Cedric McMillan

In Bestform ein Konkurrent für Phil Heath?


Dass Phil Heath am kommenden Wochenende nicht mit seiner achten Sandow nach Hause gehen wird, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt äußerst unwahrscheinlich. Der Mr. Olympia wird Experten zufolge wohl auch in diesem Jahr nicht allzu spannend, zumindest was die offene Klasse betrifft. Außer Big Ramy, der sein volles Potenzial bislang noch immer nicht ausschöpfen konnte, gibt es offensichtlich niemanden, der dem amtierenden Champion wirklich in aller Konsequenz gefährlich werden könnte. Ein Athlet, den selten irgendjemand auf dem Radar hat, hätte aber in Topform definitiv die Mittel, im direkten Vergleich mit „The Gift“ zu punkten!

Damit gemeint ist kein Geringerer als Cedric McMillan. Der US-Amerikaner wird in aller Regelmäßigkeit zu den Mitfavoriten auf den Titel bei großen Wettkämpfen genannt, bleibt am Ende aber meist hinter den Erwartungen zurück, speziell in Bezug auf den Mr. Olympia. Das beweist beispielsweise der durchaus enttäuschende zehnte Platz, den der von Scitec gesponserte Athlet im vergangenen Jahr beim prestigeträchtigsten Event im Bodybuilding belegte. Eine völlig konträre Leistung zeigt der mittlerweile 41-Jährige hingegen bei der Arnold Classic.

Schon bei der Arnold Classic 2016 konnte sich Cedric McMillan gegen Kai Greene behaupten, auch wenn letztlich nur der zweite Platz für ihn heraussprang. Gegen den „Predator“ verlor der Liebling von Arnold Schwarzenegger himself allerdings lediglich aufgrund der Posingroutine, die mit in die Gesamtwertung einfloss. Ein Jahr darauf war es dann aber so weit und der IFBB Pro aus den USA sicherte sich in Columbus den Titel – sein bis dato größter Erfolg. Auch im März dieses Jahres erkämpfte er immerhin den dritten Rang hinter William Bonac und Dexter Jackson.


Gegen Kai Greene war Cedric McMillan bereits mehr als konkurrenzfähig.


Würde Cedric McMillan beim Mr. Olympia in gleicher oder gar besserer Form als bei der Arnold Classic auftauchen, wäre ihm ein Platz im vordersten Feld aller Voraussicht nach sicher. Das Problem ist nur, dass die Fans des amerikanischen IFBB Pros und auch die Zuschauer im Allgemeinen darauf vergeblich warten. Dabei ist der Scitec Athlet aktuell augenscheinlich einer der einzigen Teilnehmer, die in Topform gegen Phil Heath nicht untergehen würden. Diese Meinung vertritt Dennis James ebenfalls.

Der gebürtige Heidelberger ist der Ansicht, dass nicht einmal ein Big Ramy in 100-prozentiger Verfassung etwas gegen Cedric McMillan ausrichten könnte. Der 41-Jährige sei der Athlet, den eventuell sogar niemand aufhalten könnte. Vor allem die runden Muskelbäuche und die Symmetrie würden „The One“ zum ultimativen Bodybuilder machen. Was ihm jedoch fehle, sei die Form, die beim Mr. Olympia oft zu wünschen übrig lasse. Wie der 52-jährige Deutsch-Amerikaner erklärt, liege es im Bereich des Möglichen, dass McMillan der Nerven wegen in Las Vegas unter seinem Potenzial bleibt. Am Trainer, der in diesem Fall Chris Aceto heißt, liege es Dennis James zufolge jedenfalls nicht. Der amerikanische Guru wissen definitiv, wie man Athleten in Form bringt.

Sowohl Experten als auch neutrale Beobachter sind sich grundsätzlich einig, dass Cedric McMillan in Topform einen Angriff auf Phil Heath starten könnte und dabei alles andere als erfolglos bleiben würde. Bis der US-Amerikaner aber tatsächlich beim Mr. Olympia abliefert, handelt es sich hierbei nur um Wunschdenken. Den Beweis, sich auch in Las Vegas in konkurrenzfähiger Verfassung zu präsentieren, ist „The One“ nämlich weiterhin schuldig!

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