Kevin Levrone: „Darum war ich bei der Arnold Classic Australia nicht in Form.“


Mit Spannung wurde erwartet, dass Kevin Levrone zum offenbar allerletzten Mal in seiner wieder aufgelebten Karriere als Teilnehmer eine Bodybuilding Bühne betritt. Bei der Arnold Classic Australia 2018 sollten die Fans der Legende ihr großes Idol noch einmal in Topform zu Gesicht bekommen, wurde die Verfassung, in der sich der 53-Jährige noch beim Mr. Olympia 2016 präsentierte, weder von ihm selbst noch von seinen Kritikern und Befürwortern als akzeptabel bezeichnet. Die Maryland Muscle Machine, einer der erfolgreichsten Athleten dieses Sports, gelobte zwar eine deutlich verbesserte Form, doch davon war im australischen Melbourne bedauerlicherweise nichts zu erkennen!

Beim Mr. Olympia 2016 waren es vor allem der Rückenbereich und der Unterkörper, die im Vergleich zum Rest deutlich abfielen. Am vergangenen Wochenende sollten genau diese Körperpartien ebenfalls das Hauptproblem darstellen. Kevin Levrone sprach zwar im Vorfeld von deutlich sichtbaren Verbesserung und auch Tony Doherty, der Promoter der Arnold Classic Australia, erklärte in einem Video, dass die Beine der Bodybuilding Legende „zurück“ seien. Die Vorfreude war dementsprechend groß, sollte aber letztlich nur so lange anhalten, bis der 53-Jährige dann die Bühne betrat.

Neben den bereits genannten Schwachstellen, die wenn überhaupt nur marginale Verbesserungen aufwiesen, war es auch die Form, die Kevin Levrone bei der Arnold Classic Australia 2018 vermissen ließ. Die Bodybuilding Legende wirkte weich und schien zu viel Wasser zu halten. Darüber hinaus machten sich Probleme bei der Kontrolle der Mittelpartie bemerkbar, die noch vor eineinhalb Jahren nicht zu erkennen waren.

Selbstverständlich hatte Kevin Levrone dafür eine Erklärung, die er über Instagram preisgab!


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Im besagten Beitrag lässt Kevin Levrone verlauten, dass er durch den 17-stündigen Flug nach Australien einiges an Wasser gespeichert habe. Er sei sich dessen durchaus bewusst gewesen, soll sich jedoch für den sicheren Weg entschieden, der letztlich vorsah, für die Show nicht zu entwässern. Zu groß wäre der Stress für Herz und Körper gewesen, die der 53-Jährige sich mit dieser Vorgehensweise ausgesetzt hätte. Wie er selbst sagt, habe er seine Gesundheit und sein Leben nicht aufs Spiel setzen wollen. Dem Post angefügt sind zwei Bilder, die zeigen sollen, wie sich der amerikanische IFBB Pro im Laufe der nächsten 24 Stunden verbessert hat.

Unter dem Strich müsse Kevin Levrone laut eigener Aussage niemandem mehr etwas beweisen, denn schließlich habe er als IFBB Pro insgesamt 23 Wettkämpfe gewonnen, unter denen auch zwei Titel bei der Arnold Classic sind. Das Comeback sei lediglich für seine Fans gewesen, wobei er sich in der Zwischenzeit das einzige Ziel gesetzt habe, im Vergleich zum Mr. Olympia 2016 einige Verbesserungen zu erzielen. Der US-Amerikaner gibt zu verstehen, dass er über 50 Jahre alt sei und man keinen Menschen kritisieren solle, wenn man nicht auch nur einen Kilometer in dessen Schuhen gelaufen ist.

Die Aussagen von Kevin Levrone kann man sicherlich so stehen lassen, auch wenn der Schutz der eigenen Gesundheit beim Medikamentenmissbrauch, der im Bodybuilding betrieben wird, als angegebener Grund einen faden Beigeschmack bekommt. Ob man in den Wochen und Monaten von Verbesserungen sprechen muss, die kaum oder gar nicht erkennbar sind, ist die andere Frage. Eventuell wurde hier einfach versucht, den Mythos aufrechtzuerhalten, um einen gewissen Hype zu kreieren. Es ist jedenfalls kaum vorstellbar, dass der 53-Jährige und sein näheres Umfeld nicht selbst gesehen habe, wie unwahrscheinlich es ist, an alte Leistungen anzuknüpfen!

3 comments

  1. nico

    „Zu groß wäre der Stress für Herz und Körper gewesen, die der 53-Jährige sich mit dieser Vorgehensweise ausgesetzt hätte. “

    sorry das ist aber totaler Blödsinn und nur eine ausrede. der ballert ohne ende, trainiert wie ein Stier und beim entwässern kommt er dann mit Gesundheit an. Das er selber darüber nicht lachen muss, verwundert mich stark. alles pures marketing. was sollte dann auch noch die 80% aussage von dennis james?
    am ende hat sich levrone mehr geschadet….

    Gesendet am 19. März 2018
  2. Romeo

    Der Mann ist einfach nur lächerlich. Ich konnte sein Gelaber im Vorfeld schon nicht ab, vorallem seinen Seitenhieb auf die Progress Pics auf Social Media. Da sagte er noch abgerechnet wird auf der Bühne. Da kann man ja nur laut los lachen wenn er da SO auf läuft.

    Und jetzt braucht ja er niemandem was zu beweisen und niemand dürfte sich ein Urteil erlauben, der nicht in seinen Schuhen gelaufen ist. Ein richtiger Hampelmann.

    Gesendet am 19. März 2018
    • Kurt

      @alle vorredner:
      Zu 100% Zustimmung.
      Seit dem Comeback nur Ausreden, in einem Sport der keine Ausreden duldet.
      Es mag sein, dass er niemanden mehr etwas beweisen muss (wenn dann sich selbst), aber war nicht das unter anderem auch seine Aussage und Motivation „ich zeige es allen Kritikern…“?!
      Und nun kommt er so daher…

      Gesendet am 20. März 2018

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