Ist der Traum der Arnold Classic für Andreas Bosse geplatzt? - Gannikus.com

Einreise verweigertIst der Traum der Arnold Classic für Andreas Bosse geplatzt?

Nicht vielen Athleten wird in ihrer Karriere das Glück zuteil, einmal auf der Arnold Classic Bühne in Columbus Ohio zu stehen. Namhafte deutsche Bodybuilder wie Matthias Botthof (2011) oder Paul Poloczek (2017) konnten hier ihre Pro Card gewinnen und qualifizierten sich damit für den entsprechenden Profi-Wettkampf im Folgejahr. Doch auch wenn so mancher Amateur das Zeug dazu hätte, auf der Arnold Classic Amateur zu starten, ist eine Reise in die USA mit den dazugehörigen Nebenkosten nicht für jeden Athleten finanzierbar. Wie wir in der vergangenen Woche voller Freude berichten konnten, erklärte sich der Verband NAC aber dazu bereit, seinen erfolgreichsten drei deutschen Athleten die Kosten für Flüge und Startgebühr zu spendieren. Einem von ihnen werden aus behördlicher Sicht nun jedoch Steine in den Weg gelegt.

Der Personal Trainer Andreas Bosse feierte in diesem Jahr eine außerordentlich erfolgreiche Wettkampfsaison. Sowohl beim NAC als auch bei der NPC bzw. IFBB bestritt der 42-Jährige innerhalb von vier Wochen vier Wettkämpfe, wobei der Gesamtsieg auf der NAC Deutschen Meisterschaft sowie der zweite Platz in der Body Over 40 beim Mr. Universe des gleichen Verbandes die Höhepunkte seines Wettkampfjahres darstellen.

Gemeinsam mit Bodybuilding-Veteran Manuel Bauer und seiner Lebensgefährtin Kathleen Streiber, die ebenfalls in zwei verschiedenen Verbänden sehr erfolgreich abschnitten, sollte Andreas Bosse im kommenden Jahr an dem prestigeträchtigen Wettkampf in Ohio teilnehmen. Finanziert werden sollten Flug und Startgebühr vom National Athletic Committee (NAC) Deutschland. Bis auf die nötigen Einreisedokumente schien damit für den Traum von der „Arnolds“ alles in trockenen Tüchern zu sein. Doch zum Pech des Potsdamers wurden ihm diese Papiere von den amerikanischen Behörden nicht ausgestellt.


Manuel Bauer und Andreas Bosse auf dem Weg zur Pro Card?


Kathleen Streiber und Lebensgefährte Manuel Bauer haben grünes Licht für die Einreise erhalten.

Wie Andreas Bosse am vergangenen Freitag in seiner Instagram Story beschrieb, habe er vier Tage zuvor eine reguläre ESTA (Elektronisches System für die Einreisegenehmigung) ausgefüllt, die ein visumfreies Reisen in die USA erlauben soll. Im Regelfall muss dieser Antrag mindestens 72 Stunden vor der Einreise eingereicht werden, wodurch dann erlaubt wird, innerhalb von zwei Jahren nach Beantragung mehrmals 90 Tage lang in die USA ein- und ausreisen. Man sollte daher meinen, es sei kein Problem für deutsche Staatsbürger wie Andreas Bosse, diese Erlaubnis zu bekommen.

Aus unerklärlichen Gründen sei dieser Antrag nach zwei Tagen jedoch abgelehnt worden, woraufhin er einen erneuten Versuch startete. Doch auch dieses Mal bekam der Bodybuilder kein grünes Licht. Am Telefon habe man ihm erklärt, dass die Beantragung eines Sport-Visums zu lange dauern würde, wodurch er auch ohne ESTA einreisen könnte. Eine dritte Abfrage solle laut den Behörden wenig Sinn machen. Gründe für die Ablehnung könnten eine kriminelle Vergangenheit oder schlechtes Führungszeugnis sein, doch auch dies weist der Deutsche Meister von sich.


Die Enttäuschung Bosses über die Ablehnung ist nachvollziehbar.

Laut Website sind die amerikanischen Botschaften und Konsulate nicht in der Lage, Auskunft über eine Ablehnung des ESTA-Antrags zu geben oder diesen im Nachhinein zu genehmigen. Bosse habe laut eigener Aussage dem Konsulat mehrere Fragen beantwortet und auch hier habe man dem NAC-Athleten nicht sagen können, weshalb die Behörden ihn nicht ins Land  einreisen lassen möchten.

Für Andreas Bosse sei damit ein großer Traum geplatzt und seine Enttäuschung über die Tatsache ist nachvollziehbar. In den Kommentaren unter den Instagram Beiträgen schreiben einige Fans, er solle Arnold Schwarzenegger persönlich den Sachverhalt schildern, schließlich besitzt dieser als ehemaliger Gouverneur von Kalifornien auch politisch gesehen gewissen Einfluss im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Am folgenden Samstagmorgen postete der tätowierte Bodybuilder jedoch bereits, dass er eine Nacht darüber geschlafen habe und nun mit „gerichteter Krone“ nach vorn blicke und 2020 stärker und besser zurückkommen wolle.

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