Amino Supplemente in unterschiedlichen Formen

Aminosäuren – Alles was du wissen musst!


Was genau sind Aminosäuren?

Ein Fünftel unseres Körpers besteht aus Aminosäuren und Proteinen. Proteine, auch Eiweiße genannt, nehmen in fast allen biologischen Prozessen eine wichtige Funktion ein. Vereinfacht gesagt, sind Aminosäuren gespaltene Proteine. Eiweiß bzw. Proteine bestehen aus Aminosäuren, die der Körper noch zu Aminosäuren aufspalten muss. Aminosäuren sind die Grundbausteine der Proteine und sind zum Beispiel auch für das Wachstum sowie die Erneuerung des Muskelgewebes, der Knochen und der Haut zuständig. Auch bei der Nahrungsaufnahme spielen Aminosäuren eine erhebliche Rolle, da sie für den Transport und die Speicherung von allen Nährstoffen wichtig sind.


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Welche Arten von Aminosäuren gibt es?

Unter Aminosäuren versteht man organische Verbindungen, die mindestens eine Aminogruppe (NH²) und eine Carboxygruppe (COOH) enthalten. Es gibt derzeit im menschlichen Erbgut rund 23 Aminosäuren, die selbst Proteine bilden können und deshalb als proteinogene oder als Standardaminosäuren bezeichnet werden. Die proteinogenen Aminosäuren werden durch die zwei symmetrischen Formen L- und D-Struktur bestimmt. Da für unseren Körper allerdings nur die Aminosäuren mit der L-Struktur wichtig sind, sollte bei der Aufnahme von zusätzlichen Aminosäuren wie zum Beispiel durch Whey Protein darauf geachtet werden, dass die Inhaltsstoffe ausschließlich L- Aminosäuren aufweisen. Zusätzlich gibt es etwa 250 weitere Aminosäuren, die selbst keine Proteine bilden können. Aminosäuren lassen sich in die Gruppen essentiell, semi-essentiell und nicht-essentiell einteilen:

  • Essentiell bedeutet, dass der Körper die Aminosäuren nicht selbst herstellen kann und deshalb auf eine Zufuhr über die Nahrung angewiesen ist. Es gibt insgesamt acht essentielle Aminosäuren, die als Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phentylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin bezeichnet werden.
  • Die drei semi-essentielle Aminosäuren Arginin, Glutamin und Histidin, kann der Körper selbst herstellen, allerdings nur in sehr begrenzten Mengen. Gerade Sportler und Bodybuilder kommen hier sehr schnell an Ihre Grenzen, da Sie verstärkt diese Aminosäuren benötigen. Eine Aufnahme über Supplemente macht hier daher Sinn.
  • Die folgenden 9 nicht-essentiellen Aminosäuren Alanin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein und Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Serin und Tyrosin kann der Organismus selbst herstellen. Wie viele essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren der Körper selbst produzieren muss, wird zum Beispiel von den Faktoren geistige und körperliche Beanspruchung oder Lebensalter so wie Gesundheitszustand bestimmt.

Der Aminosäure-Pool

Ein Aminosäure-Pool besteht aus einer Gruppe von allen Aminosäuren, die im menschlichen Organismus frei verfügbar sind. Bei einem erwachsenen Mann betragen diese freien Aminosäuren etwa 120 bis 130 Gramm des Körpergewichtes. Pro Tag wird der Aminosäure-Pool etwa drei bis viermal durch neue Aminosäuren ausgetauscht, die über die Proteinbiosynthese, der Nahrung oder durch die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel wieder in den Aminosäure-Pool gelangen können. Die Proteinbiosynthese ist ein komplexer biochemischer Vorgang, der durch die Aufnahme von Nahrung und die Zerlegung der Proteine zu Aminosäuren im Magen-Darm-Trakt entsteht. Die entstandenen Aminosäuren werden dann später wieder zu neuen Proteinen zusammengesetzt. Für unsere Gesundheit ist es besonders wichtig, dass der Aminosäure-Pool vollständig und in der richtigen Kombination konstant aufrechterhalten wird. Sobald dem Organismus eine oder mehrere Aminosäuren nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen können, wird die Proteinbildung eingeschränkt. Die Folge ist dann, dass die Stoffwechselvorgänge schlechter verarbeitet werden und wir uns körperlich müde und unwohl fühlen.


