Die wichtigsten Hormone für den Muskelaufbau und wie du sie beeinflussen kannst - Gannikus.com

Die wichtigsten Hormone für den Muskelaufbau und wie du sie beeinflussen kannst

Muskelaufbau hat viel mit Hormonen zu tun oder vielmehr hormonellen Einflüssen und Reaktionen. Dabei spielen eine ganze Reihe von Hormonen eine nicht zu missachtende Rolle für die Zielsetzung einer maximalen Muskelhypertrophie. Wie du diese beeinflussen kannst und das Beste aus deinem eigenen hormonellen Umfeld herausholen kannst, haben wir im Folgenden für dich zusammengefasst!

Hormon 1: Das Insulin

Insulin ist gemeinhin bekannt als das „anabolste“ Hormon überhaupt und ganz falsch ist das auch nicht, denn Insulin ist das Speicherhormon schlechthin. Die Hauptaufgabe ist dabei die Reduktion eines erhöhten Blutzuckerspiegels. Wenn wir also größere Mengen an Kohlenhydraten gegessen haben, wird unser Blutzuckerspiegel unweigerlich erhöht sein. Insulin führt über ein Andocken an den Insulinrezeptoren dazu, dass GLUT4 in die Zellmembran von speziell Muskelzellen eingebaut wird, damit die Glukose aus dem Blut in die Muskeln aufgenommen werden kann.

Auch Aminosäuren können mit Hilfe von Insulin besser in die Zellen aufgenommen werden. Einen direkten Einfluss auf die anabole Proteinsynthese hat das Hormon jedoch nicht. Vielmehr wirkt es, indem es die Proteolyse, sprich den belastungsbedingten Proteinabbau der Muskeln, hemmt. Hierzu bedarf es keine riesigen Mengen an Insulin. Der typische Post Workout Shake mit enormen Kohlenhydratmengen hat demnach ausgedient. Bereits 40g Protein aus Whey Protein reichen aus, um ausreichende Mengen an Insulin zu stimulieren, um die oben genannten Effekte zu erhalten.

Hormon 2: IGF-1

Mit Hilfe eines intensiven Krafttrainings lässt sich Einfluss auf die Hormone im Körper nehmen.

IGF-1 steht für Insulin-like Growth Factor, also einen insulinähnlichen Wachstumsfaktor. IGF-1 wird in der Leber und im Muskel selbst synthetisiert. Im Muskel vor allem das so genannte IGF-1Ec, was auch unter MGF oder Mechano Growth Factor bekannt ist. Wie der Name schon treffend sagt, wird MGF durch mechanische Belastung in dessen Aktivität stimuliert und entsprechend synthetisiert. IGF-1 kann dann einen direkten Einfluss auf die Muskelproteinsynthese ausüben, was aber nicht der alleinige Grund für dessen positiven Einfluss auf das Muskelwachstum ist. Vielmehr hat IGF-1 einen wichtigen Einfluss auf die Satelliten-Zellen-Aktivierung, auf die Menge an Zellkernen und in der Muskelzelle selbst. Je mehr Zellkerne in der Muskelzelle sind, desto mehr Proteinsynthese kann diese betreiben und das führt entsprechend zu mehr Muskelwachstum. Der wichtigste Punkt ist demzufolge die mechanische Belastung, das intensive Krafttraining selbst.

Hormon 3: Testosteron

Wenn es um den Muskelaufbau geht, ist Testosteron wohl der große Star unter den Hormonen, denn Testosteron hat einen direkten und sehr starken Einfluss auf die Proteinsynthese im Muskel und kann die Aktivität der Proteolyse gleichzeitig hemmen. Außerdem wirkt Testosteron synergistisch zu IGF-1. Die beiden Hormone unterstützen sich also in deren Wirkung. Was allerdings die wenigsten wissen ist, dass nur das freie Testosteron wirklich aktiv ist und nur rund zwei Prozent unseres Gesamttestosterongehaltes kommen in freier Form vor. Der Rest ist an Proteine gebunden.

Einige dieser Bindungen sind aber nicht sonderlich stark. So kommt es häufig zu einem kurzen Verlust der Bindung. In dieser Zeit liegt das Testosteron in freier Form vor und kann sich am Testosteronrezeptor binden, was in einer Genaktivierung und einer Steigerung der Muskelproteinsynthese resultiert. Einen direkten Einfluss auf unseren Testosteronspiegel können wir über die Ernährung ausüben, beispielsweise über die ausreichende Zufuhr von Nahrungsfetten. Mindestens 25 Prozent der täglich zugeführten Kalorien sollten in Form von Fett konsumiert werden.

Akute oder chronische Wirkung

Es gibt mittlerweile nicht wenige Studien, die den direkten akuten Einfluss von hormonellen Veränderungen nach einem intensiven Krafttraining in Bezug auf Muskelaufbau untersuchten. Nicht alle fanden direkte Verbindungen. So kann heut nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, dass akute Anstiege an unterschiedlichen Hormonen tatsächlich einen relevanten Einfluss auf Muskelhypertrophie haben. Eine dauerhaft gute Balance aber kann dies, das steht außer Frage. Daher sollte man in jeglicher Hinsicht versuchen, regelmäßig „Hormon Tuning“ über intensives Training und eine ausgewogene Ernährung zu betreiben, um in puncto Muskelwachstum das Beste herauszuholen.

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