Diskriminierung?

Hadi Choopan startet definitiv nicht beim Mr. Olympia!


Mittlerweile ausschließlich im amerikanischen Las Vegas ausgetragen, ist der Mr. Olympia das weltweit wichtigste und prestigeträchtigste Bodybuilding Event. Legenden wie Arnold Schwarzenegger, Lee Haney und Ronnie Coleman konnten den Wettkampf gleich mehrfach als Sieger abschließen und spornen mit ihren Errungenschaften auch andere Athleten zu Höchstleistungen an. Seit 1965, damals noch in New York, treten bei der besagten Veranstaltung jährlich die besten IFBB Pros gegeneinander an. Zumindest war das lange Zeit so. In den vergangenen Monaten haben sich allerdings einige Umstände ergeben, die das renommierte Event nicht ganz so interessant wirken lassen, wie es eigentlich sein könnte!

Schon im vergangenen Jahr war es Hadi Choopan trotz Qualifikation nicht möglich, beim Mr. Olympia zu starten. Dem gebürtigen Iraner wurde schlichtweg die Einreise in die USA verweigert beziehungsweise das notwendige Visum ihm nicht genehmigt. Möglich ist das aufgrund des sogenannten Trump Travel Bans, der es Personen aus einigen, mehrheitlich muslimischen Ländern untersagt, in die Vereinigten Staaten einzureisen. Unter diese Regelung, für die es selbst in Bezug auf Sportler nur über zeitintensive Umwege Ausnahmen zu geben scheint, fällt auch der Iran. Der IFBB Pro aus dem Nahen Osten konnte deshalb im letzten Jahr nur am Asia Grand Prix im südkoreanischen Seoul teilnehmen, wo er Flex Lewis derart in Bedrängnis brachte, dass viele Beobachter sich sogar gegen den späteren Sieg des Briten aussprachen.

Zum Duell dieser zwei Weltklasseathleten wird es jedoch, wenn überhaupt, frühestens wieder in Südkorea kommen. Zwar hat Hadi Choopan erst kürzlich die Portugal Pro gewonnen und damit die Qualifikation für den Mr. Olympia erneut gesichert, in Las Vegas zu sehen sein wird er aber trotzdem nicht. Auf seinem Instagram Profil teilt der iranische Bodybuilder seinen Fans und Followern mit, dass seine Nicht-Teilnahme nun traurige Gewissheit sei. Obwohl ihm Diskriminierung nicht erlaube, physisch vor Ort zu sein, sei er davon überzeugt, dass niemand ihn ersetzen könne. Das schreibt der „persische Wolf“ in einem neuen Beitrag auf der Social Media Plattform. Demnach gehe es nicht primär darum, an der Show teilzunehmen, sondern lediglich darum, für sie qualifiziert zu sein. Jedenfalls sei der IFBB Pro überzeugt davon, dass auch zukünftig noch ein Platz für ihn reserviert ist.

Komplett hat Hadi Choopan aber die Hoffnung auf einen Start in den USA noch nicht aufgegeben. So habe er laut eigener Aussage einen spezialisierten Anwalt eingeschaltet, der sich um das nötige Visum kümmere. Der Prozess dauere nur für iranische Staatsbürger länger als normal, weshalb es abzuwarten gelte. Seinem Bruder Flex Lewis, wie er den walisischen Bodybuilder nennt, wünsche der „persische Wolf“ natürlich dennoch viel Glück. Der amtierende Champion werde definitiv für eine großartige Show liefern!

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