Laboranalyse zum Myprotein Impact Whey aufgetaucht


“Ist in meinem Proteinpulver auch das drin, was der Hersteller angibt?” – Diese Frage stellen sich wohl mittlerweile viele der Konsumenten von Nahrungsergänzungsmitteln. Nach den jüngsten Skandalen, wonach mehrere unter anderem auch namenhafte Hersteller billige Aminosäuren zu ihren Proteinpulvern hinzufügen, um den Gesamtproteinanteil des Produkts zu erhöhen, wurden viele Menschen hellhörig. 

Gerade MyProtein steht oft in der Kritik, da der Hersteller sich in dieser Industrie mit seiner Niedrigpreisstrategie keine Freunde gemacht hat. Hier schauen sowohl Hersteller als auch Konsumenten mittlerweile ganz genau hin, wenn mal wieder eine Analyse auftaucht. So wie es auch in den letzten Tagen geschehen ist. www.supplementlabtest.com ist eine Online Plattform, die immer wieder Supplemente analysiert.

Wir haben euch einmal die Werte, die MyProtein angibt und die von supplementlabtest.com getesten Ergebnisse aufgelistet.

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Die Angabe der Aminosäuren bezieht sich auf 100g Protein.

Wir werden jetzt hier nicht jede Aminosäure einzeln besprechen, herstellerseitig jedoch kommen wir auf einen Proteinanteil von 80g, so viel sei mal gesagt. Getestet wurde das MyProtein Impact Whey Vanille.

Sehen wir uns mal an, was die Laboranalyse in Bezug auf den Proteingehalt aussagt:

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Wir sehen hier, dass laut Analyse 753g Protein auf 1000g Produkt enthalten sind, was nach Adam Riese 75,3g auf 100g Pulver bedeutet. Das ist eine Abweichung von 6,2% und liegt noch im Toleranzbereich.

Schaut man sich einmal an, wie viel Gramm der einzelnen BCAAs enthalten sind und vergleicht das mit den Herstellerangaben, dann sieht man hier zwar leichte Abweichungen, die aber völlig okay sind, da solche Produkte eben auch natürlichen Schwankungen unterliegen:

Leucin: 8,8g statt angegebenen 10,6g auf 100g Pulver
Isoleucin: 5,2g statt angegebenen 6,4g auf 100g Pulver
Valin: 5,3g statt angegebenen 5,9g auf 100g Pulver

Was erst auf den zweiten Blick auffällt ist, dass die Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin gar nicht erst nachgewiesen wurden. Auch das ist nicht so schlimm, wie man im ersten moment denkt, denn es wurde auch gar nicht darauf getestet. Getestet wurden nur 15 Aminosäuren, was ausreicht, um Amino Spiking auszuschließen. Das könnt ihr auch nochmals hier nachlesen.

Wir können natürlich nicht gewähren, dass die Analyse auch stichhaltig ist, aber die Seite scheint ziemlich seriös zu sein und veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Analysen zu diversen Produkten. Nebenbei erwähnt wurde der Link zur Analyse auch auf der Myprotein Facebook Seite geteilt.

Was gibt es abschließend von unserer Seite zu diesem Thema zu sagen? 
Trotz der niedrigen Preise und den damit verbundenen Zweifeln braucht ihr wohl – zumindest in Bezug auf das Impact Whey – bei Myprotein keine Bedenken haben und könnt ohne Probleme dort euer Proteinpulver kaufen. 




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