, dem jungen Mann aus Lahr. Beim der EVLS Prag Showdown 2017 schien es, als habe Burkhard Probleme damit gehabt, seine Mittelpartie zwischen den Posen unter Kontrolle zu halten, was aufgrund seines vergleichsweise schmalen Schlüsselbeines stärker auffällt als bei ausladenderen Körpertypen. Doch auf der Dennis James Classic im darauffolgenden Jahr überraschte der 25-Jährige mit einer überraschend verbesserten Taille.


Von der „Wachswampe“ zum Vakuum: Die Pak-Man Transformation!


Am Rande eines aktuellen Trainingsvideos mit RepOne lüftet Adolf das Geheimnis und verrät, wie er diese beeindruckende Verbesserung vollbringen konnte. Trotz dass er sich mittlerweile dank Sponsoren voll und ganz auf seine Wettkampfkarriere konzentrieren kann, stehe der IFBB Pro jeden Morgen um 5:30 Uhr auf, konsumiere seine Supplements, kümmere sich um den Haushalt und widme sich dann einem besonderen Ritual.

Der Lahrer nimmt einen Besenstiel, legt ihn hinter dem Kopf im Nacken ab, setzt sich auf einen Stuhl und dreht den Oberkörper je 500 Mal nach links und rechts. Nach zwei Wochen täglichem „Stockdrehen“, wie der Baden-Württemberger es nennt, solle man bereits merken, wie sich der Bauch wie ein Vakuum „eng zusammenzieht“.

Des Weiteren verwende der Bodybuilder eine spezielle Maschine in seinem Studio, auf der er ohne jegliches Gewicht insgesamt ganze 14 Minuten lang seine seitliche Bauchmuskulatur trainiere. Sieben Minuten pro Seite, ohne Unterbrechungen. Laut ihm würden die meisten Menschen dabei zu viel Gewicht verwenden, was die Taille eher breiter mache. Er selbst benutze jedoch keinerlei Gewicht, sondern setze stattdessen auf eine enorme Wiederholungszahl. Seit einem Jahr würde er diese Prozedur Tag für Tag wiederholen, wodurch die Verbesserung seiner Taille zustande gekommen sei.

Wie man an diesem Beispiel sehen kann, sind es oftmals die kleinen Dinge, die im Wettkampfbodybuilding den Unterschied machen. Jeder trainiert schwer, jeder macht sein Cardio, jeder isst sauber (oder sollte dies machen). Doch oft scheinen die Details einen Unterschied zu machen, die den Wettkampfsport auf Profiniveau erst zu einem Vollzeitjob machen. Es kostet viel Zeit, Disziplin und Durchhaltevermögen, auch über das Training hinaus die Dinge zu unternehmen, die letzten Endes zwischen Sieg und Niederlage entscheiden können. 

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