Vergleich

Wer hatte den besten Rücken der Bodybuilding Geschichte?


„Wettkämpfe werden von hinten gewonnen“ oder „Rücken und Beine gewinnen die Show“ – so lauten bekannte Sprichwörter, die man auf Bodybuilding Meisterschaften immer wieder zu Ohren bekommt. Tatsächlich scheinen diese beiden großen Muskelpartien oftmals über Sieg und Niederlage zu entscheiden. Besonders im Bereich des Rückens gibt es viele kleinere Muskeln, die für ein imposantes Erscheinungsbild gleichmäßig entwickelt sein sollten. Doch auch Rückenbreite und -dichte sind ausschlaggebende Faktoren. Wir stellen euch heute die besten Rücken vor, die das Wettkampfbodybuilding je gesehen hat.

Vielen Trainierenden fällt es schwer, die einzelnen Muskeln des Rückens im Training richtig anzusteuern. Es erfordert nicht nur viel Kontrolle, sondern auch Vorstellungskraft und grundlegendes anatomisches Verständnis, denn während eines Satzes kann man den eigenen Rücken nur schwer bei der Arbeit beobachten.

Wenn wir über die besten Rücken in der Geschichte des Bodybuildings reden, kommen den meisten wohl zunächst zwei Namen in den Sinn: Ronnie Coleman und Dorian Yates. Beide zusammen sind das Paradebeispiel dafür, wie wichtig ein ausgeprägter Rücken für den Erfolg ist, denn mit acht und sechs Mr. Olympia Titeln gehören der US-Amerikaner und der Engländer zu den besten Bodybuilder aller Zeiten.


Ronnie Coleman (rechts) und Dorian Yates (links) sind nicht nur zwei Legenden des Bodybuildings, sondern hatten auch zwei der besten Rücken im Sport.


Eine Eigenschaft, die „King Coleman“ und „The Shadow“ gemeinsam hatten, war ihr unglaublich intensives und schweres Training, auch wenn Coleman sicherlich mit sehr viel mehr Volumen und einer anderen Technik trainierte als Yates. Während der achtfache Mr. Olympia Coleman für sein extrem schwerer Kreuzheben bis heute legendär ist, war die Paradedisziplin seines Vorgängers Yates zweifelsfrei das Langhantelrudern mit ein wenig Schwung bei den letzten Wiederholungen, auch bekannt als „Yates Rows„. Hohe Intensität und Training bis zum Muskelversagen, dafür waren die beiden bekannt.

Joel Stubbs bei der IFBB Europa Super Show 2009.

Weniger bekannt als die ehemaligen Mr. Olympia ist dagegen Joel Stubbs. Obwohl der 1967 geborene Bodybuilder nur ein Mal auf der Mr. Olympia Bühne stand und dabei 16. wurde, besaß der 1,91 Meter große Athlet einen Rücken, der für sich betrachtet fast jeden Vergleich für sich entschieden hätte. Doch ein starker Rücken ist nicht alles, was auf der Bühne entscheidend ist. Aufgrund einer Verletzung in seiner frühen Karriere war der Mann von den Bahamas ebenfalls für seine vergleichsweise schwach entwickelten Beine bekannt. Aus diesem Grund gelang es dem 140 Kilo schweren Athleten auch nie, einen Profiwettkampf zu gewinnen. Was zählt, sind nicht nur einzelne Muskelpartien, sondern das Gesamtbild eines Bodybuilders.

Ein weiterer, weniger bekannter Name mit außerordentlicher Rückenentwicklung ist Orville Burke. Auch er entstammte der Generation um Coleman und Stubbs in den späten 90ern und frühen 2000ern, konnte aber etwas besser abschneiden als sein Kollege von den Bahamas. In den Jahren 2001 und 2002 platzierte er sich als Sechster und Neunter auf dem prestigeträchtigen Mr. Olympia. Zwar war seine Rückseite nicht die facettenreichste, aber sicherlich eine der massivsten auf der Bühne.

Orville Burke besaß einen der besten Rücken in Bezug auf die schiere Masse.

Im Anschluss an diese letzte Teilnahme 2002 unterzog sich der 1963 geborene US-Amerikaner einer Operation, um eine Verletzung am Trizeps zu reparieren, die er sich bei einem Fotoshooting mit dem FLEX Magazine zugezogen hat. Unter Narkose erlitt der damals 39-Jährige einen Krampfanfall und fiel ins Koma, was ihn bis heute an lebenserhaltende Maschinen fesselt. Entsprechend war auch eine Rückkehr auf die Bühne undenkbar. Es ist definitiv unwahrscheinlich, dass der im Alter von über 40 Jahren den damals amtierenden Champion Coleman noch hätte schlagen können, doch rein in Bezug auf den Rücken musste er sich vor ihm nicht verstecken.

Und das war sie, die Liste der besten Rücken in der Geschichte des Bodybuildings. Würde man die Reihe fortführen und ergänzen, was man selbstverständlich machen könnte, würden wohl auch Namen wie Kai Greene mit seinem überdimensionalen Latissimus oder Phil Heath mit seinen vielen Details und unglaublichen Proportionen auftauchen.

Wer hatte für euch den besten Rücken im Bodybuilding?
Lasst es uns wissen!

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