BILD Artikel: ZEC+ eine Bedrohung für die FIBO?


Bereits gestern berichteten wir über den kürzlich veröffentlichen Song „Wir stürmen die FIBO wie die 300“, in dem sich die in direkter Verbindung zum polarisierenden Nahrungsmittelhersteller stehenden Personen zusammenschließen, um sich auf den Weg nach Köln zu machen. Grund dafür ist kein geringerer, als die ab dem morgigen Tag stattfindende FIBO, bei der man in diesem Jahr keinen Stand mit ZEC+ finden wird. Während die Veranstalter von einem Buchungsfehler sprechen, ist man auf Seiten des Supplementherstellers fest davon überzeugt, dass man in der Vergangenheit den Unmut weiterer Hersteller auf sich gezogen hat und deshalb von der Veranstaltung ausgeschlossen wurde. Die Reaktion in Form eines Rapsongs sorgt nicht nur beim Veranstalter selbst für Aufregung.

Mit Zeilen, in denen nicht nur angekündigt wird, dass die Veranstaltung im Stile spartanischer Schlachten gestürmt werden soll, sondern auch Protagonisten der Fitnessszene ins Visier genommen werden, sorgte der von Majoe gerappte Titel für Aufsehen in der Fitnessszene.

Song schlägt hohe Wellen

Es dauerte jedoch nicht lange, bis auch die Presse auf den gewaltverherrlichenden Song aufmerksam wurde und prompt darüber berichtete. So titelt die BILD aktuell, dass die weltgrößte Fitnessmesse von Gangster Rappern bedroht werden würde und beruft sich dabei auf Auswertungen der Polizei.

Dabei wird sich der bekannt hetzerischen Schreibart bedient, die man vom wohl polarisierendsten Blatt der deutschen Presselandschaft kennt. Intensiv wird auf „Masken“ und „Sturmgewehre“ eingegangen, sodass der unwissende Leser wirklich anfangen könnte, an eine ernsthafte Bedrohung zu glauben.

Matthias Clemens reagiert gelassen auf die Anschuldigungen.

Die übliche Masche

Dass die Bedrohung aus der Rapszene kommt, ist für die Schreiberlinge der BILD ein gefundenes Fressen, haben sie nicht zuletzt über Kollegah und Farid Bang in Verbindung mit antisemitischen Texten berichtet. Schon dort wollte man die Kunst hinter den Texten nicht erkennen.

Man mag von Matthias Clemens und seiner Gefolgschaft halten, was man möchte. Ihm aber einen wissentlich geplanten und im Voraus angekündigten Überfall vorzuwerfen, zeigt recht deutlich, wie sehr man beim Axel Springer Verlag darauf bedacht ist, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

Wenigstens die Stellungnahme des Geschäftsführers von ZEC+ wird am Ende des Artikels noch kurz abgedruckt, in der erwähnt wird, dass man absichtlich plakativ und provokativ agiere, weil man wohl mit Vorsatz von der Messe ausgeschlossen wurde.

Der eigens kreierte Song „Wir stürmen die FIBO wie die 300“ sorgt nicht nur in der Fitnessszene für Aufsehen. Weil auch die Polizei die Texte genauestens unter die Lupe nahm und der Veranstalter der FIBO selbst nicht ohne Ängste auf die Ankündigung blickt, berichtet der Springer Verlag jetzt ebenfalls über die Provokation aus dem Hause ZEC+. Hier kann man aber davon ausgehen, dass eher die Story gesucht, als an eine echte Gefahr geglaubt wird. Ob es letztendlich wirklich zu einem Überfall im Stil des Musikvideos kommt, wird man sehen, sobald die Hallen am Kölner Messegelände öffnen, die Wahrscheinlichkeit ist aber sicherlich mehr als gering!


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