Ronnie Coleman & Jay Cutler

Wie man zur Legende wird!


Niemand prägte das Bodybuilding der 2000er Jahre stärker als Ronald „Ronnie“ Coleman und Jason Isaac „Jay“ Cutler. Die einstigen Erzrivalen lieferten sich epische Duelle auf den großen Bodybuildingbühnen der Welt und teilen sich gemeinsam ganze 12 Mr. Olympia Titel. Doch auch wenn es Viele nicht glauben mögen, teilen die beiden US-Amerikaner noch einen weiteren Fakt, was den prestigeträchtigsten Wettkampf im Bodybuilding angeht. Während sich Jay Cutler bei seiner ersten Teilnahme 1999 mit dem vorletzten Platz zufriedengeben musste, teilte sich der spätere „King Coleman“ 1994 mit anderen Athleten sogar den letzten Rang. Ihren späteren Erfolg schreiben sie heute ihrer mentalen Einstellung zu.

Am Rande der Dubai Muscle Show, die am 7. und 8. Dezember 2018 stattfand, interviewte das amerikanische Bodybuilding Magazin RxMuscle die beiden ehemaligen Schwergewichtsathleten zu ihrer Vergangenheit. Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, wie sie damit umgegangen seien, nach einem Wettkampf wieder zurück in den Alltag zu finden. Sowohl Coleman als auch Jay Cutler antworteten daraufhin, dass sie einfach nie den Fokus verloren.

Beide Athleten wussten ganz genau, dass nach dem Wettkampf vor dem Wettkampf ist und die Konkurrenz nie schläft. Man solle sich im übertragenen Sinne niemals auf seinen Lorbeeren ausruhen und das ganze Jahr sein Bestmögliches geben, um im kommenden Jahr noch besser zu sein. Jegliche Ablenkungen wurden eliminiert und jeder Tag genauso durchstrukturiert wie in der Wettkampfvorbereitung. In der heutigen Zeit der sozialen Medien sei dies jedoch kaum noch möglich, da die Athleten zu sehr durch ihre Öffentlichkeitsarbeit, die im heutigen Zeitalter fast unumgänglich sind, abgelenkt werden.


Ronnie Coleman vs. Jay Cutler – Harte Wortgefechte beim Mr. Olympia 2004!


Dave Palumbo, Gründer von RxMuscle, möchte wissen, wie Ronnie und Jay ihren „Game Plan“ aufgestellt haben und sich durch die zahlreichen Ratschläge Anderer nicht von ihrem Weg haben abbringen lassen. Der spätere achtfache Mr. Olympia Ronnie Coleman antwortet daraufhin, „Als ich mit dem Bodybuilding angefangen habe, wusste ich gar nichts darüber, aber ich wusste, dass Wissen Macht ist. Wenn du dir jemanden suchst, der viel Wissen hat, wirst du viel von ihm lernen und dadurch der Beste werden, der du sein kannst.“

Coleman selbst hatte drei oder vier verschiedene Coaches, doch einige von ihnen verfügten nicht über das Wissen das Andere hatten, weshalb er nicht das Beste aus sich herausholen konnte. Tatsächlich belegte der 1,80 m große und auf der Bühne bis zu 136 Kilo schwere Mann aus Louisiana in seinen ersten vier Jahren nur untere bis mittlere Plätze auf dem Mr. O. Doch als er schließlich Chad Nicholls traf, platzte der Knoten für ihn und er gewann den begehrten Titel achtmal in Folge.

Heute geben sich die einstigen Erzrivalen die Hand.

Jay Cutler hat ähnliche Dinge mit seinem erfolgreichsten Vorbereiter, Chris Aceto, zu berichten. Er nahm jede Woche eine zweistündige Fahrt auf sich, um ihm seine Form zu zeigen. Zur damaligen Zeit gab es noch keine Smartphones, um Bilder über das Internet auszutauschen. Auch er musste sich durch viel harte Arbeit vom vorletzten Platz 1999 zum zweiten Rang 2001 und späteren Titelgewinn vorarbeiten. Er berichtet davon, wie „hartnäckig“ er am Ball bleib und sehr hart für den Erfolg arbeitete, auch wenn er sich ganze fünf Jahre in Folge hinter seinem Rivalen platzierte. Doch all diese harte Arbeit zahlte sich 2006 endlich für ihn aus und er gewann seinen ersten von vier Mr. Olympia Titeln. Bis heute gehe er mit dieser Einstellung an jegliche Dinge heran.

Natürlich sei es extrem hart, der beste Bodybuilder der Welt zu sein, den Globus zu bereisen und dabei das Training, die Ernährung und nötige Erholung nicht zu vernachlässigen. Ohne den richtigen Fokus, die Arbeitseinstellung, Eliminierung von Ablenkungen und das richtige Support-Team an seiner Seite, sei es einfach nicht möglich der Beste der Welt zu sein. Man sollte sich von Rückschlägen nicht demotivieren lassen, sondern sie als Motivation sehen, noch härter für den Erfolg zu arbeiten. Solange man sein Bestes gibt, wird es sich am Ende immer auszahlen, egal in welcher Form und wie lange es dauert.

 



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