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Menschen manipulieren?

Christian Wolf nimmt „Entreprenöre“ ins Visier!


Während man sich innerhalb der Fitness Szene jahrelang fast ausschließlich mit Trainings- und Ernährungstipps befasste, rückten zuletzt auch die Persönlichkeitsentwicklung und das Unternehmertum vermehrt in den Fokus. Ganz egal ob Julian Zietlow, der als „Millionär in Jordans“ einen zweiten Kanal veröffentlichte, oder Karl Ess, der nahezu sein gesamtes Schaffen auf diesen neuen Bereich verlagerte, überall finden sich die Spuren der Entrepreneure. Einer, der diesem Siegeszug zumindest hierzulande eher skeptisch gegenüber tritt, ist Christian Wolf.

Obwohl das Thema Unternehmertum und Selbstständigkeit zuerst in den USA einen „Social Media Siegeszug“ feierte, ist es inzwischen auch in der deutschen YouTube Szene allgegenwärtig. Viele ursprüngliche Fitness YouTuber sind nun Teil dieser Bewegung, was auch Christian Wolf nicht verborgen blieb. Im Gegensatz zu den Vorreitern aus Übersee finde er viele der hier ansässigen „Entreprenöre“ oft peinlich, da unter anderem mit reißerischen Titeln Aufmerksamkeit erhascht werden wolle.

Insbesondere ein Interview auf dem „Lifebuilding Kanal“ von Karl Ess sei ihm daher zuletzt besonders negativ aufgefallen. Darin wolle Christian aber nicht den Bodybuilder, sondern vielmehr einige Äußerungen von dessen Gesprächspartner Marc Galal ins Visier nehmen. So behauptete der Experte für Neuro-Linguistische Programmierung (NLP), dass sich Ängste oder psychische Störungen bereits in einer Sitzung mit ihm lösen lassen würden und er seinen Klienten, laut Christian Wolf, fast nebenbei noch zur finanziellen Unabhängigkeit verhelfe.



Leider würden sich viele Befürworter von NLP noch immer auf eine spezielle Studie berufen, um die wissenschaftliche Stichhaltigkeit ihrer Methode zu belegen. Genau diese Untersuchung weise laut dem „Wolf“ allerdings zahlreiche Mängel auf und sei fast schon ein Paradebeispiel dafür, ein bestimmtes Ergebnis erzwingen zu wollen. Unter anderem habe man die unterschiedlichen Zeithorizonte der „NLP-“ und „Nicht-NLP“-Gruppe außer acht gelassen, sodass die grafisch dargestellten Resultate ein verzerrtes Bild suggerieren würden. Dies sei nur eine von mehreren methodischen Ungereimtheiten in der oftmals herangezogenen Studie.

Zudem störe sich Christian an den Aussagen der deutschen Business-YouTuber, dass zuerst Geld für ein Buch oder einen Kurs bezahlt werden müsse, um dann auch erfolgreich zu werden. Zwar seien die richtigen Mentoren unweigerlich wichtig für den eigenen Erfolg, dennoch werde durch die angeblich notwendigen finanziellen Vorleistungen ein falsches Bild suggeriert. Es sei demnach nur eine Frage der Zeit, bis noch mehr eigentliche Fitness YouTuber auf diesen Zug mit aufspringen und damit beginnen, E-Books oder Kurse mit vermeintlich zwingenden Erfolgsgrundlagen zu veräußern. Auch wen am Verkauf von Wissen oder Informationen nichts Verwerfliches zu finden sei, dürfe man nicht glauben, dass man ohne jene Produkte nicht erfolgreich werde.

In diesem Video widmet sich Christian Wolf nicht nur dem Thema NLP, sondern spricht viele Punkte an, die ihn an der deutschen „Entreprenör“ Bewegung stören. Demzufolge sei es nicht schlimm, sein Wissen auf diesem Gebiet zu vermarkten, dieses aber als unumgängliche Grundlage für beruflichen Erfolg zu suggerieren, sei genauso falsch, wie NLP als einfache Heilmethode für psychische und angstbedingte Störungen zu verkaufen.

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