Die Top-3 Mythen über Testosteron


Du hast sicher von den Schlagzeilen gelesen, die etwas aussagen wie „Testosteronersatztherapie führt zu Herzkrankheiten“ oder „Testosterontherapie ist nicht sicher“. „Verdammt“… dachtest du dir, „Ich würde eine Testosteronersatztherapie (TRT) gerne ausprobieren, aber ich will nicht dabei draufgehen!“ Nun, hält man sich an die aktuelle Wissenschaft, wirst du das nicht. Tatsächlich wird ein gesunder Testosteronspiegel mit einer verbesserten Allgemeingesundheit in Verbindung gebracht. Wenn du also denkst, dass du unter einem niedrigen T-Spiegel leidest und etwas dagegen unternehmen möchtest, dann lies weiter und danach geh zum Arzt deines Vertrauens.

Mythos 1: Testosteron führt zu Prostatakrebs

Vor zirka 60 Jahren, in der Generation der „Baby-Boomer“ der 1950er Jahre, verabreichte man Männern mit metastasierendem Prostatakrebs Medikamente, die den Testosteronspiegel senken und der Krebs wurde besser. Daher nahm man an, dass hohe Testosteronspiegel ein höheres Risiko für Prostataprobleme bedeuten.

Die Wahrheit: „Niemand fand zusätzliche Beweise, diese Theorie zu stützen,“ merkt Dr. Abraham Morgentaler, Professor der Chirurgie an der Harvard Medical School und Direktor von Men’s Health Boston, an.

Wie er beschreibt, zeigten mehrere kleine Studien in Bezug auf TRT einen geringfügigen Anstieg der Prostatakrebs-Rate, ABER die Rate lag bei nur etwa 1 Prozent pro Jahr – die selbe Rate, die man bei Männern dieses Alters auch ohne TRT erwarten würde. Logischerweise steigt das Risiko für Prostatakrebs mit dem Alter. Gleichzeitig fällt der Testosteronspiegel. Daher korrelieren die beiden eher negativ miteinander, nicht andersherum. Wenn du jedoch bereits unter Prostatakrebs leidest, ist von einer solchen Behandlung auf jeden Fall abzuraten.

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Mythos 2: Testosteronersatztherapie steigert das Risiko für Herzerkrankungen

Ältere Studien zu TRT zeigten ein steigendes Risiko für Tod und Herzerkrankungen, sowie ein erhöhtes Risko für Herzinfarkt bei Männern mit bestehenden Herzerkrankungen, die TRT bekamen.

Die Wahrheit: Es gab Probleme mit den älteren Studien. Zum Beispiel hatten die Kerle in den Studien bereits Sachen, wie subklinische Herzkrankheiten, Diabetes oder hohen Blutdruck.

Aktuellere Studien konnten diese Erkenntnisse widerlegen. Manche von ihnen deuten sogar darauf hin, dass TRT das Risiko für Herzkrankheiten reduziert. Ein akademisches Review, welches mehrere Studien zitiert, zeigt, dass Tod durch Herzkrankheiten deutlich mit dem T-Spiegel zusammenhängt. Allerdings zeigt es, dass niedrigere T-Spiegel zu einem erhöhten Risiko beitragen, nicht umgekehrt!

Grund dafür ist, dass ein geringer T-Spiegel ein Risikofaktor für Sachen wie Übergewicht, Insulinresistenz und hohen Blutzucker ist. Sie alle erhöhen wiederum das Risiko für Arteriosklerose, eine Verengung und Versteifung der Arterien. Viele Studien haben gezeigt, dass TRT Dinge, wie LDL (das „böse“ Cholesterin) und weitere Blutfettwerte verbessert. Andere zeigten, dass TRT die Insulinsensitivität verbessert und Entzündungen reduziert. In einer superlangen, groß-angelegten Studie haben die Forscher über 1000 Männer 3 Jahre lang verfolgt. Es gab keinen Zusammenhang zwischen dem T-Spiegel und Herzkrankheiten.

Mythos 3: Testosteronersatztherapie wird dich umbringen

Vielen Dank an die Medien für diesen Mythos. Aufgrund der schlechten Presse, die TRT mit Dingen wie Prostatakreba und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht hat, bekam TRT einen schlechten Ruf als Killer.

Die Wahrheit: Nochmal das selbe wie beim Prostatakrebs:

  • Der T-Spiegel geht im Alter zurück
  • Die Sterblichkeit geht mit dem Alter natürlich nach oben
  • Je älter man also wird, desto weniger Testosteron hast du im Blut und je höher ist das Risiko zu sterben

Es ist also kompletter Schwachsinn zu behaupten, dass höhere T-Spiegel zu einer höheren Sterblichkeitsrate führen.

Die Wissenschaft pflichtet dem bei. Es gibt signifikante Verknüpfungen zwischen dem T-Spiegel und dem Sterberisiko. Eine Studie zeigt, dass jeder Anstieg des Testosteronspiegels um 6 mmol/L mit einem um 21% reduzierten Sterblichkeitsrisiko verbunden ist. Eine weitere Studie verfolgte 800 Männer über 12 Jahre und fand heraus, dass höhere T-Spiegel mit einem reduzierte Risiko zu sterben einher gehen.

Du willst es ausprobieren?

Sprich immer erst mit deinem Arzt über Testosteronersatztherapie, bevor du eigenhändig Maßnahmen ergreifst. Es gibt gewisse Risiken, die aber meist erst bei höheren Dosierungen auftreten, die dir ein guter Arzt niemals verschreiben würde. Sei nicht „einer von denen“. Du weißt schon… Allerdings wird es in Deutschland schwierig einen geeigneten Doc zu finden. Die USA sind uns dahingehend wieder einmal einen großen Schritt voraus.

Erwarte dir davon außerdem keine magischen Effekte. Du musst immer noch die Arbeit reinstecken. Aber TRT ist nicht der Psychokiller wie ihn manche beschreiben. Was es tun wird, ist dich zurück in die Balance zu bringen


Quellenangaben:

  1. Paul Morris Et. Al., „Testosterone and cardiovascular disease in men“, Asian Journal of Andrology 14 (2012)
  2. “ A Harvard Expert Shares His Thoughts On Testosterone Replacement Therapy: An Interview with Abraham Morgentaler“, Harvard Medical School, March 2009
  3. Todd Nipoldt, „What are the heart risks associated with testosterone therapy?“, Mayo Clinic
  4. Nazem Bassil et. al., „The benefits and risks of testosterone replacement therapy: a review“, Therapeutics and Clinical Risk Management 5 (2009)
  5. Dr. Joel Heidelbaugh, „Male Hormones“, Lecture Given at Metabolic Medicine Institute.
  6. Abdulmaged Traish et. al., „Testosterone Deficiency“, The American Journal of Medicine 124 (2011)

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