Rühl-Konkurrent?

Auch Weider veröffentlicht eigenen Amino-Energy-Drink!


Die FIBO 2019 ist zwar vorüber, doch das bedeutet selbstverständlich nicht, dass bereits alle nennenswerten Neuigkeiten aus dem Sack sind. Wie in den vorigen Jahren auch war die Veranstaltung in den Kölner Messehallen für Supplement-Hersteller erneut eine der besten Möglichkeiten, um neue Produkte zu lancieren und diese einer ausgewählten, interessierten Käuferschaft zu präsentieren. Auch die Firma Weider ließ sich die Gelegenheit in der Domstadt nicht nehmen und brachte unter anderem ein Nahrungsergänzungsmittel mit, das eindeutig in die Sparte der Trends einzuordnen und demnach harter Konkurrenz ausgesetzt ist.

Es ist deutlich zu erkennen, dass Energy-Drinks derzeit einen nicht enden wollenden Hype erfahren, der natürlich auch der Supplement-Industrie nicht verborgen blieb. Direkt von der FIBO 2019 berichteten wird beispielsweise über den BCAA Dark Energy Drink von Rühls Bestes, ein koffeinhaltiges Getränk, das neben der wachmachenden Stimulans auch verzweigtkettige Aminosäuren enthält. Dabei handelte es sich jedoch nicht um das einzige neue Produkt dieser Art, das wir in den Kölner Messehallen ausfindig machen konnten.

Mit dem EAA Zero Drink hat jetzt auch Weider einen Player auf den Markt der Energy-Drinks geschmissen. Die mit natürlichem Koffein gespickte Flüssigkeit enthält allerdings nicht etwa nur die drei BCAAs, wie zum Beispiel das ebenfalls deutsche Produkt aus dem Hause Rühls Bestes, sondern liefert dem Konsumenten sechs Gramm aller neun essentiellen Aminosäuren.

In Bezug auf den Koffeingehalt unterscheiden sich die beiden Getränke nicht. Genau wie der Rühls Bestes BCAA Dark Energy Drink beinhaltet auch der Weider EAA Zero Drink 32 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter, was in einer Menge von insgesamt 105 Milligramm Koffein pro Dose zu je 330 Milliliter resultiert. Keine Frage, die meisten Verbraucher hätten wohl gerne eine größere Dosis der wach machenden Substanz gesehen, doch die Limitierung ist schlichtweg den gesetzlichen Vorschriften geschuldet. Lediglich die größere Dose, mit der man in derselben Liga wie Monster & Co. spielen würde, wäre demnach eine Option.


Pro Dose enthält der Weider EAA Zero Drink sechs Gramm essentielle Aminosäuren.


Eine weitere Differenz zum BCAA-Energy-Drink von Rühls Bestes zeigt sich, sobald man die Dose des Weider EAA Zero Drinks von oben betrachtet. Man sieht hier einen etwas innovativeren Verschluss, als man es von anderen Produkten dieser Art gewohnt ist. Durch einen speziellen Mechanismus lässt sich das Gefäß nämlich wieder verschließen.

Zum Öffnen wird die Lasche aus Hartplastik auf der einen Seite nach oben gezogen, um den Drink dann im nächsten Step per Schiebevorrichtung zum Verzehr zu öffnen. Führt man die beiden zunächst ungewohnten Schritte in umgekehrter Reihenfolge aus, erhält man eine verschlossene Dose, die in unserem kurzen Ersttest beim Umdrehen tatsächlich nicht ausläuft.

Ob es einen solchen Verschluss tatsächlich benötigt, sei einmal dahingestellt. Der Großteil der Verbraucher wird eine Dose mit einem Fassungsvermögen 330 Milliliter mit Sicherheit relativ zügig austrinken, weshalb eine herkömmliche Öffnung vermutlich ausgereicht hätte. Nichtsdestotrotz macht Weider bei seinem EAA Zero Drink deutlich, dass man möglichst innovativ vorgehen möchte. Sowohl durch den Einsatz von EAAs statt BCAAs als auch mit der Verwendung eines neuartigen Verschlusses.


Der Weider EAA Zero Drink besticht durch einen wiederverschließbaren Verschluss.


Was den Proteingehalt angeht, ist der Weider EAA Zero Drink mit sechs Gramm an essentiellen Aminosäuren pro Dose definitiv gut ausgestattet. Der Kohlenhydratgehalt hingegen wurde maximal reduziert, was auf Anhieb im Produktnamen erkennbar ist und daran liegt, dass zum Süßen kein Zucker eingesetzt wurde. Der Hersteller aus Hamburg setzt diesbezüglich auf eine Kombination aus Sucralose und Acesulfam-K.

Der Weider EAA Zero Drink, verfügbar in den zwei Geschmacksrichtungen Sparkling Apple und Lemon Twist, wurde nicht nur auf der FIBO 2019 angeboten, sondern zeitgleich auch im firmeneigenen Online-Shop zum Kauf bereitgestellt. Eine Dose schlägt mit einem regulären Preis von 1,99 Euro zuzüglich 25 Cent Pfand zu Buche. Bei einem ersten Geschmackstest unsererseits ließ sich ein eher dezentes Apfelaroma erkennen, das in jedem Fall merklich von der typisch bitteren EAA-Note übertüncht wurde. Ohne den Zitronen-Flavour probiert zu haben, gibt es in diesem Bereich sicherlich noch etwas Aufholbedarf. 



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