Jeremy Buendia vs. alle: Men’s Physique der Retter des Bodybuildings?


Für viele heranwachsende Kraftsportler ist Jeremy Buendia zweifelsohne ein Vorbild, wenn es um die Optik geht. Trotz der Verwendung leistungssteigernder Substanzen gilt sein Körper noch nicht als zu verbaut und erstrebenswert, vor allem wenn man den US-Amerikaner mit Teilnehmern der offenen Klasse vergleicht. Sein beeindruckendes Äußeres brachte ihm aber bislang nicht nur knapp zwei Millionen Follower auf Instagram, sondern auch vier Titel in der Men’s Physique beim Mr. Olympia. Dennoch bringt der 27-Jährige nun einige Bodybuilder in Aufruhr!

Auf einer Tour durch die Philippinen gab Jeremy Buendia einem lokalen Fernsehsender ein Interview, in dem unter anderem die Aussage fiel, dass das Bodybuilding aufgrund der fehlenden sozialen Anerkennung vor dem Abgrund gestanden habe und es die neuen Klassen wie Men’s Physique und Bikini gewesen seien, die den Sport quasi gerettet und wieder aufleben lassen hätten. Schnell kam eine Welle der Empörung in die Gänge und nach den ersten kritischen Kommentaren versuchte der Evogen Nutrition Athlet, seine Äußerungen zu erklären und ein wenig abzumildern.

Über Instagram ließ Jeremy Buendia verlauten, dass er womöglich die falschen Worte gewählt habe und natürlich ein riesiger Bodybuilding Fan sei. Der Sport hätte jedoch ohne die Men’s Physique nie so schnell wachsen und an Akzeptanz im Mainstream gewinnen können. Die Flut an Kritik ließ sich trotz des Zurückruderns nicht verhindern, denn in der Zwischenzeit hatte sich mitunter Bostin Loyd zu Wort gemeldet und gewohnt hart gekontert.

Demzufolge wäre Jeremy Buendia gerne selbst Bodybuilder in der offenen Klasse geworden, sei aber zu schlecht gewesen und habe deshalb bei Einführung der Men’s Physique den leichteren Weg gewählt. Die Ausrede, man müsse in der Kategorie mit den Badehosen weniger leistungssteigernde Substanzen konsumieren, zähle dem frisch gebackenen Familienvater zufolge nicht. Er selbst habe dem Mr. Olympia Teilnehmer, der höhere Dosierungen verwenden würde als einige der „schweren Jungs“, in der Vergangenheit bereits Medikamente verkauft. Zudem soll der 27-Jährige wegen Steroiden von der Polizei hoch genommen worden sein.

Auch Shawn Ray und Sergio Oliva Jr. macht ihren Standpunkt sowohl in Videos als auch im Kommentarbereich deutlich und rieten Jeremy Buendia, sich zu mäßigen. Das Bodybuilding habe zwar seine Höhen und Tiefen, wie jeder andere Sport, sei aber keineswegs kurz vor dem Aussterben gewesen.



Eine der am meisten überraschenden Kritiken an den Behauptungen von Jeremy Buendia kam von Dexter Jackson, der in seiner Instagram Story zum Gegenschlag ausholte. Der Mr. Olympia aus dem Jahr 2008 wirft dabei die Frage in den Raum, warum man denn weder die Men’s Physique noch die Bikini Klasse auf den amerikanischen Sportkanälen sehen würde, wenn gerade diese Kategorien das Bodybuilding doch so tauglich für den Mainstream gemacht hätten. 

Geht es nach Dexter Jackson, seien die „schweren Jungs“ das Fleisch, das Brot und der Reis der Industrie und es sei mehr als klar, dass Bodybuilding nicht am Aussterben sei. Ansonsten würde sich auch das Preisgeld für die offene Klasse nicht jährlich erhöhen, während es bei der Men’s Physique gleich bleibe.

Der mittlerweile 48-Jährige fährt fort und gibt zu verstehen, dass es nach der Einführung der neuen Klassen keinen großen Hype gegeben habe. Er besuche seit nunmehr 25 Jahren die größten Messeveranstaltung der Szene, beispielsweise beim Mr. Olympia und bei der Arnold Classic, und die Events seien immer gleich gut besucht gewesen. Zum Ende seines Monologs zeigt sich Dexter Jackson überzeugt davon, dass die Men’s Physique und die Bikini Klasse zusammen nicht so viele Tickets verkaufen würde wie das offene Bodybuilding, weshalb die Preisgelder in diesen Kategorien und auch deutlich tiefer seien.

Wenige Wochen vor dem Mr. Olympia 2018 hat Jeremy Buendia in der Bodybuilding Szene also eine riesige Diskussion ausgelöst und sich damit definitiv nicht nur Freunde gemacht. Der Evogen Athlet ist in der Fitness Industrie ohnehin nicht der beliebteste Akteur, wird ihm doch gemeinhin nachgesagt, sehr arrogant zu sein. Nach einer Verletzung Ende des vergangenen Jahres steht der 27-Jährige darüber hinaus mehr oder weniger mit dem Rücken zu Wand. Zahlreiche Experten sind der Meinung, dass einige Konkurrenten den viermaligen Titelträger vom Thron stoßen könnten!

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