Biologische Wertigkeit von Aminosäuren

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Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel Gramm neues Protein der Körper selbst aus 100 Gramm Protein herstellen kann, das von außen über die Nahrung eingenommen wird. Das Hühnereiweiß gilt als Basiswert und besitzt zum Beispiel die biologische Wertigkeit von 100. Je höher der Anteil an essentiellen Aminosäuren und je ausgewogener die Aminosäurenmischung in den einzelnen Lebensmitteln ist, desto höher ist die biologische Wertigkeit im Nahrungsmittel. Das Molkeneiweiß (engl.WHEY) besitzt zum Beispiel eine biologische Wertigkeit von 104 und gilt als die Aminosäurenmischung aus einer Proteinquelle mit der höchsten biologischen Wertigkeit. Kombiniert man verschiedene tierische und pflanzliche Aminosäuren miteinander, so kann man durchaus auch bis zu einer biologischen Wertigkeit von 136 gelangen, die zum Beispiel aus einer Kombination von einem Ei und Kartoffelprotein im Verhältnis 34:66 entsteht.


Aminosäuren in einer Diät?

Unsere Hormone sind wichtige Bestandteile des Körpers, die auch erheblichen Einfluss auf unser Körpergewicht und die Anlagerung von Fett haben. Eine erhöhte Einnahme von Aminosäuren soll bewirken, dass der Körper wieder neue Hormone produzieren kann, die das Muskelwachstum und Fettabbau fördern und beeinflussen. Ein sogenanntes Schlankmacherhormon ist zum Beispiel das Wachstumshormon STH, das im Schlaf vom Organismus neu produziert wird. STH steigert die Eiweißsynthese und kann den Fettabbau im Körper fördern. Gerade bei vielen übergewichtigen Menschen liegen oft sehr niedrige STH-Konzentrationen vor, was eine Gewichtsreduzierung oftmals erschwert. Viele Übergewichtige nutzen inzwischen zum Abnehmen eine Wachstumshormon-Therapie, bei der die Hormone durch einen Arzt in einem bestimmten Zeitablauf gespritzt werden. Diese Therapie ist sehr kostspielig und liegt derzeit bei 500 bis 800 Euro für eine Monatsbehandlung. Billiger ist eine natürliche, körpereigene Ausschüttung der Wachstumshormone durch die Einnahme von Aminosäureprodukten, auch wenn hier der Effekt der Hormonausschüttung nicht ganz so hoch ausfällt. Die Aminosäuren Arginin, Glutamin und Methionin können diesen Effekt hervorrufen, wenn sie auf nüchternen Magen dosiert eingenommen werden. Glutamin ist bekannt dafür, das es die Fettspeicherung hemmen kann. Diese Aminosäure kann in den Nieren in Glucose umgewandelt werden, ohne die Insulinausschüttung zu beeinflussen.


Sind Aminosäuren für Sportler wichtig?

