Zwei Athleten, die beim Mr. Olympia und den Masters siegten!


Ohne Zweifel ist der Sieg beim Mr. Olympia für jeden Profisportler im Bodybuilding das erstrebenswerteste Ziel in seiner ganzen Karriere. Kein anderer Wettkampf kann auch nur ansatzweise mit der jährlich in Las Vegas stattfindenden Veranstaltung mithalten. Der Mr. Olympia ist das Aushängeschild des Sports und bewegt Athleten aus der ganzen Welt dazu, ihre komplettes Training und ihre Vorbereitung ausschließlich auf eine einzige Show zu legen. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass nur die Elite dieses Planeten beim Kräftemessen in Las Vegas zusammentrifft. Man könnte meinen, dass der Sieg beim Mr. Olympia das Ende der Fahnenstange bildet und es keinen größeren Erfolg gibt.

Betrachtet man nur die Einzeltitel, die ein Wettkampfathlet im Laufe seiner Karriere erlangen kann, ist das auch korrekt. Lässt man aber die Kombination verschiedener Wettkampftitel zu, gibt es durchaus eine Steigerung zum alleinigen Sieg beim prestigeträchtigsten Wettkampf im Bodybuilding.

So zeigt ein Blick in die Geschichtsbücher, dass es nur wenige Ausnahmetalente gibt, die neben dem Mr. Olympia zusätzlich auch bei der Masters Olympia – ein Wettkampf für die Elite im fortgeschrittenen Alter – das Siegertreppchen besteigen konnten.

In der gesamten Historie der IFBB gibt es insgesamt nur zwei Männer, die sowohl den Triumph beim Mr. Olympia als auch den Sieg bei den Masters Olympia erringen konnten.

Chris Dickerson

Chris Dickerson setzt sich gegen Frank Zane und Casey Viator durch.

Der erste Athlet, der mit seinen Siegen in die Geschichtsbücher eingegangen ist, ist der aus Alabama stammende Bodybuilder Chris Dickerson. Seine gesamte Karriere beläuft sich auf einen unglaublich langen Zeitraum von etwa 30 Jahren.

Chris Dickerson ist heutzutage kaum einem Fan noch bekannt. Insgesamt zählt er unter den harteingesottenen Fans zu den langweiligsten Gewinnern des Mr. Olympia. Seinen Mr. Olympia Titel sichert der US-Amerikaner sich im Jahr 1982 und lässt Frank Zane sowie Casey Viator hinter sich. Dass ihm trotz des fehlenden Charmes eines wahrhaftigen Mr. Olympia trotzdem der Titel zugesprochen wird, ist verständlich.

Hat Arnold Schwarzenegger noch bis 1980 eine komplett eigene Geschichte geschrieben und den Look des Mr. Olympia geprägt, folgte danach eine Zeit, in der die Kampfrichter sich neu orientieren mussten. Der nächste Ausnahmeathlet folgte erst im Jahr 1984 mit Lee Haney, der eine neue Ära beginnen ließ.

Die Jahre zwischen diesen Epochen waren geprägt von einer Neufindung, die dazu führten, dass auch durchschnittliche Athleten wie Chris Dickerson ganz oben platzierten. Das zeigt auch die Platzierung beim Mr. Olympia zwei Jahre nach dem Sieg. Im Jahr 1984 belegt Dickerson nur noch den elften Platz.

Nach diesem bitteren Rückschlag verschwindet der Bodybuilder aus Montgomery für einige Zeit von der Bildfläche. Erst im Jahr 1990 taucht er wieder auf und belegt bei der Arnold Classic den achten Platz.

1994 ist es dann soweit. Der US-Amerikaner kann einen Sieg bei der Masters Olympia verbuchen. Auch hier profitiert er aber von vereinfachten Bedingungen. So finden in diesem Jahr zwei Masters – eine über 40 und eine über 50 – statt. Das Teilnehmerfeld ist in der Klasse, in der Chris Dickerson siegt, entsprechend klein und bietet keine wirkliche Konkurrenz.

Dexter Jackson

Dexter Jackson schreibt mit seiner Karriere Geschichte.

Wesentlich beeindruckender als die Erfolge des Kollegen Dickerson sind die von Dexter Jackson. Der Mr. Olympia aus dem Jahr 2008 hat ein weitaus schwierigeres Umfeld zu schlagen. Für seinen Olympia Titel muss er Jay Cutler und Phil Heath hinter sich lassen.

Auch der Sieg bei den Olympia Masters, die er im Jahr 2012 gewinnt, gestaltet sich wesentlich steiniger als der von Chris Dickerson. So muss „The Blade“ gegen ein Teilnehmerfeld von über 30 Athleten antreten. Unter diesen Sportlern befinden sich auch Dennis James, Toney Freeman oder Ronny Rockel. Dexter Jackson bezwingt also ein wesentlich stärkeres Line-Up.

Neben der Tatsache, dass der Bodybuilder aus Florida es als zweite Person vollbringt, nach einem Mr. Olympia auch die Masters zu holen, macht ihn seine weitere Karriere zu einer Legende.

Während man von Chris Dickerson nach seinem Sieg kaum noch etwas wahrnehmen konnte, platziert sich Dexter Jackson im gleichen Jahr, in dem er die Masters gewinnt, auch beim Mr. Olympia erneut und zwar auf dem vierten Rang.

Lediglich zwei Männer konnten in der gesamten Geschichte des Bodybuildings den Mr. Olympia und zusätzlich, im späteren Verlauf ihrer Karriere, auch die Masters Olympia gewinnen. Damit sind Chris Dickerson und Dexter Jackson aus den Geschichtsbüchern nicht mehr wegzudenken. Den wohl beachtenswerteren Erfolg hat Dexter Jackson eingefahren, der sich im Gegensatz zu Chris Dickerson gegen ein riesiges Teilnehmerumfeld durchsetzen konnte und damit zu einer Legende wurde. Zudem ist die Laufbahn von „The Blade“ noch immer nicht beendet!




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