Arnold Classic Australia: Roelly Winklaar feiert Sieg in Melbourne!


Wie schon in den letzten Jahren, folgte kurz auf die Arnold Classic in Columbus, die vor ziemlich genau zwei Wochen ausgetragen wurde, das erste Ablegerevent des prestigeträchtigen Wettkampfs. Bei der Arnold Classic Australia sollte ein ähnliches Teilnehmerfeld an den Start gehen, weshalb die Bodybuilding Fans verständlicherweise keine großartigen Überraschungen erwarteten. Häufig kommt es am Ende jedoch anders, als man im Vorhinein gedacht hätte, und genau so war es auch im australischen Melbourne. Die letztlichen Ergebnisse waren nämlich alles andere als vorhersehbar!

Nach seinem Sieg im amerikanischen Ohio waren viele Experten der Meinung, dass William Bonac auch bei der Arnold Classic Australia 2018 oben auf dem Treppchen stehen würde. Der gebürtige Ghanaer war gemeinsam mit Dexter Jackson zweifelsohne einer der Favoriten auf einen Sieg in Melbourne. Ebenfalls nicht zu vergessen war Roelly Winklaar, der sich aufgrund der Absage von Cedric McMillan zurecht große Chancen auf einen Platz in der Top 3 ausmalte.

Es waren am Ende in der Tat die drei im Vorfeld ernannten Favoriten, die den Sieg unter sich ausmachten. Allerdings war die Reihenfolge ein wenig anders, als sie von vielen Experten und neutralen Beobachtern prognostiziert worden war. Neben Dexter Jackson wurde auch William Bonac im Vergleich zum Ergebnis bei der Arnold Classic in Ohio um einen Rang zurückgestuft. Die beiden Athleten, die sich noch vor zwei Wochen mit deutlichem Abstand an der Spitze festsetzten, mussten sich mit der Silber- beziehungsweise Bronzemedaille zufrieden geben.

Davon profitiert hat unter dem Strich Roelly Winklaar, der bei der Arnold Classic Australia 2018 verdientermaßen gewonnen hat und sich damit ganze drei Plätze nach oben kämpfen konnte. Der holländische IFBB Pro brachte eine Form auf die Bühne, die man von ihm bislang wenn überhaupt nur äußerst selten gesehen hat. Zurecht sicherte er sich den Sieg vor seinen beiden größten Konkurrenten, denn der Yamamoto Nutrition Athlet hatte nicht nur seine Mittelpartie dauerhaft unter Kontrolle. Vielmehr stimmte einfach das stimmige Gesamtpaket, mit dem er in Melbourne den Triumph für sich verbuchen konnte.


Im Gegensatz zu Kevin Levrone konnte Dennis Wolf mit Härte punkten.


Auf Platz vier reihte sich Lukas Osladil ein, der wie gewohnt mit einer enormen Härte überzeugte. Direkt darauf folgte eine enorm verbesserter Hidetada Yamagishi, der mit seiner Leistung verdeutlichte, dass seine Entscheidung, von der 212er wieder in die offene Klasse zu wechseln, definitiv kein Fehler war. Den fünften Rang belegte Luke Sandoe. Der Brite war ebenfalls eine Überraschung, hatte ihn doch keiner so wirklich auf dem Zettel.

Verhältnismäßig enttäuschend war der letzte Auftritt von Kevin Levrone, zum wiederholten Mal, wie man bedauerlicherweise sagen muss. Der US-Amerikaner trat zwar deutlich schwerer auf die Bühne als beim Mr. Olympia 2016, konnte aber wohl genau deshalb nicht mit einer guten Form und einer kontrollierten Mittelpartie überzeugen. Die versprochenen Verbesserungen im Bein- und Rückenbereich fielen nicht wirklich auf. Es ist sogar fraglich, ob man überhaupt Fortschritte hätte ausmachen können, wenn der 53-Jährige in ähnlicher Verfassung wie vor eineinhalb Jahren gewesen wäre. Mehr als ein vorletzter Platz war nicht drin.

Aus deutschem Blickwinkel war es natürlich vor allem interessant, wie sich die Form von Dennis Wolf innerhalb von zwei Wochen verändern würde. Man kann diesbezüglich definitiv sagen, dass er voller auf der Bühne stand als in Columbus und die übliche Härte und Symmetrie brachte. In Bezug auf die zur Konkurrenzfähigkeit nötige Muskelmasse fehlte aber einiges für eine Topplatzierung, was zu erwarten war, da in einem Zeitraum von wenigen Tagen auch bei IFBB Pros keine Wunder geschehen. Der gebürtige Kirgise schaffte es als letzter in die Top 10.

Mehr als verdient gewinnt Roelly Winklaar also die Arnold Classic Australia 2018. Der Holländer verdrängt William Bonac und Dexter Jackson, die vor zwei Wochen noch das Maß aller Dinge darstellten, auf die Plätze zwei und drei. Während Kevin Levrone bei seinem offenbar letzten Auftritt seiner neu aufgenommenen Karriere nicht überzeugen konnte, lässt sich bezüglich Dennis Wolf immerhin die Hoffnung auf eine zukünftige Konkurrenzfähigkeit erkennen. Holt der deutsche IFBB Pro in puncto Muskelmasse wieder auf, steht weiteren Erfolgen nichts im Weg!

Arnold Classic Australia 2018 – Top 6

  1. Roelly Winklaar
  2. William Bonac
  3. Dexter Jackson
  4. Lukas Osladil
  5. Hidetada Yamagishi
  6. Luke Sandoe

Bei der Top 3 gab es keine zwei Meinungen!

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