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Aminosäuren werden als Supplement fast immer mit Kraftsportlern und Bodybuildern in Verbindung gebracht. Die Kraftsport-Szene hat schnell erkannt, dass ein Aminosäuren-Mangel im Körper erheblich das Leistungslevel in einem intensiven Trainingsablauf beeinträchtigen kann. Viele Bodybuilder bevorzugen das Aminosäureprodukt BCAA, das hauptsächlich aus verzweigtkettigen Aminosäuren wie zum Beispiel Leucin, Isoleucin und Valin besteht. Spaltet man das Protein zum Beispiel durch eine Hydrolyse auf, so erhält man ein Whey-Hydrolisat, das hauptsächlich aus kürzeren Aminosäureketten besteht. Die hat den Vorteil, dass ein Whey-Hydrolisat schnell vom Körper aufgenommen werden kann. Wird das Hydrolysat noch weiter aufgespalten, so erhält man die freien Aminosäuren Arginin, Alanin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin, Selenocystein. Auch Arginin ist ein bevorzugtes Produkt, da es für eine gute Durchblutung in der Muskulatur sorgt und körpereigene Wachstumshormone freisetzen kann. Ein wichtiges Aminosäureprodukt für Cardio-Sportler ist L-Carnitin, das sich besonders für die schnelle Regeneration der Muskulatur bewährt hat. Carnitin ist ein sogenannter Botenstoff (Biocarrier), der in der Leber aus den beiden essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin synthetisiert wird. Carnitin transportiert langkettige Fettsäuren durch die inneren Mitochondrienmembrane und sorgt somit dafür, dass Fette schneller in den Stoffwechsel geraten und dort dann abgebaut werden können. L-Carnitin wird deshalb oft als sogenannter „Fatburner“ bezeichnet und deshalb als Supplement bevorzugt bei einer Gewichtsreduktion eingesetzt. Belegt wird die Fettverbrennung durch verschiedene empirische Studien. Diese Studien zeigen, dass die Einnahme von Carnitin eine Verbrennung von Fettsäuren aus den Adipozyten (Fettzellen) beschleunigen kann.


Die Wirkung von Aminosäure-Supplementen

Unsere Muskeln bestehen aus Aminosäuren. Während des Trainings wird der Muskel beschädigt und die vorhandenen Aminosäuren werden vom Körper verbraucht. Um das beschädigte Muskelgewebe wieder zu regenerieren und stärker zu werden, benötigt der Körper den Baustoff Aminosäure. Wer nun nach dem Training direkt Aminosäuren in Form eines Supplements zu sich nimmt, sorgt dafür dass dem Körper direkt der benötigte Baustoff zur Verfügung steht. Doch damit der Körper das Muskelgewebe reparieren und somit für den ersehnten Muskelaufbau sorgt, benötigt er eine positive Stickstoffbilanz. Das heißt nichts anderes, als dass dem Körper ein Überschuss an Aminosäuren zur Verfügung steht. Der Vorteil von Aminosäuren, egal ob in flüssiger oder Kapsel-Form, ist, dass dem Körper die Aminosäuren direkt zu Verfügung stehen. Bei Whey Protein muss das Protein erst gespalten werden, was je nach Proteinsorte eine Gewisse Zeit dauert. Es ist wichtig zu wissen, dass der Muskelaufbau für unseren Körper nicht an erster Stelle steht. Bevor der Körper daran denkt Muskeln aufzubauen, müssen alle anderen Prozesse im Körper vollständig funktionieren. Stehen dem Körper nicht genügend Aminosäuren zur Verfügung, so wird er nicht primär die Aminosäuren nutzen, um den Muskel aufzubauen, sondern wird dafür sorgen, dass lebensnotwendige Prozesse weiterlaufen.


Die Dosierung von Aminosäuren

Wer wirklich von der Einnahme eines Aminosäuren Supplements profitieren möchte, sollte mindestens 20g Aminosäuren zu sich nehmen. Je nach Gewicht, sollte die Dosierung angepasst werden. So macht es z.B. Sinn ca. 15-30 Minuten vor dem Training 20g Aminosäuren zu sich zu nehmen und unmittelbar nach dem Training ebenfalls 20g. Etwa 20-30 Minuten später einen Post-Workout-Shake mit Whey Protein und Maltodextrin. Wer Whey Protein, Maltodextrin und Aminosäuren auf einmal nimmt, sorgt dafür dass die Aminosäuren nicht direkt in den Blutkreislauf gelangen.


Aminosäure Produkte

Es gibt vier Formen von Aminosäuren-Supplemente.

Flüssige Aminosäuren

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Oder auch Liquid Aminos genannt, sind in Flaschen oder Ampullen zu kaufen. Liquid Aminos haben eine ausgezeichnete Qualität, sofern Sie aus Whey-Hydroisolat Lactalbumin-Hydrolisat oder Molkenprotein-Hydrolisat, enthalten. Das Problem bei Liquid Aminos Die allermeisten Liquid Amino Produkte auf dem Markt enthalten kollagenes Proteinhydrolysat. Proteinhydrolysat, auch Gelatine-Hydrolisat ist nichts anderes als Gelantine, die so verarbeitet ist, dass sie sehr viel Wasser an sich bindet. Der Grund hierfür ist einfach. Der Rohstoff Gelatine ist sehr günstig. Gelatine hat allerdings eine sehr geringe biologische Verfügbarkeit, da die essentielle Aminosäure Tryptphan nur in geringsten Mengen enthalten ist. Tryptphan wird für den Muskelaufbau allerdings zwingend benötigt. Somit kann der Körper dieses flüssige Aminosäureprodukt nicht wirklich verwerten, da die Biologische Wertigkeit miserabel ist. Das macht Liquid Amino Produkte, die Proteinhydrolysat enthalten, nutzlos. Gute Liquid Amino Produkte lassen sich einfach erkennen: Ein Produkt mit hochwertigen flüssigen Aminosäuren enthält immer Whey Hydrolysat, Lactalbumin-Hydrolisat oder Molkenprotein-Hydrolisat. Dies steht auch so immer auf der Verpackung! Minderwertige Gelatine Aminoprodukte bestehen immer aus Proteinhydrolysat. Diese haben immer einen sehr hohen Anteil an Glysin (Glycin). Meistens sind pro 100g Eiweiß ca. 20g Glysin enthalten. Diese nicht essentielle Aminosäure wird vom Körper in dieser hohen Konzentration nicht benötigt.

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Aminosäure-Tabletten

Aminosäuren in Tabletten oder Kapselform sind in der Regel höher dosiert als Liquid Aminos. Das macht sie zum perfekten Begleiter für unterwegs, wenn keine Mahlzeit zu sich genommen werden kann, man jedoch den Körper mit Aminosäuren versorgen möchte. Bei Aminosäuren-Tabletten verhält es sich ähnlich wie bei Liquid Aminos. Sofern hochwertiges Whey-Hydrolisat, Eiprotein-Hydrolisat (Egg-Hydrolisat) oder Molkenproteinhydrolisat an erster Stelle der Zutatenliste stehen und keine pflanzlichen Eiweiße enthalten sind, handelt es sich um ein hochwertiges Produkt. Minderwertige Aminosäuren Tabletten basieren in der Regel auf pflanzlichen Proteinen. Oft enthalten diese Produkte auch ausschließlich pflanzliches Protein wie bspw. Weizenprotein, Soja Protein oder Erbsen Protein. Diese weisen eine geringe Biologische Verfügbarkeit auf und sind somit ineffektiv.

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Aminosäure-Kapseln

Der Vorteil von Aminosäuren in Kapselform ist ganz klar. Sie lösen sich schneller auf als Tabletten. Bei Aminos in Kapseln gilt das selbe wie bei Tabletten. Sind Whey-Hydrolisat, Eiprotein-Hydrolisat (Egg-Hydrolisat) oder Molkenproteinhydrolisat enthalten, so handelt es sich um ein hochwertiges Produkt.

Empfehlung von uns: Scitec Nutrition Isolate Amino

Aminosäuren Pulver

Beim Pulver sieht es eigentlich nicht anders aus, als bei Kapseln und Tabletten. Whey-Hydrolisat, Eiprotein-Hydrolisat und Molkenproteinhydrolisat sind qualitativ Hochwertige Quellen für Aminosäuren. Sofern in einem Amino Pulver der Anteil an Kohlenhydrate auch nicht hoch ausfällt, handelt es sich um ein hochwertiges Produkt.

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